SIREN wird derzeit zu 1,04 USD gehandelt, das sind 36,93% weniger als am Vortag. Am 26. März lag der Kurs nahe bei 1,67 USD. Der Token hat in weniger als 24 Stunden etwa die Hälfte seines Werts verloren.
Die Ursache für die hohe Volatilität ist kein einzelnes Ereignis, sondern eine Kombination aus gehebelten Positionen, erzwungenen Liquidationen und Unsicherheit bei Investoren. Dadurch ist SIREN in dieser Woche rein zu einem Spekulationsobjekt geworden.
Der Coinglass-Liquidations-Chart für SIREN zeigt den Verlauf von Ende September 2025 bis zum 27. März 2026. Der Chart bleibt bis zum 22. März weitgehend flach, bis ein einzelner Balken Liquidationen in Höhe von 31,44 Millionen USD auf der Short-Seite anzeigt.
Dieses Ereignis übertrifft alle vorherigen Liquidationen in der Geschichte des Tokens um ein Vielfaches. Der bisherige Höchstwert lag bei 5,5 Millionen USD.
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Durch dieses Ungleichgewicht kam es in wenigen Stunden zu einem starken Anstieg von 1,00 USD auf über 2,50 USD. Danach erfolgte ein ebenso starker Rückgang. Trader, die bei ihren Shorts Verluste machten, versuchten dann, von Long-Positionen zu profitieren, erlitten jedoch denselben Verlust, als sich der Kurs erneut umkehrte.
Jede Kursbewegung wird jetzt durch erzwungene Schließungen und nicht durch organische Kauf- oder Verkauf-Überzeugung ausgelöst. Das führt zu einem Kreislauf, der die extremen Tagesschwankungen im Chart zwischen dem 22. und 27. März erklärt.
SIREN im Fokus von Shortsellern
Die Liquidationskarte zeigt, dass für die nächste Kursbewegung das kumulierte Short-Liquidations-Leverage deutlich über dem aktuellen Kurs ansteigt. Bei 2,11 USD erreicht das gesamte Short-Liquidations-Leverage 5,23 Millionen USD.
Das gesamte Short-Liquidations-Exposure zwischen SIRENs aktuellem Kurs und 2,73 USD beträgt etwa 9 Millionen USD über alle Leverage-Stufen hinweg.
Dadurch entsteht eine technische Ausgangslage, die dem Muster vom 22. März ähnelt. Erreicht der Kurs 2,11 USD, werden Shorts im Wert von 5,23 Millionen USD zwangsliquidiert, was den Kurs weiter steigen lassen würde.
Diese Bewegung würde anschließend weitere 3,77 Millionen USD an Short-Leverage oberhalb von 2,11 USD bis 2,50 USD auslösen. Allerdings stellen sich viele Investoren, die diese Dynamik bereits in dieser Woche erlebt haben, die Frage, ob genug Kaufdruck besteht, um den Kurs überhaupt auf 2,11 USD zu bringen.
SIREN-Investoren kaufen Rücksetzer, verkaufen beim nächsten Anstieg
SIRENs Halterstruktur besteht überwiegend aus kurzfristigen Teilnehmern und weniger aus langfristig engagierten Investoren. An den Börsen wurde der Bestand auf 69 Millionen SIREN infolge von Abflüssen in den vergangenen 24 Stunden reduziert.
Um 5:00 Uhr am 27. März lag der Token-Kurs bei 1,67 USD und der Bestand an den Börsen bei 71,26 Millionen SIREN, was 9,79% des Angebots entspricht. Bis 9:00 Uhr fiel der Kurs auf 1,10 USD und der Börsenbestand verringerte sich auf 69 Millionen.
Das bedeutet, dass etwa 2 Millionen SIREN außerhalb der Börsen gekauft wurden, während der Kurs fiel. Diese Käufer akkumulieren jedoch nicht langfristig, sondern planen, beim nächsten Kursanstieg wieder zu verkaufen.
Der Chart zeigt, dass 1,00 und 2,00 USD die zwei psychologischen Marken sind, zwischen denen sich der Kurs aktuell bewegt. Unterhalb von 1,00 USD liegt die nächste sichtbare Unterstützung bei 0,46 USD.
Oberhalb von 2,00 USD ist die Short-Liquidationszone bei 2,11 USD der entscheidende Auslöser. Solange der breitere Markt keinen eindeutigen Impuls liefert, um diese enge Spanne aufzulösen, wird SIREN weiter zwischen diesen beiden Marken schwanken. Grund dafür ist, dass Trader auf beiden Seiten von den erzwungenen Liquidationen profitieren.