Der PEPE-Kurs ist in den letzten 24 Stunden um etwa 3 Prozent gefallen. Trotzdem sieht das Gesamtbild auf den ersten Blick stark aus. Der Token liegt fast 84 Prozent über seinem Tiefstand von Ende Dezember und rund 62 Prozent höher als vor sieben Tagen. Damit gehört PEPE diese Woche zu den stärksten Memecoins.
Allerdings lohnt sich ein genauerer Blick. PEPE steht im Zeitraum der letzten drei Monate immer noch rund 32 Prozent im Minus. Das zeigt, dass der große Abwärtstrend noch nicht vorbei ist. Der schnelle Anstieg wirkt zwar stark, doch mehrere Signale deuten darauf hin, dass diese Rallye unsicher und nicht stabil ist. Hier findest du drei Gründe, warum die starke Bewegung beim PEPE-Kurs auch schnell wieder enden könnte.
SponsoredFlagge und EMA-Setup wirken auf den ersten Blick bullisch
Auf dem 12-Stunden-Chart bildet der PEPE-Kurs gerade eine bullische „Pole and Flag“-Struktur. Diese Struktur entsteht, wenn der Kurs zuerst stark steigt und dann seitwärts oder leicht fällt, um Energie für einen weiteren möglichen Anstieg zu sammeln. Solche Bewegungen ziehen oft Trader an, die auf eine Fortsetzung hoffen.
Auch die gleitenden Durchschnitte sorgen für mehr Optimismus. Der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA) über 50 Perioden, der schneller auf Kursschwankungen reagiert, nähert sich dem EMA über 100 Perioden. Steigt ein kürzerer EMA über einen längeren, sehen viele Händler darin einen möglichen Trendwechsel.
Dieses Chartmuster erklärt, warum Trader gerade einkaufen. Sie erwarten, dass die Kurskorrektur eine gute Einstiegschance ist. Konsolidierungen werden meist als gesund und nicht als bärisch angesehen.
Doch dieses Muster bleibt nur bestehen, solange wichtige Marken halten. Der PEPE-Kurs muss ungefähr über 0,0000060 USD bleiben. Fällt der Kurs darunter, ist das bullische Szenario schnell in Gefahr.
PEPE-Whales verkaufen bei starkem Coin-Anstieg – Bewegung nimmt rasant zu
Während das Chart bullisch aussieht, zeigt die Aktivität auf der Chain ein ganz anderes Bild.
Sponsored SponsoredPEPE-Whales bauen seit Ende Dezember langsam ihre Positionen ab. Am 29. Dezember hielten große Investoren ungefähr 136,71 Billionen PEPE. Inzwischen sind es nur noch rund 133,85 Billionen PEPE – das ist ein Rückgang von etwa 2,86 Billionen Token. Das bedeutet zu aktuellen Kursen etwa 20 Mio. USD, die neu auf den Markt gekommen sind.
Diese Verkäufe halten an, auch wenn der PEPE-Kurs weiter steigt. Das ist ein Warnzeichen. Üblicherweise sind stabile Anstiege von Whale-Käufen unterstützt, nicht von Verkäufen.
Die Daten zu den Coin-Bewegungen zeigen ebenfalls Risiken. Die Kennzahl für „Spent Coins“ misst, wie viele Token auf der Chain bewegt werden. Nach dem 30. Dezember stieg dieser Wert deutlich, von etwa 419 Milliarden PEPE auf fast 1,88 Billionen PEPE. Zwischen dem 3. und 4. Januar sank die Aktivität nur wenig.
Springt die Aktivität bei einem Kursanstieg so hoch, bedeutet das meist, dass viele verkaufen und Gewinne mitnehmen – statt langfristig zu halten.
Einfach gesagt: Das Angebot an PEPE wird eher aktiver statt langfristig gehalten (zwei Gründe, warum die Rallye wackelig aussieht). Das schwächt das Fundament des Anstiegs. Zudem bleibt die Frage, wie der PEPE-Kurs trotzdem steigen konnte – obwohl laufend verkauft wurde.
Derivate zeigen, warum der PEPE-Kurs steigt – droht jetzt ein starker Absturz?
Wenn die Whales verkaufen, warum ist der PEPE-Kurs trotzdem so stark gestiegen?
Die Erklärung liegt wahrscheinlich am Derivatemarkt, das ist der dritte Grund. Die Liquidationsdaten für PEPE-Perpetual-Futures in den letzten 30 Tagen zeigen: Es gibt viel mehr Long-Positionen als Short-Positionen. Das Liquidationsvolumen für Longs liegt bei fast 218 Mio. USD, das für Shorts bei etwa 106 Mio. USD. Das heißt, viele wetten auf steigende Kurse – doppelt so viele wie auf fallende.
Dieses Ungleichgewicht deutet darauf hin, dass die Rallye vor allem durch Short-Liquidationen und viele neue Long-Positionen angetrieben wurde – nicht durch starke Nachfrage am Spotmarkt. Da viele Shorts ausgestoppt wurden, ist der PEPE-Kurs dann schnell gestiegen.
Sponsored SponsoredDoch genau dieser Mechanismus kann jetzt auch ein Risiko nach unten erzeugen. Wenn zu viele Leute auf einen steigenden Kurs setzen, kann selbst eine kleine Korrektur zu vielen Verkäufen führen. Sollte der Kurs unter wichtige Unterstützungen fallen, können Long-Positionen liquidiert werden. Dadurch könnten die Verluste noch schneller wachsen.
Dieses Risiko ist aktuell besonders wichtig. Der PEPE-Kurs kämpft gerade damit, sich über 0,0000060 USD zu halten. Fällt dieser Wert, liegt die nächste starke Unterstützung bei etwa 0,0000046 USD. Das würde einen Rückgang von etwa 30 Prozent im Vergleich zum letzten Hoch bedeuten. Da große Investoren weiter verkaufen und viele Coins bewegt werden, kann ein solcher Rückgang schneller passieren, als viele es erwarten.
Schließt der Kurs allerdings in zwölf Stunden über 0,0000072 USD, wäre das bärische Szenario ungültig.
Der Anstieg von PEPE um 84 Prozent sieht zwar stark aus, dennoch zeigen die Daten ein gemischtes Bild. Der Chart sieht bullisch aus, doch die Aktivitäten der großen Investoren, die steigenden Coin-Bewegungen und die vielen Long-Positionen sprechen eher für eine gewisse Unsicherheit als für echte Stärke.