Samsung dementiert Gespräche über US-Listing, dennoch deuten Schätzungen auf 32 Milliarden USD

  • Samsung weist Bloomberg-Bericht über mögliche US-Notierung durch ADRs zurück
  • SK Hynix: 26,5 Milliarden USD Rekord, siebenfach überzeichnet, setzt vergangene Woche Maßstäbe
  • Zu denselben Bedingungen: Ein Samsung-ADR würde mit rund 32 Milliarden USD einen neuen Rekord aufstellen
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Samsung Electronics hat am Dienstag, 14. Juli, einen Bloomberg-Bericht zurückgewiesen, der von ersten Gesprächen mit Banken über eine Notierung in den USA berichtet hatte. „Samsung Electronics prüft nicht die Möglichkeit, American Depositary Receipts auszugeben”, sagte ein Sprecher.

Diese Zurückweisung beendet die Diskussion jedoch nicht. SK Hynix hat vergangene Woche in New York mit 26,5 Milliarden USD einen Rekord aufgestellt, und die gleichen Berechnungen für Samsung würden noch größere Summen ergeben.

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Der Bericht und die Zurückweisung

Bloomberg berichtete unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, dass Samsung mit mehreren Banken erste Gespräche über American Depositary Receipts (ADRs) geführt habe und die volatilen Speicher-Aktien beobachten wolle, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Dieselben Quellen sagten, Samsung habe die Idee bereits früher geprüft und dann wieder fallen gelassen.

Samsung widersprach innerhalb weniger Stunden. Das Unternehmen teilte Reuters mit, dass keine ADR-Ausgabe geprüft werde. In der eigenen Mitteilung an koreanische Medien erklärte Samsung, eine Notierung in den USA sei nie in Erwägung gezogen worden.

Solche Dementis können einen Bericht abschließen, aber nicht unbedingt alle Fragen beantworten. SK Hynix hat diese Frage vergangene Woche in New York beantwortet, und Samsung bleibt der einzige Konkurrent mit einer noch größeren Bilanz, um diese Frage anzugehen.

Das Muster, das SK Hynix gerade geschaffen hat

SK Hynix hat seine ADRs zu 149 USD platziert und dabei 26,5 Milliarden USD am 10. Juli eingesammelt. Das war die bislang größte US-Notierung eines ausländischen Unternehmens. Die Nachfrage war sehr stark, das Orderbuch war siebenfach überzeichnet, obwohl es beim KOSPI einen Rückgang gab.

Danach gab es Vor- und Nachteile. Die Aktie legte zum Start deutlich zu, verlor dann aber in Seoul 10%, als asiatische Chiphersteller diese Woche nachgaben.

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Samsungs Fall für eine Notierung
Samsungs Fall für eine Notierung: BeInCrypto x Naver

Samsung beobachtete all dies aus einer stärkeren Position, als viele annehmen.

Samsung hat laut RRG ein besseres Setup
Samsung hat laut RRG (Relative Rotation Graph) ein besseres Setup: Charlie Quant Lab

Die Aktien von Samsung haben dieses Jahr etwa 120% zugelegt, bei SK Hynix waren es 194%, aber der Börsenwert von Samsung ist größer: über 1,1 Billionen USD gegenüber rund 980 Milliarden USD, so NAVER Finance.

Was das „Was wäre wenn” wert ist

SK Hynix hat einen Anteil von etwa 2,9% seines Marktwerts verkauft. Wendet man das gleiche Verhältnis auf Samsung an, käme man auf etwa 32 Milliarden USD — genug, um den sechs Tage alten Rekord zu übertreffen.

Was-wäre-wenn-Rechnung für die Samsung-US-Notierung
Was-wäre-wenn-Rechnung für die Samsung-US-Notierung: BeInCrypto

Samsungs eigene Zahlen sprechen für sich. Drittquartalzahlen von NAVER zeigen ein operatives Gewinnwachstum von 185%, bei SK Hynix waren es 96%. Und das bei weniger als der Hälfte des Kurs-Buchwert-Verhältnisses. Zusätzlich prognostizierte Samsung vergangene Woche einen 19-fachen Gewinnanstieg.

Einfach gesagt, Samsungs Gewinne wachsen doppelt so schnell. Dennoch kostet die Aktie nur halb so viel pro Dollar, den das Unternehmen besitzt. US-Investoren würde also ein schneller wachsendes Unternehmen zu einem günstigeren Preis angeboten.

Auch ausländische Investoren haben noch Spielraum. Sie halten 46,6% an Samsung, bei SK Hynix sind es 49,8%. In den vergangenen zwei Wochen hat Samsung sich zudem besser gehalten als SK Hynix und der US-Halbleiterindex bei der jüngsten Korrektur.

Drittquartal-Vergleich
Drittquartal-Vergleich: BeInCrypto

Diese Lücke ist für eine Notierung relevant. Das globale Kapital, das SK Hynix wollte, hält den Großteil der Aktien bereits, während bei Samsung noch Platz im Regal ist.

Die vergangenen Wochen zeigen aber auch, warum Samsung zögert. Die Aktie verlor trotz Gewinnsprung über 6% innerhalb einer Woche, und auch SK Hynix rutschte nach dem Börsendebüt ab. Im letzten Monat fielen beide Unternehmen wegen ihrer Chip-Investitionspläne, zusammen gut 1,3 Billionen USD für das kommende Jahrzehnt. Neue Kapazitäten könnten damit auf die Speicherpreise drücken.

Eine echte Antwort würde zuerst als Bericht bei der Korea Exchange veröffentlicht werden. Solange das nicht passiert, bleibt das Was-wäre-wenn ein Szenario, und dieses Szenario ist jetzt mehr wert als der Rekord.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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