Dash (DASH) ist nach Marktkapitalisierung die drittgrößte Privacy-Coin nach XMR und ZEC. Der Coin steht aktuell vor mehreren Risiken, die viele Inhaber vielleicht übersehen. Positive Gespräche über Privacy-Coins sind gerade sehr präsent in der Community. Dadurch könnten diese Warnsignale verdeckt werden.
Diese Hinweise können wichtige Warnungen sein. Sie wiederholen oft Muster aus der Vergangenheit. Das kann für Inhaber von DASH Verluste bringen.
SponsoredDASH: Ruhezeiten der Coins deuten auf Verteilungsphase hin
Zuerst gab es im November 2025 eine Welle der Reaktivierung von lang ruhenden DASH-Coins. Das zeigt, dass sich das Verhalten der Inhaber ändert. Solche großen Reaktivierungen sieht man oft, wenn frühe Investoren und langfristige Inhaber Coins in der Nähe eines Markt-Hochs verteilen.
Das „Coin Days Destroyed“ (CDD) misst dieses Verhalten. Es multipliziert die Zahl der Coins mit der Zeit, die sie inaktiv waren. Wenn dieser Wert plötzlich steigt, kommen besonders viele ältere Coins zurück in den Umlauf.
In der Vergangenheit gab es große CDD-Anstiege oft direkt an wichtigen Hochpunkten auf dem Markt für Kryptowährungen.
Sponsored Sponsored„DASH – lang ruhende Coins wurden im November stark reaktiviert; seitdem ist die Aktivität wieder gesunken. In der Vergangenheit tauchten große Bewegungen von lange inaktiven Coins oft an Zyklushochs auf“, sagte João Wedson.
Die weiter sinkende Aktivität heißt allerdings nicht, dass das Risiko kleiner wird. Phasen, in denen verteilt wird, dauern häufig mehrere Wochen oder sogar Monate und nicht nur wenige Tage. Dadurch können große Inhaber unauffällig ihre Coins verkaufen. Mit der Zeit entsteht dann allerdings ein hoher Verkaufsdruck auf den Kurs.
Anteil der DASH-Whales erreicht Rekordhoch
Das zweite Risiko ist die wachsende Konzentration der Coins. Die 100 reichsten DASH-Wallets kontrollieren jetzt mehr als 41 Prozent der gesamten Coins. Das ist laut Bitinfocharts der höchste Wert seit über zehn Jahren.
Die Charts zeigen: Dieser Anteil stieg stetig von 15,5 Prozent, was beim DASH-Allzeithoch im Dezember 2017 gemessen wurde.
Sponsored SponsoredEine hohe Konzentration kann für Stabilität sorgen, wenn große Investoren Vertrauen haben. Sie können stärkere Kursschwankungen abfedern und langfristig investieren.
Allerdings kommt mit solcher Konzentration auch ein großes Risiko. Wenn nur wenige Adressen viele Coins besitzen, können ihre Handlungen den Markt stark beeinflussen. Wenn Wale — also große Inhaber — gemeinsam oder einzeln verkaufen, kann das die Orderbücher überlasten. Es kann folglich zu schnellen Kursstürzen kommen, die bis in die Derivatemärkte reichen.
Open Interest auf Rekordhoch – Drohen jetzt Liquidationen?
Das dritte Risiko ist der rasante Anstieg des offenen Interesses (Open Interest) an DASH im Derivatemarkt.
SponsoredZwar wird DASH derzeit nur für etwa die Hälfte des November-Kurses gehandelt, also in der Nähe von 150 USD, aber das Open Interest ist auf über 180 Mio. USD gestiegen. Das ist doppelt so viel wie im November und auch das höchste Level aller Zeiten für DASH.
Dieser Trend zeigt, dass Trader bei DASH aktuell extrem viel auf Pump handeln. Solche Situationen ermöglichen große Zwangsverkäufe (Liquidationen). Diese können oft auch auf den Spotmarkt überspringen.
Zudem zeigt ein aktueller Bericht von BeInCrypto, dass mehr Kapital zu Privacy-Coins mit niedrigerer Marktkapitalisierung fließt. Das deutet auf sinkende Erwartungen bei größeren Coins hin. Das kann für DASHs Kurs in diesem Monat zusätzliche Probleme bringen.