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Polymarket-Insider: Venezuela-Wette soll Verbindung zu Trumps World Liberty Financial haben

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Geschrieben von
Camila Grigera Naón

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Redigiert von
Phil Haunhorst

06 Januar 2026 08:05 CET
  • Polymarket-Trader verdient über 400.000 USD mit cleverer Wette auf Maduros Festnahme
  • Blockchain-Analyse entdeckt verbundene Wallets – Insider-Zugang und WLFI-Verbindungen im Fokus
  • Während WLFI nach Venezuela-News steigt: Neue Regeln für Prognosemärkte geplant
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Vor Berichten über die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat ein Polymarket-Trader mehrere hunderttausend USD verdient, weil er richtig darauf gesetzt hat, dass das Ereignis bis Ende Januar passiert. Die sehr gut getimte Wette sorgte schnell für Aufmerksamkeit.

Eine spätere Analyse auf der Blockchain zeigte mögliche Verbindungen zwischen dem Konto und mehreren Wallets, die Namen ähnlich wie Steve Witkoff tragen. Witkoff ist Mitgründer von World Liberty Financial (WLFI) und aktuell US-Sondergesandter für den Nahen Osten. Bisher gibt es jedoch keine klaren Beweise. Dennoch stellen die Funde die Frage nach möglichem Insider-Wissen.

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Polymarket-Wette zum perfekten Zeitpunkt sorgt für Aufsehen

Letzte Woche setzte ein Nutzer bei Polymarket mehr als 32.000 USD auf vier Wetten, dass die USA Maduro noch vor Februar schnappen. Nachdem dies eintrat, gewann der Trader mehr als 400.000 USD mit den Wetten.

On-Chain-Analyst Andrew 10 GWEI fand am Sonntag weitere Auffälligkeiten zu dem Konto heraus.

Nach Angaben des Forschers wurde das Polymarket-Konto von zwei Wallets finanziert, die kaum aktiv waren. Beide Wallets erhielten Geld von Coinbase und leiteten es direkt auf die Plattform für Vorhersagemärkte weiter. Andere größere Transaktionen gab es nicht.

Eine der Wallets hatte Namen, die an „Steven Charles“ erinnern. Dadurch wurden Parallelen zu Witkoff gezogen. Es gibt jedoch keinen Hinweis darauf, dass Witkoff die Wallets besitzt oder steuert.

Trotzdem sorgten das sehr genaue Timing der Wetten und das frische Konto für Alarm wegen möglichem Insider-Handel und möglicher Nähe zu politisch vernetzten Personen.

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Die Aufmerksamkeit fällt zudem in eine Zeit, in der der Token von WLFI von den politischen Ereignissen rund um Venezuela profitierte. Nach Berichten über Maduros Festnahme stieg WLFI um rund 11 Prozent. Auf der Chain zeigte sich auch ein starker Anstieg der Gewinne für Token-Halter und es wurde wieder mehr gehandelt.

Der Fall ist nur das jüngste Beispiel für Wetten auf Vorhersagemärkten, die mit der Festnahme von Maduro zu tun haben.

Insiderhandel: Sorgen sorgen für schnelle Reaktion

Eine weitere Analyse von Lookonchain zeigte, dass zwei zusätzliche Wallets schon einige Tage vor dem erfolgreichen Trader auftauchten, der 400.000 USD gewann.

Insgesamt verdienten diese Insider zusammen 630.484 USD. Lookonchain erklärte, das Verhalten der Wallets zeige klar, dass sie Zugang zu nicht öffentlichen Informationen gehabt haben könnten.

Wegen solcher Fälle wollen Politiker in Washington jetzt Gesetze schaffen, damit Insider-Handel an Vorhersagemärkten schwieriger wird.

US-Abgeordneter Ritchie Torres will dazu ein Gesetz einbringen, das es Bundesbeamten und Angestellten der Regierung verbietet, an Vorhersagemärkten Verträge zu handeln, wenn sie durch ihre Arbeit Zugang zu besonders wichtigen, nicht öffentlichen Infos haben oder bekommen könnten.

Das Gesetz, das „Public Integrity in Financial Predictions Market Act of 2026“ heißen wird, ist bisher aber noch nicht offiziell vorgestellt worden.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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