Der Kurs von RENDER ist in den letzten sieben Tagen um fast 85 Prozent gestiegen. Dadurch zählt der Coin zu den wichtigsten Antriebskräften im Bereich Künstliche Intelligenz. Insgesamt legte die Kategorie Künstliche Intelligenz im gleichen Zeitraum um etwa 18 Prozent zu. RENDER spielte dabei eine zentrale Rolle.
Auf den ersten Blick wirkt die Rallye überzeugend. Der Kurs stieg schnell, das Momentum kehrte zurück und der Kapitalfluss verbesserte sich. Schaut man sich die Daten aber genauer an, wird das Bild komplizierter.
SponsoredRender-Kurs steigt – hält der Abwärtstrend trotzdem weiter an?
Trotz der starken Erholung handelt der Kurs von RENDER weiterhin in einem fallenden Kanal, der seit Anfang Oktober besteht. Ein fallender Kanal entsteht, wenn der Kurs mit der Zeit niedrigere Hochpunkte erreicht. Das zeigt, dass die Verkäufer noch immer die Kontrolle über den Trend haben.
Die letzte Rallye brachte RENDER an den oberen Rand dieses Kanals. Trotzdem schaffte es der Kurs nicht, diese Begrenzung zu durchbrechen. Auffällig ist, dass diese Ablehnung passierte, obwohl die Trendlinie nur zwei deutliche Berührungspunkte hatte und damit eigentlich eine schwache Widerstandszone darstellt. Dennoch konnten Verkäufer die Zone verteidigen.
Man sieht diese Ablehnung direkt an den Kerzen. In den letzten Tageskerzen sind lange obere Dochte zu erkennen, was auf Verkaufsdruck hindeutet. Käufer haben den Preis nach oben gedrückt, aber Verkäufer haben nahe am Widerstand schnell reagiert und den Kurs wieder gesenkt. Solche Muster kommen oft vor, wenn eine Rallye auf strukturellen Widerstand trifft.
Auch der Kapitalfluss belegt, dass es keine schwache Bewegung war. Der Chaikin Money Flow (CMF) misst, ob Geld in einen Vermögenswert fließt oder abgezogen wird. Der CMF stieg an, während der Kurs von RENDER zwischen Oktober und Anfang Januar gefallen ist. Das zeigt, dass sich während des Abwärtstrends trotzdem Käufer angesammelt haben.
Als der Kurs nach oben ausbrach, hat auch der CMF seinen fallenden Trend überwunden und notiert jetzt wieder oberhalb von Null. Das zeigt, dass echte Kapitalunterstützung für die Rallye vorhanden war. Trotzdem reichte dieses Kapital nicht aus, um den bärischen Kanal zu durchbrechen.
Kurz gesagt: RENDER stieg mit Unterstützung, aber nicht stark genug, um den übergeordneten Abwärtstrend zu beenden.
Sponsored SponsoredKaufdruck lässt nach: Warnsignale beim Momentum
Die nächste Risikoschicht liegt nicht direkt im Kurschart, erklärt aber die langen oberen Dochte: Veränderungen im Exchange Flow Balance.
Der Exchange Flow Balance zeigt, wie viele Token von den Börsen abgezogen werden. Hohe Abflüsse bedeuten meist, dass viele kaufen und langfristig halten wollen. Sinken die Abflüsse, kann das auf weniger Nachfrage oder mehr Gewinnmitnahmen hindeuten.
In den letzten 24 Stunden sind die Abflüsse bei RENDER von etwa 203.000 Token auf rund 49.000 Token gefallen. Das ist ein Rückgang von 76 Prozent. Genau in diesem Moment erreichte der Kurs den Widerstand, das zeigt also eine deutlich schwächere Nachfrage.
Gleichzeitig machen Momentum-Indikatoren vorsichtig.
Der Relative Strength Index (RSI) misst, wie stark das Momentum ist. Aktuell bildet er ein höheres Hoch, während der RENDER-Kurs fast ein tieferes Hoch ausbildet. Diese Konstellation nennt sich versteckte bärische Divergenz und kann bedeuten, dass das Momentum nachlässt, obwohl der Kurs noch hoch steht.
Noch ist diese Divergenz nicht bestätigt. Sie gilt erst als bestätigt, wenn die nächste Tageskerze unter 2,48 USD schließt. In dem Fall wäre das tiefere Hoch festgelegt. Das würde zeigen, dass die Rallye eher schwächer wird, statt stärker.
Sinkende Nachfrage und schwächeres Momentum erklären also, warum der RENDER-Kurs trotz der letzten Gewinne am Widerstand scheiterte.
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Wo Trendwiderstand und Momentum-Signale aufeinander treffen, sind die Kursniveaus bei Render nun wichtiger als Indikatoren.
Für einen bullischen Ausblick muss RENDER einen klaren Tagesschluss über 2,56 USD schaffen. Erst dann wäre der fallende Kanal gebrochen und der Weg Richtung 2,93 USD offen. Nur darüber würde sich die übergeordnete Struktur in Richtung bullisch ändern.
Sollten sich die bärischen Anzeichen durchsetzen, steigt das Risiko für fallende Kurse schnell. Die erste Unterstützung liegt bei etwa 2,05 USD, was etwa 14 Prozent Rückgang bedeuten würde. Eine stärkere Korrektur könnte den Kurs auf 1,80 USD oder sogar auf 1,59 USD bringen.
RENDER sorgt zwar für eine starke KI-Rallye, wie du hier sehen kannst, jedoch zeigt das Chart, dass der Aufschwung an einem wichtigen Punkt steht. Der Start der Rallye wurde durch Kapitalzufluss ermöglicht. Jetzt müssen zudem Schwung und Nachfrage weiter anhalten.
Ob der Kurs weiter steigen kann, hängt nicht davon ab, wie schnell RENDER gestiegen ist, sondern ob es der Coin schafft, den seit Monaten bestehenden Abwärtstrend endlich zu durchbrechen.