SBI Holdings-Chef Yoshitaka Kitao hat bestätigt, dass der japanische Finanzdienstleister eine Beteiligung an Ripple Labs hält. Damit hat er Spekulationen über den Umgang des Unternehmens mit XRP ausgeräumt.
Diese Aussage folgt auf Äußerungen von Ripple-CEO Brad Garlinghouse. Er meinte, die Firma habe die „Chance“, ein Unternehmen im Wert von 1 Billion USD zu werden.
SponsoredSBI Holdings-Chef räumt mit XRP-Gerüchten auf
Kitao ging auf umlaufende Behauptungen ein, SBI halte direkt XRP-Token im Wert von 10 Mrd. USD. Er wies diese Annahmen zurück und stellte klar, dass sich das Engagement nicht auf XRP bezieht, sondern auf Ripple Labs. Laut Kitao besitzt SBI rund neun Prozent Anteile an Ripple.
„Nicht 10 Mrd. USD in XRP, sondern rund neun Prozent an Ripple Labs. Unser verstecktes Vermögen könnte also deutlich größer sein“, sagte er. „Bezieht man die Gesamtbewertung von Ripple Labs ein, also auch das Ökosystem, das Ripple geschaffen hat, wäre das gewaltig. SBI besitzt mehr als neun Prozent davon.“
SBI ist ein langjähriger strategischer Partner von Ripple. Das Unternehmen stärkte die Verbreitung von Blockchain-basierten Zahlungslösungen in Asien, unter anderem durch Joint Ventures und Projekte zur Finanzinfrastruktur.
Im November 2025 stieg die Bewertung von Ripple auf 40 Mrd. USD. Das geschah nach einer Finanzierungsrunde von 500 Mio. USD, die von Fonds der Fortress Investment Group und Citadel Securities angeführt wurde.
Auf Basis dieser Bewertung wären neun Prozent an Ripple Labs ungefähr 3,6 Mrd. USD wert. Sollte die Bewertung von Ripple aber stark steigen, etwa entsprechend Garlinghouses langfristigem Ziel von 1 Billion USD, könnte auch der Wert von SBIs Anteil entsprechend wachsen.
Ripple-CEO peilt die 1-Bio.-USD-Marke an
Während des Community Day auf X sagte Garlinghouse, dass eine Krypto-Firma irgendwann den Wert von 1 Billion USD erreichen wird. Sie könnte dann zu Unternehmen wie Nvidia, Apple, Alphabet und Microsoft aufschließen.
Sponsored„Es wird ein Krypto-Unternehmen im Wert von 1 Billion USD geben. Daran zweifle ich keine Sekunde. Ich denke, Ripple hat die Möglichkeit, das zu schaffen – wenn wir in Zusammenarbeit mit dem gesamten XRP-Ökosystem die richtigen Dinge tun. Vielleicht gibt es sogar mehrere davon“, sagte er.
Garlinghouse betonte, dass Ripple erfolgreich sein will. Allerdings gehe die Mission über den reinen Firmenerfolg hinaus.
Er erklärte, dass Ripples „Existenzgrund darin besteht, Erfolg rund um XRP und das gesamte Ökosystem aufzubauen“. XRP bezeichnete er dabei als Ripples „Nordstern“.
„Wir werden weiterhin Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die unsere Kunden lieben und für die sie auch bezahlen. Damit machen wir Ripple erfolgreich, aber das passiert alles im Dienste des gesamten XRP-Ökosystems“, fügte er hinzu.
Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem XRP mit Marktschwierigkeiten kämpft. Daten von BeInCrypto Markets zeigen, dass der Altcoin in den vergangenen 24 Stunden um 7,8 Prozent gefallen ist. Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der Kurs bei 1,47 USD.
Trotz Ripples Fokus auf XRP sowie aktuellen Netzwerk-Neuerungen und Erweiterungen des Ökosystems zeigte sich bislang kein deutlicher Preisausbruch.
Langfristig könnten eine wachsende Community und stärkere institutionelle Einbindung zu mehr Wertsteigerung und breiterer Akzeptanz führen. Für den Moment bleibt XRP jedoch zu großen Teilen von allgemeinen Marktbedingungen abhängig.