Bitcoin-Fans haben zu Jahresbeginn Grund zur Hoffnung. Drei wichtige Kennzahlen aus der Chain zeigen gleichzeitig Hinweise auf einen bullischen Markt: Die Coinbase Premium Gap steigt wieder, da institutionelle Investoren zurückkehren. Der Fear-&-Greed-Index ist höher, und das Long/Short-Verhältnis bleibt über 1,0, auch wenn zuletzt einige Positionen geschlossen wurden.
Die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung steht aktuell bei etwa 91.700 USD. Ende Dezember war der Kurs noch auf rund 87.000 USD gefallen. Dennoch ist die Stimmung weiterhin unsicher, und Expertinnen und Experten warnen vor zu viel Optimismus, solange die weltweiten Wirtschaftsprobleme bestehen bleiben.
SponsoredInstitutionelles Kapital fließt zurück in den Markt
Die Coinbase Premium Gap misst, wie unterschiedlich der Bitcoin-Kurs bei Coinbase und Binance ist. Nach einem Sturz auf -150 Ende Dezember hat sich der Wert nun deutlich erholt und geht wieder in Richtung Null. Das zeigt, dass vor allem US-Investoren und Institutionen nach dem starken Verkaufsdruck zum Jahresende wieder kaufen.
Das ist wichtig, weil Coinbase der wichtigste Ort für reguliertes US-Kapital ist. Bleibt die Kennzahl im Plus, zeigt das neue Zuflüsse in USD. Solche Bewegungen waren schon öfter ein Auslöser für starke Bitcoin-Rallyes.
Stimmung erholt sich aus extremer Angst
Auch die Stimmung im Markt bessert sich. Der Crypto Fear-&-Greed-Index zeigt auf einer Skala von 0 (größte Angst) bis 100 (größte Gier), wie die Anlegerinnen und Anleger fühlen. Der Wert stieg von 29 in der letzten Woche auf heute 40. Damit geht der Markt klar weg von der „Extreme Fear“-Zone, die sonst oft ein Zeichen für Ausverkauf ist.
Es gibt zwar Unterschiede bei den Anbietern – Coinglass misst 26, Binance gibt 40 an –, aber der Trend zeigt überall nach oben.
SponsoredUS-Trader setzen weiter auf bullische Entwicklung
Auch die Daten zu Futures passen zum vorsichtigen Optimismus. Das Long/Short-Verhältnis bei BTC ist zwar etwas gesunken, bleibt aber über 1,0. Die Kennzahl vergleicht, wie viele Leute auf steigende mit wie vielen auf fallende Kurse setzen. Liegt der Wert über 1,0, erwarten mehr Traderinnen und Trader steigende Kurse als fallende.
Das langsame Abkühlen, statt eines starken Ausverkaufs, zeigt zudem: Die Marktstruktur bleibt stabil. Es ist weniger wahrscheinlich, dass viele Stop-Loss-Liquidierungen ausgelöst werden.
Gründe für Vorsicht bleiben bestehen
Trotz der positiven Anzeichen ist weiterhin Vorsicht nötig. Der Fear-&-Greed-Index steht noch klar im Bereich „Fear“. Das zeigt: Viele sind noch unsicher, zum Beispiel wegen der unklaren Zinspolitik in den USA. Nach den Protokollen der US-Zentralbank im Dezember erwarten manche weniger schnelle Zinssenkungen.
Außerdem könnten die Kursverluste Ende des Jahres auch an steuerlich motivierten Verkäufen gelegen haben. Der jetzige Anstieg könnte also auch nur eine technische Erholung sein. Manche Fachleute meinen: Eine echte Trendumkehr zeigt sich erst, wenn die Coinbase Premium Gap deutlich im Plus bleibt.
Ausblick
Die Mischung aus stärkerer Nachfrage von Institutionen, besserer Stimmung und mehr Long-Positionen ist ein gutes Zeichen für Bitcoin Anfang 2026. Dennoch sind viele noch vorsichtig und kaufen langsam, statt alles auf einmal zu investieren. Angesichts der letzten Schwankungen ist das eine kluge Entscheidung.