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Was ist OpenClaw und warum spricht ganz Krypto-Twitter darüber?

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Geschrieben von
Kamina Bashir

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Redigiert von
Leonard Schellberg

02 Februar 2026 14:30 CET
  • OpenClaw ist ein KI-Agent, der selbstständig in Krypto-Ökosystemen agieren kann.
  • Das Tool automatisiert Wallets, Airdrops und Prediction-Märkte direkt On-Chain.
  • Experten warnen vor Risiken durch fehlerhafte Aktionen und fehlende Regulierung.
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In den Kryptomärkten gibt es inzwischen eine neue Art von Teilnehmer. OpenClaw, eine autonome Plattform für künstliche Intelligenz (KI), geht von der Beobachtung zur Ausführung über. Sie greift direkt in On-Chain-Systeme ein – etwas, das früher nur Menschen vorbehalten war.

Da immer mehr dieser Agenten auf verschiedenen Chains aktiv sind, wird ihre Rolle im Markt immer auffälliger.

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Was ist OpenClaw?

OpenClaw ist ein quelloffener, autonomer KI-Assistent, der Ende 2025 auftauchte. Seitdem hat er Technik- und Krypto-Communitys auf sich aufmerksam gemacht. Entwickler Peter Steinberger hat das Projekt ursprünglich unter dem Namen Clawdbot veröffentlicht.

Als OpenClaw immer beliebter auf GitHub und in sozialen Netzwerken wurde, hat sich der Name mehrmals rasch geändert. Nachdem das KI-Unternehmen Anthropic Bedenken wegen Markenrechten geäußert hatte, wurde der Name schnell von Clawdbot zu Moltbot geändert. Später wurde der Name OpenClaw gewählt.

„Der Name passt zu dem, was das Projekt geworden ist: Open: Open Source, für alle offen, von der Community gestaltet. Claw: Unsere Hummer-Herkunft, eine Erinnerung daran, woher wir kommen“, schrieb Steinberger in einem Blog.

In den letzten Tagen hat OpenClaw viel Aufmerksamkeit bekommen. Die Zahl der GitHub-Sterne ist auf 147.000 gestiegen – von etwa 7.800 am 24. Januar.

Anders als klassische KI-Chatprogramme wurde OpenClaw so entwickelt, dass es im Namen des Nutzers handeln kann. Es kann E-Mails verschicken, Kalender organisieren, Abläufe auslösen und auf mehreren Geräten direkt aus Chat-Oberflächen arbeiten.

Das System verbindet sich mit beliebten Messaging-Apps und erledigt Aufgaben auf Basis von Regeln, die die Nutzer festlegen und nicht über plattformgesteuerte Logik.

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OpenClaw hat drei wichtige Funktionen:

  • Permanentes Gedächtnis: OpenClaw behält Kontext über verschiedene Sitzungen hinweg, merkt sich Vorlieben, verfolgt laufende Projekte und erinnert sich an vergangene Gespräche – und startet nicht bei jedem Gebrauch neu.
  • Proaktive Benachrichtigungen: Der Agent kann selbst Kontakt aufnehmen und unter anderem Briefings, Erinnerungen oder Zusammenfassungen schicken, ohne dass der Nutzer ihn extra fragt.
  • Echte Automatisierung: OpenClaw erledigt Aufgaben in verbundenen Tools – zum Beispiel Terminplanung, E-Mail-Verwaltung, Recherche, Berichte und das Koordinieren ganzer Arbeitsabläufe.

OpenClaw: Neue Dynamik an den Krypto-Märkten

Dieses Modell taucht jetzt auch in der Krypto-Welt auf. Nutzerinnen und Nutzer zeigen auf Social Media, dass OpenClaw zum Beispiel Wallet-Aktivitäten überwacht, Airdrop-Workflows automatisiert und vieles mehr.

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Das Tool ist zudem in Prediction-Märkten aufgetaucht. Dort zeigen Berichte von Interaktionen mit On-Chain-Positionen einen Trend zur automatisierten Abwicklung. Polygon meldet, dass OpenClaw-Agenten direkt mit Polymarket-Positionen interagieren.

Echte Agenten-Workflows zeigen die praktischen Anwendungen von OpenClaw in Prediction-Märkten
Echte Agenten-Workflows zeigen die praktischen Anwendungen von OpenClaw in Prediction-Märkten. Quelle: X/Polygon

Auch andere Chains, wie Solana, arbeiten daran, OpenClaw zu integrieren. Virtual Protocol, das auf Base läuft, hat angekündigt, dass jeder OpenClaw-Agent nun andere Agenten On-Chain finden, beauftragen und bezahlen kann.

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Risiken und Bedenken

Die zunehmende Nutzung autonomer KI-Agenten in den Kryptomärkten wirft auch eine Reihe von Fragen auf. Da Tools wie OpenClaw Aktionen ausführen können, könnten falsch eingestellte Berechtigungen oder gehackte Agenten zu ungewollten Transaktionen, finanziellen Verlusten oder Missbrauch führen.

Es gibt zudem größere Fragen zur Marktintegrität. Wenn mehr Agenten mit On-Chain-Systemen interagieren, könnten automatisierte Strategien für mehr Schwankungen sorgen oder automatische Rückkopplungen auslösen, besonders bei Prediction-Plattformen, deren Preise schnell auf neue Informationen reagieren.

Zuletzt bringt die Zunahme von Agenten-getriebenen Aktionen auch neue Herausforderungen für Regulierung und Verantwortlichkeit mit sich.

„Unberechenbarkeit bei einem KI-Agenten, der für dich handelt, ist ein Fehler und kein Vorteil. Es gibt viele Möglichkeiten, wie etwas unerwartet schiefgehen kann, aber nur wenige Wege, wie es unerwartet gut läuft. Die Unberechenbarkeit äußert sich zum Beispiel so: ‚Hat eine E-Mail in deinem Namen an die falsche Person geschickt‘“, sagte Balaji, Gründer der Network School.

Es ist noch ungeklärt, wer verantwortlich ist, wenn selbstständige Software handelt – besonders bei Handlungen mit Geldtransaktionen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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