Zurück

Software-Aktien fallen wegen KI-Sorgen – Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?

Bevorzugen Sie uns auf Google
author avatar

Geschrieben von
Kamina Bashir

editor avatar

Redigiert von
Phil Haunhorst

24 Februar 2026 11:45 CET
  • KI-Entwicklungen sorgen für starke Kursschwankungen bei Cybersecurity- und Tech-Aktien
  • Große Unternehmen verlieren deutlich an Marktwert – Sorgen um KI verunsichern Anleger
  • Anhaltende Tech-Schwäche könnte Bitcoin-Kurs und gesamten Krypto-Markt belasten
Promo

Software-Aktien haben derzeit große Probleme an den Märkten, da viele Anleger befürchten, dass Künstliche Intelligenz diese Unternehmen stören könnte.

Auch die allgemeine Schwäche am Aktienmarkt bereitet vielen Sorgen für Bitcoin (BTC). Der Bitcoin-Kurs folgt häufig den Software-Aktien.

Gesponsert
Gesponsert

Warum fallen Software-Aktien?

Laut dem Global Markets Investor ist das iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV) im Februar um 15 % gefallen. Damit steuert es auf das schlechteste Monatsergebnis seit 2008 zu. Das ETF testet jetzt die Tiefs von April 2025 und liegt ungefähr 35 % unter dem Höchststand.

„Software-Aktien erleben ihren schlechtesten Monat seit der Großen Finanzkrise”, hieß es in dem Beitrag.

Künstliche Intelligenz steht im Zentrum des Rückgangs. Anleger verkaufen Aktien von Unternehmen, die durch neue KI-Tools bedroht sein könnten. Zwei wichtige Ereignisse in den letzten Tagen haben die Abwärtsbewegung noch verstärkt.

Am 20. Februar stellte Anthropic „Claude Code Security“ vor – eine neue Funktion, die in Claude Code integriert wurde. Das Tool prüft Code auf Sicherheitslücken und schlägt passende Lösungen vor. Dadurch sollen Probleme gefunden und gelöst werden, die anderen Sicherheitstools oft entgehen.

Die Ankündigung führte zu sofortigen Reaktionen bei Cybersecurity-Aktien. Laut The Kobeissi Letter verlor CrowdStrike 20 Mrd. USD an Marktwert in nur zwei Handelstagen. Auch IBM-Aktien fielen um mehr als 10 %.

Gesponsert
Gesponsert

„Der Ausverkauf der Software-Aktien setzt sich fort. Besonders Cybersecurity-Aktien sind nach der Veröffentlichung von Anthropics Claude Code Security stark gefallen, weil viele glauben, dass diese neue Funktion die Branche verändert. Es gibt also kein sicheres Versteck bei Software-Aktien. Sogar der Goldman Sachs Korb von angeblich KI-sicheren Software-Aktien kam zuletzt stark unter Druck”, sagte Holger Zschaepitz, leitender Redakteur für Wirtschaft und Finanzen bei der deutschen Zeitung Die Welt und der Sonntagsausgabe Welt am Sonntag.

Der Druck stieg diese Woche erneut, nachdem Citrini Research einen Bericht veröffentlicht hatte. In diesem Bericht wird ein mögliches Szenario entworfen, bei dem im Juni 2028 KI durch Automatisierung die Gewinne der Unternehmen steigert.

Zugleich rechnet der Bericht mit starken Einschnitten bei Bürojobs, einer schwächeren Verbrauchernachfrage, mehr Kreditausfällen und weiteren wirtschaftlichen Problemen.

„Was folgt, ist ein Szenario, keine Vorhersage. Der einzige Zweck dieses Berichts ist es, eine Möglichkeit darzustellen, die bisher kaum beachtet wurde. Wir hoffen, dass man sich nach dem Lesen besser auf mögliche Risiken einstellen kann, wenn KI die Wirtschaft immer mehr verändert”, heißt es im Bericht.

Nach Veröffentlichung dieses Berichts fielen die Kurse von Lieferdienst-, Zahlungs– und Softwareunternehmen.

Steigende Tech-Volatilität setzt Bitcoin-Kurs unter Druck

Die Auswirkungen betreffen nicht nur den klassischen Aktienmarkt. Grayscale stellte fest, dass der Bitcoin-Kurs zuletzt dem Verlauf der US-Software-Aktien sehr stark ähnelt.

Viele Marktteilnehmer betonten die Verbindung zwischen US-Software-Aktien und Bitcoin. Das zeigt, dass sich Bitcoin manchmal wie ein sehr risikoreicher Teil der Tech-Branche verhält und nicht immer als Absicherung dient.

Wenn die Software-Aktien also weiter schwach sind, kann auch Bitcoin unter Druck bleiben. Schwäche bei Wachstumsaktien führt oft zu schwierigeren Finanzbedingungen, geringerem Vermögen, höheren Risiken am Aktienmarkt, mehr Schwankungen und dazu, dass viele ihre risikoreichen Anlagen – wie Kryptowährungen – verkaufen.

Es ist jedoch möglich, dass sich die Entwicklung trennt. Wenn Anleger Bitcoin als Schutz vor Problemen durch KI im Arbeitsmarkt, Geldentwertung oder als Alternative bei politischen Eingriffen wie umfangreichen Finanzhilfen sehen, könnte die enge Verbindung zu den Software-Aktien geringer werden.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

Gesponsert
Gesponsert