Der Ökonom und bekannte Bitcoin-Kritiker Peter Schiff hat davor gewarnt, dass Bitcoin bis auf 20.000 USD fallen könnte, wenn die Kryptowährung eine wichtige Unterstützung bei etwa 50.000 USD verliert.
Schiffs Äußerungen kommen, während die geopolitischen Spannungen zunehmen. Berichten zufolge bereitet das US-Militär Angriffsoptionen gegen den Iran vor.
Peter Schiffs Anti-Bitcoin-Haltung so stark wie nie zuvor
Wie Schiff in einem kürzlichen X Post erklärte, sei ein Kurssturz unter 50.000 USD nun wahrscheinlich und könne einen noch stärkeren Absturz auslösen. Er meinte, Bitcoin könnte Muster früherer Crashs wiederholen – auch wenn inzwischen mehr institutionelle Anleger dabei sind und das allgemeine Interesse gestiegen ist.
Seine Warnung kommt, während Bitcoin bei etwa 66.000 USD handelt. Das ist ein klarer Rückgang vom jüngsten Hoch im aktuellen Zyklus.
Schiff gehört seit über zehn Jahren zu den konstantesten Bitcoin-Kritikern. Immer wieder bezeichnete er die Kryptowährung als spekulative Blase und meinte, sie habe keinen inneren Wert.
In früheren bullischen Märkten sagte er immer wieder starke Einbrüche voraus und lobte Gold als besseren Wertspeicher.
Allerdings hat sich Bitcoin immer wieder von starken Kursverlusten erholt und mit der Zeit neue Höchststände erreicht.
Seine aktuelle Warnung kommt in einer angespannten Zeit für die Krypto-Märkte. Die weltweite Risikobereitschaft ist gesunken, unter anderem wegen der Angst vor möglichen US-Militärschlägen gegen den Iran.
Historisch gesehen fällt der Bitcoin-Kurs oft am Anfang von geopolitischen Schocks, da Anleger dann weniger riskante Werte kaufen.
Daten von der Chain zeigen außerdem, dass kurzfristige Schwäche möglich bleibt. Der Short-Term Holder SOPR-Indikator liegt aktuell unter eins, was bedeutet, dass neue Käufer gerade mit Verlust verkaufen.
Das zeigt Angst und Kapitulation bei schwächeren Investoren.
Zur gleichen Zeit zeigt jedoch eine andere wichtige Kennzahl ein anderes Bild. Das kurzfristige Sharpe-Verhältnis von Bitcoin ist aktuell stark negativ. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin zuletzt sehr schwache Renditen im Vergleich zur Schwankung hatte.
Solche Situationen gab es auch in vergangenen Zyklen häufig in der Nähe von lokalen Tiefpunkten und nicht zu Beginn längerer Abstürze.
Das ergibt ein gemischtes Bild. Während geopolitische Unsicherheit und schwache Stimmung den Bitcoin-Kurs kurzfristig drücken könnten, scheinen viele spekulative Übertreibungen schon aus dem Markt verschwunden zu sein.
Schiffs Prognose zeigt, wie groß die Unsicherheit gerade ist – aber Daten auf der Chain sprechen eher dafür, dass der Markt sich auf einen Neuanfang vorbereitet als auf einen totalen Zusammenbruch.