Eine Gruppe von bekannten Wallets, die auf Polymarket im Verdacht stehen, „Insider“ zu sein, setzt nun auf einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 31. März.
Der Zeitpunkt passt zu den jüngsten Behauptungen von US-Präsident Trump, es gebe „produktive Gespräche“ mit Iran, die jedoch von Teheran öffentlich zurückgewiesen wurden.
Erneuter Insiderhandel auf Polymarket?
On-Chain-Daten zeigen, dass am 28. Februar, kurz bevor Trump Luftschläge gegen den Iran anordnete, sechs neu finanzierte Wallets auf Polymarket große „Ja“-Investitionen auf das Ergebnis „USA greifen Iran bis 28. Februar an“ abgeschlossen haben.
Diese Wallets wurden etwa 24 Stunden zuvor finanziert und erzielten später einen geschätzten Gewinn von 1,2 Millionen USD.
Die gleichen Wallets setzten danach erfolgreiche Investitionen auf nachfolgende Angriffe auf iranische Atomanlagen, was weitere Fragen zu Timing und Informationsvorsprung aufwirft.
Diese Adressen sind nun offenbar wieder aktiv.
Jüngste Aktivitäten zeigen koordinierte Polymarket-Wetten von etwa 100.000 USD auf ein neues Ergebnis: einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 31. März, mit zusätzlichen Positionen bis in den April hinein.
Märkte aktuell von Kriegsnarrativen geprägt
Analysten sagen, das Muster ist eindeutig. Neue oder wenig finanzierte Wallets nehmen kurz vor wichtigen geopolitischen Ereignissen Positionen ein und steigen später mit erheblichen Gewinnen aus.
Obwohl es keinen bestätigten Nachweis für Insiderhandel gibt, sorgt die Präzision dieser Handelsaktivitäten für Bedenken. Prognosemärkte wie Polymarket laufen auf öffentlichen Blockchains, sodass Geldflüsse sichtbar, aber Identitäten schwer nachzuvollziehen sind.
Die aktuellen Waffenstillstands-Investitionen zeigen zudem, wie die Märkte auf wechselnde Narrative im Konflikt reagieren.
Widersprüchliche Signale zwischen Washington und Teheran haben bereits zu deutlichen Schwankungen bei Aktien, Öl und Krypto geführt. Trader scheinen nicht nur auf Ereignisse selbst zu setzen, sondern auch darauf, wie diese vermittelt werden.
Diese Wallets stehen derzeit weiter im Fokus, während der Markt auf Klarheit wartet, ob ein Waffenstillstand zustande kommt.