Polymarket hat die US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) um Erlaubnis gebeten, um seine wichtigste, auf Krypto basierende Prognoseplattform in den USA anzubieten, wie Bloomberg berichtet. Dieser Schritt würde die US-Präsenz von Polymarket über den bisherigen, vermittelten Zugang durch QCX LLC hinaus erweitern.
Damit zeigt sich, dass Polymarket dezentralisierte Prognosemärkte stärker in die regulären US-Finanzmärkte integrieren möchte. Nach einer regulatorischen Lockerung, die 2025 mit der Übernahme von QCEX für 112 Millionen USD und mehreren CFTC-Zulassungen begann, folgt nun dieser Antrag.
Ein Weg von Offshore zu Onshore
Polymarket betreibt derzeit zwei Plattformen. Die Hauptbörse wickelt Handelsgeschäfte auf Polygon in USD Coin (USDC) ab und bietet die größte Auswahl an Event-Kontrakten, während Polymarket US einen vermittelten Zugang über Broker bereitstellt.
Der regulierte US-Zweig ist seit November 2025 voll funktionsfähig, nachdem die CFTC eine geänderte Zulassungsanordnung für den vermittelten Zugang erteilt hat.
Im März 2026 hat Polymarket seine Regeln gegen Manipulation und Insiderhandel auf beide Plattformen ausgeweitet.
Mit einer Onshoring-Genehmigung könnten US-Nutzer direkt auf der Blockchain handeln, statt wie bisher über Broker. Zudem würde mehr DeFi-Infrastruktur der Kontrolle der Bundesaufsicht unterstehen.
Die Einreichung erfolgt in einer Phase, in der die Finanzierung wächst. Intercontinental Exchange, Muttergesellschaft der New York Stock Exchange, hat im März eine strategische Investition von zwei Milliarden USD abgeschlossen. Zudem laufen derzeit Gespräche über eine Finanzierungsrunde von 400 Millionen USD bei einer Bewertung von 15 Milliarden USD.
Ob die CFTC direkte On-Chain-Abwicklung, USDC als Sicherheit und einen größeren Marktrahmen akzeptieren wird, bleibt offen.
Der Konkurrent Kalshi betreibt bereits einen regulierten Markt für Event-Kontrakte und verschärft damit den Wettbewerb.





