OpenAI hat laut Bloomberg eigene Mittel verwendet, nicht das Geld externer Investoren, um etwa 7 Milliarden USD in Mitarbeiteranteile zurückzukaufen.
Mit diesem Geschäft bleibt die Bewertung des Unternehmens stabil bei 852 Milliarden USD, kurz vor einer möglichen Börsennotierung.
OpenAI: Bruch mit bisherigem Muster
Ein Übernahmeangebot ermöglicht es einem Unternehmen oder Investor, bestehende Anteile von Mitarbeitern zurückzukaufen. OpenAI hat zuvor solche Investoren-finanzierten Angebote durchgeführt, darunter ein Angebot im Jahr 2023, das die Bewertung auf 86 Milliarden USD verdreifachte.
Das bislang größte Geschäft fand im Oktober 2025 statt. Thrive Capital, SoftBank und weitere erwarben Anteile von Mitarbeitern im Wert von 6,6 Milliarden USD, dadurch lag die Bewertung von OpenAI bei fast 500 Milliarden USD.
Bis März 2026 sorgte eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden USD dafür, dass die Bewertung auf 852 Milliarden USD stieg. OpenAI bestätigte nun denselben Wert von 852 Milliarden USD, wenige Monate nachdem auch eine vertrauliche Börsenanmeldung eingereicht wurde.
Warum OpenAI auf Investoren verzichtete
Die Eigenfinanzierung des Rückkaufs sorgt dafür, dass OpenAI kurz vor einer möglichen Börsennotierung keine neuen externen Halter in das Aktionärsregister aufnimmt. Zudem zeigt der Schritt, dass das Unternehmen nach der Kapitalerhöhung im März noch ausreichend Geld besitzt. Es braucht für dieses Geschäft kein neues Kapital von Investoren.
Bei Anthropic sieht die Lage anders aus. Das Übernahmeangebot im April war an eine Finanzierungsrunde von 30 Milliarden USD geknüpft. Berichten zufolge wurde das Ziel nicht vollständig erreicht, weil Mitarbeiter Anteile behielten und so die Nachfrage der Investoren teilweise unbeantwortet blieb.
Bei früheren Rückkauf-Angeboten von OpenAI war es umgekehrt: Die Mitarbeiter verkauften so viele Anteile, dass ein erheblicher Teil der Investoren-Nachfrage nicht befriedigt werden konnte.
Diese Dynamik steht im Zusammenhang mit einem verschärften Preiskampf mit Anthropic. OpenAI hat zudem Preise für Kunden gesenkt, obwohl die Infrastrukturkosten gestiegen sind. Beide Faktoren werden entscheidend sein, wenn Investoren den Börsengang von OpenAI oder Anthropic bewerten.
CEO Sam Altman teilte den Mitarbeitern im Juni mit, er erwarte, dass OpenAI innerhalb des kommenden Jahres an die Börse geht. Andere Berichte deuten jedoch auf eine mögliche Verschiebung bis 2027 hin.
Durch die alleinige Finanzierung dieses Rückkaufs kann OpenAI den Zeitplan flexibel halten und ist keiner neuen Investoren-Gruppe rechenschaftspflichtig.









