Große Investoren steigen in Prognosemärkte ein. Sie nutzen dabei eine Strategie, die man schon vorher in der Krypto-Welt gesehen hat.
Vermögensverwalter melden börsengehandelte Fonds an, die an Prognosemärkte gekoppelt sind. Dieser Bereich wird immer beliebter.
SponsoredGroße Investoren setzen auf Prognosemärkte – ETF-Wettlauf startet jetzt
Am 17. Februar 2026 hat Bitwise Asset Management eine Änderung eingereicht, um sechs ETFs unter einer neuen Marke namens „PredictionShares“ anzumelden. Die geplanten Fonds, die an Verträge zu US-Wahl-Ausgängen gebunden sind, sollen vor allem an der NYSE Arca gehandelt werden.
„PredictionShares wird eine neue Plattform von Bitwise. Sie bietet Zugang zu Prognosemärkten. Matt Hougan, der CIO von Bitwise, sagt, dass Prognosemärkte immer wichtiger und größer werden. Darum ist dies für die Kundinnen und Kunden eine Chance, die Bitwise nicht verpassen wollte“, schrieb Eleanor Terrett, Moderatorin von “Crypto In America”, auf X.
Die sechs geplanten Fonds sind:
- PredictionShares Demokratische Partei gewinnt Präsidentschaftswahl 2028
- PredictionShares Republikanische Partei gewinnt Präsidentschaftswahl 2028
- PredictionShares Demokraten gewinnen Senatswahl 2026
- PredictionShares Republikaner gewinnen Senatswahl 2026
- PredictionShares Demokraten gewinnen Repräsentantenhauswahl 2026
- PredictionShares Republikaner gewinnen Repräsentantenhauswahl 2026
Jeder ETF möchte eine Wertsteigerung erzielen, die an das Ergebnis einer bestimmten US-Wahl gebunden ist. Mindestens 80 Prozent des Nettovermögens, plus eventuelle Kredite für Investitionen, werden in Derivate investiert, die an dieses politische Ereignis gekoppelt sind.
Die Fonds bekommen vor allem durch Swap-Vereinbarungen Zugang, die sich auf von der CFTC regulierte Event-Verträge auf ausgewählten Märkten beziehen. Sie dürfen aber auch direkt in diese Event-Verträge investieren. Bei diesen Verträgen gibt es immer nur zwei Möglichkeiten: Tritt das Ereignis ein, gibt es 1 USD, tritt es nicht ein, gibt es 0 USD.
Sponsored„Das macht eine Investition in den Fonds sehr riskant. Dieser Fonds ist nicht geeignet für Menschen, die keine sehr hohen Risiken eingehen wollen oder die die Anlagestrategie des Fonds nicht richtig verstehen. Solche Menschen sollten die Fondsanteile nicht kaufen“, heißt es in der Anmeldung.
Außerdem hat GraniteShares, ein unabhängiger ETF-Anbieter, am 17. Februar ebenfalls ein Formular für sechs ähnliche Fonds eingereicht. Diese beiden Anmeldungen kamen kurz nach einem ähnlichen Schritt von Roundhill.
James Seyffart, Senior Research Analyst bei Bloomberg Intelligence, meint, dass weitere Anmeldungen wahrscheinlich folgen werden.
„Die Finanzialisierung und ETF-Isierung von allem geht weiter“, fügte er hinzu.
Die ETF-Anmeldungen kommen zu einer Zeit, in der die Prognosemärkte Rekorde beim Wachstum aufstellen. Ähnliches sah man zuletzt bei den ETF-Anträgen. Diese bezogen sich auf digitale Vermögenswerte, als Vermögensverwalter nach der Wahl einer kryptofreundlichen Regierung neue Chancen in der Branche gesucht haben.
Während die Nachfrage nach Bitcoin- und Ethereum-ETFs anscheinend nachgelassen hat, da es hohe Abflüsse bei diesen Produkten gibt, könnten Institutionen jetzt versuchen, mehr vom wachsenden Prognosemarkt abzubekommen.
Die Daten von Dune Analytics zeigen, dass die Branche im Aufwind ist. Das monatliche Handelsvolumen stieg im Januar auf 15,4 Mrd. USD und erreichte damit einen neuen Höchstwert.
Auch die Zahl der Transaktionen lag auf Rekordniveau und überstieg 122 Millionen. Im selben Zeitraum gab es 830.520 monatliche Nutzer. Diese Zahlen zeigen, dass die Branche weiter wächst und immer mehr Produkte entstehen. Außerdem interessieren sich immer mehr große Investoren für den Prognosemarkt.