Der private Kreditmarkt steht unter zunehmendem Druck, da Investoren sich immer mehr Sorgen machen, wie Künstliche Intelligenz die Einnahmen von Softwareunternehmen beeinflussen könnte.
Experten gehen davon aus, dass Jobverluste durch Künstliche Intelligenz, zunehmender Stress im Bereich privater Kreditmärkte und strengere Kreditvergaben dazu führen könnten, dass die Regierung kaum eine andere Wahl hat, als Geld zu drucken. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf Bitcoin (BTC) haben.
Druck im Markt für private Kredite wächst spürbar
Morgan Stanley prognostiziert, dass die Ausfallraten im Bereich Direktkredite auf 8% steigen könnten. Grund dafür ist die Störung der Softwarebranche durch künstliche Intelligenz.
Gleichzeitig ist die US Private Credit Default Rate (PCDR) von Fitch Ratings auf 5,8% gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit August 2024. Auch die Aktienkurse der großen privaten Kreditmanager sind stark gefallen.
BeInCrypto berichtete auch, dass fünf der größten Verwalter privater Kreditfonds seit Ende Februar Auszahlungen für Investoren begrenzt oder eingeschränkt haben. Zudem fiel der US Business Development Companies Index (MVBDC) Ende Februar auf ein Mehrjahrestief. Diese Anzeichen deuten auf zunehmenden Stress im gesamten Sektor hin.
Warum Bitcoin überzeugt: Fakten und Chancen
Der Makro-Analyst Luke Gromen meint, dass das US-Finanzsystem gezwungen sein könnte, innerhalb von drei bis sechs Monaten Geld zu drucken. Zu den genannten Gründen gehören Jobverluste durch künstliche Intelligenz, Stress im privaten Kreditmarkt und abnehmende Liquidität bei der Kreditvergabe.
„Ich weiß, das ganze System ist stark auf Kredit aufgebaut, und ich weiß, dass wir als Regierung, als Bundesregierung, mit Einnahmen auf Rekordniveau, kaum die Ansprüche und die Zinskosten abdecken. Jede Art von Rezession wird uns dazu zwingen, entweder mit den Staatsanleihen oder den Ansprüchen in Zahlungsverzug zu geraten oder Geld zu drucken. Und sie werden das Geld drucken“, sagte er.
Wenn zusätzliches Geld gedruckt wird, könnte Bitcoin einer der Profiteure sein, da Investoren vermehrt in knappe, nicht staatliche Vermögenswerte investieren, um einer Abwertung der Währung zu entgehen. Besonders an diesem Zeitpunkt ist, dass Bitcoin nicht mehr nur als theoretischer Schutz gilt, sondern sich bereits in der Realität bewährt.
Während klassische Märkte unter geopolitischen Spannungen leiden, hat Bitcoin seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts am 28. Februar 10,87% zugelegt. Im gleichen Zeitraum hat Bitcoin damit besser abgeschnitten als S&P 500, Nasdaq 100, Gold und Silber.
Mit einer möglichen Liquiditätskrise und geopolitischen Spannungen ist die Ausgangslage für Bitcoin derzeit besonders interessant.