Probleme mit Blockchain in China: Stakeholder wollen keine Daten liefern

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IN KÜRZE
  • Über 30 Regionen in China arbeiten mit Blockchain-Technologie

  • Blockchain-Projekte mussten wegen mangelnder Daten eingestellt werden

  • Stakeholder weigerten sich private Daten mit der Regierung zu teilen

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In China sollen mehr als 30 Lokalverwaltungen mit Blockchain-Technologie arbeiten. Bei der Implementierung kommt es nun allerdings zu Problemen. Denn Stakeholder in diesen Regionen wehren sich dagegen, ihre privaten Daten mit der Regierung zu teilen.



Am vergangenen 10. Juni 2020 meldeten chinesische Medien (Original in Chinesisch), dass es in über 30 Regionen des Landes zu Problemen bei der Implementierung von Blockchain-Technologie kommt. Interessensvertreter der Regionen weigern sich nämlich ihre privaten Daten mit den Lokalverwaltungen zu teilen. Sind das etwa schlechte Vorboten für die angekündigten Pilotprogramme des digitalen Yuan?

Beendigung von Blockchain-Projekten in China wegen fehlenden Daten

Faszinierend ist laut dem Bericht der Fakt, dass über 30 lokale Verwaltungen in China mit Blockchain-Technologie arbeiten. Oder besser gesagt: Mit Blockchain arbeiten wollen. Hintergrund des Ganzen ist das Ziel, die Blockchain-Technologie zu nutzen, um die lokale Administration zu verbessern. Aber auch um soziale Kapazitäten der Lokalverwaltungen zu erweitern. Dies sei nun schon seit mindestens zwei Jahren der Fall. In einigen Regionen mussten diese Projekte jedoch wieder eingestellt werden. Der Grund: Interessenvertreter der Regionen weigerten sich ihre privaten Daten zur Verfügung zu stellen.



Zhang Desheng ist einer der Mitarbeiter, die an einem Blockchain-Projekt in China gearbeitet haben. Er erklärt die Problematik wie folgt:

“Weil es keine klaren Regelungen gibt, müssen die Mitarbeiter der Lokalverwaltungen Hürden in der Kommunikation mit Stakeholdern bewältigen. Die Daten, die vonnöten sind für die Blockchain, kommen von lokalen Banken, Versicherungen, Telekommunikation und weiteren Einrichtungen. Einige dieser Einrichtungen sind bereit Daten zu liefern, andere nicht.”

Wer Daten will, soll dafür bereit sein zu zahlen

An anderer Stelle wird den Ausführungen von Desheng zugestimmt. In der Tat stellen die “Informationsbarrieren” große Herausforderungen für die Implementierung von Blockchain-Technologie dar. Davon ist der Vizepräsident des China Digital Asset Research Institute, Yan Meng, überzeugt. Eine Lösung muss aber her, denn wie Meng selbst erklärt, sind für eine Blockchain Daten alles. Zudem kommt Meng zu der Überzeugung, dass wohl die wenigsten Stakeholder oder gar Unternehmen bereit sein werden, ihre Daten “umsonst” zur Verfügung zu stellen.

Sein Lösungsvorschlag ist einfach: Die benötigten Daten und die Zugänge zum Sammeln dieser Daten sollen gekauft werden. Ob das der letztendliche Durchbruch in der Lösung des Datenproblems für die Blockchains in China ist, sei dahingestellt. Jedenfalls darf mit ruhigem Gewissen der Frage nachgegangen werden, was das alles für die Pilotprogramme der chinesischen CBDC bedeutet. Gefährdet dieses Sentiment in China schon jetzt den Erfolg eines digitalen Yuan?

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