Die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) und die US-Rohstoffaufsicht CFTC (Commodity Futures Trading Commission) wollen nächste Woche gemeinsam neue Regeln für Krypto vorstellen.
SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Chef Mike Selig führen ein seltenes gemeinsames öffentliches Treffen an. Sie wollen ihre Zusammenarbeit abstimmen und Präsident Donald Trumps Ziel unterstützen, die USA zum Krypto-Zentrum der Welt zu machen.
SponsoredSEC und CFTC bündeln Kräfte: Neue Initiative stärkt Krypto-Standort USA
Die Veranstaltung heißt „Harmonisierung, US-Finanzführung im Krypto-Zeitalter“ und findet am Dienstag, dem 27. Januar, von zehn bis elf Uhr morgens (Ortszeit) im Hauptsitz der CFTC in Washington, D.C., statt.
Jede Person kann die Veranstaltung besuchen, zudem gibt es einen Livestream. Das zeigt: Es gibt bewusst mehr Offenheit und bessere Zusammenarbeit, nachdem es jahrelang Streit zwischen den Behörden gegeben hatte. SEC-Chef Atkins nennt das Treffen eine direkte Antwort auf die Politik von Präsident Trump.
„Ich freue mich darauf, nächste Woche gemeinsam mit Mike Selig (CFTC-Chef) bei unserer SEC- und CFTC-Veranstaltung über die Zusammenarbeit zwischen unseren Behörden zu sprechen“, sagte er. „Gemeinsam werden wir zeigen, wie wir daran arbeiten, Präsident Trumps Versprechen zu erfüllen, die USA zum Krypto-Zentrum der Welt zu machen.“
Auch Selig sagte, dass die beiden Behörden zusammenarbeiten, statt miteinander zu konkurrieren.
Sponsored Sponsored„Die CFTC und SEC arbeiten gemeinsam daran, Präsident Trumps Vorstellung umzusetzen und die USA zur Krypto-Hauptstadt der Welt zu machen“, sagte er und ergänzte, dass sie „unseren Plan für US-Finanzführung im Krypto-Zeitalter“ vorstellen werden.
Der gemeinsame Auftritt zeigt, dass die beiden Behörden nach jahrelanger Konkurrenz um die Aufsicht bei digitalen Vermögenswerten nun verstärkt zusammenarbeiten.
Bisher war es so: Die SEC kontrollierte die Wertpapiermärkte nach sehr alten Regeln. Die CFTC regulierte Rohstoffe und Derivate. Krypto liegt oft irgendwo dazwischen. Das führte unter anderem zu:
- Überschneidenden Durchgreifen der Behörden
- Unklarheit bei den Regeln und
- Ständiger Kritik aus der Branche wegen „Regulierung durch Strafmaßnahmen“.
Gemeinsame Regeln von SEC und CFTC: Neue Klarheit für Krypto in den USA
Das Treffen im Januar baut auf früheren Versuchen zur Zusammenarbeit auf, die 2025 gestartet wurden. Dazu gehörte auch eine gemeinsame SEC–CFTC-Runde zur Harmonisierung.
Die Community versteht diese Treffen als das Ende der langen „Revierkämpfe“ der Behörden. Seitdem betonen beide Behörden immer mehr, dass sie zusammenarbeiten wollen, gerade weil der Kongress zurzeit Gesetze wie das CLARITY-Gesetz vorantreibt, die die jeweiligen Aufsichtsbereiche klären sollen.
Laut SEC wird es in der anstehenden Sitzung um „Harmonisierung und US-Finanzführung im Krypto-Zeitalter“ gehen. Beide Chefs werden kurze Eröffnungsworte sprechen, danach folgt eine moderierte Diskussion. Die Krypto-Amerika-Podcasterin Eleanor Terrett leitet das Gespräch.
Inhaltlich wird wohl über klarere Regeln für Spot-Kryptomärkte, DeFi, tokenisierte Vermögenswerte, unbefristete Verträge und den Handel rund um die Uhr gesprochen. Genau in diesen Bereichen gab es bisher kaum klare Regeln, deshalb wanderten viele Innovationen ins Ausland ab.
SponsoredBessere Übersicht und Zusammenarbeit zwischen SEC und CFTC kann unter anderem:
- die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften senken,
- mehr große Firmen anziehen und
- es Firmen leichter machen, neue Produkte in den USA und nicht im Ausland zu starten.
Das sieht die Community als bullische Entwicklung unter einer besonders krypto-freundlichen Regierung.
Auch wenn während der einstündigen Sitzung keine neuen Regeln verkündet werden, zeigt schon dieses gemeinsame Auftreten einen echten Wendepunkt.