Solana befindet sich in einer Korrekturphase, nachdem es den jüngsten Anstieg nicht festigen konnte. Der Token erreichte am 8. Februar ein Hoch nahe 88 USD, fiel danach aber stetig zurück. Seitdem ist der Solana-Kurs fast 10 Prozent gefallen und der Verkaufsdruck stieg in den letzten 24 Stunden weiter an.
Dieser Rückgang zeigt zwar noch keine vollständige Trendumkehr, dennoch deuten technische und On-Chain-Daten darauf hin, dass die aktuelle Korrektur von einer schwachen Marktbeteiligung geprägt ist. Da kurzfristige Trader jetzt aktiv sind, ist Solana stark auf Käufer im Bereich von 75 USD angewiesen, um größere Verluste zu verhindern. Die Frage ist, ob das spekulative Kapital, das oft schnell abzieht, wirklich das wichtige Unterstützungsniveau halten kann.
SponsoredVerborgene bärische Divergenz und Exchange-Flows sorgen für Rücksetzer
Das erste Warnsignal war im 12-Stunden-Chart vor einigen Handelssitzungen zu sehen.
Zwischen dem 6. Februar und dem 8. Februar hat Solana ein niedrigeres Hoch nahe 88 USD gebildet. Gleichzeitig zeigte der Relative Strength Index (RSI) ein höheres Hoch. Der RSI misst die Dynamik, indem er die Stärke von Käufen und Verkäufen beobachtet. Wenn der Kurs ein niedrigeres Hoch ausbildet, während der RSI ein höheres Hoch anzeigt, spricht man von einer versteckten bärischen Divergenz. Dieses Muster deutet auf eine nachlassende Dynamik im Hintergrund hin, auch wenn der Kurs zunächst stabil erscheint.
Kurz nachdem diese Divergenz entstanden ist, hat der SOL-Kurs begonnen, zurückzugehen.
Der Verkaufsdruck nahm zu, als sich die Ströme zu den Börsen deutlich veränderten. Der Exchange Net Position Change misst, ob Coins innerhalb von dreißig Tagen an oder von Börsen transferiert werden. Wird dieser Wert positiv, heißt das, es werden mehr Token bei Börsen eingezahlt und könnten somit verkauft werden.
Am 9. Februar zeigten die Daten einen Nettoabfluss von etwa −538.878 SOL. Das bedeutete damals Kaufdruck. Doch bereits am 10. Februar drehte sich der Wert auf einen Nettozufluss von etwa +245.691 SOL. Dieser plötzliche Wechsel signalisierte, dass die Verkaufsaktivität zunahm.
Diese Entwicklung erklärt, warum Solana in den letzten 24 Stunden um über 4 Prozent gefallen ist und nach dem 8. Februar weiter geschwächt wurde. Technische Schwäche und steigende Einzahlungen auf die Börsen haben die Korrektur beschleunigt.
Sponsored SponsoredKurzfristige Käufer nehmen das Angebot auf
Obwohl die Einzahlungen bei Börsen steigen, verkaufen nicht alle Markteilnehmer. Allerdings ist die aktuelle Gruppe an Käufern ein Grund zur Sorge.
Die HODL Waves Daten zeigen, dass die Gruppe, die Token zwischen einem Tag und einer Woche hält, ihren Anteil am Gesamtangebot erhöht hat. Diese Wallets gehören zu sehr kurzfristigen Tradern, die häufig bei Rückgängen einsteigen, aber auch schnell wieder verkaufen. Der HODL Waves-Indikator teilt Wallets je nach Haltezeit auf.
Seit dem 8. Februar stieg der Anteil dieser Gruppe von etwa 5,39 Prozent auf 6,81 Prozent. Das ist ein starker Anstieg spekulativer Aktivitäten.
Diese Gruppe konnte in der Vergangenheit selten dauerhaft Unterstützung bieten. Zum Beispiel hielten kurzfristige Halter am 27. Januar rund 5,26 Prozent des Angebots als SOL bei etwa 127 USD gehandelt wurde. Schon am 30. Januar ging ihr Anteil nach Verkäufen auf 4,31 Prozent zurück und der Kurs fiel um etwa 8 Prozent. Ein ähnliches Verhalten zeigt sich nun wieder.
SponsoredDas verdeutlicht, dass die aktuellen Käufer des Rückgangs eher reaktive Trader sind.
Gleichzeitig deutet die Profit- und Loss-Statistik auf einen geringen Anreiz zum sofortigen Verkauf hin. Net Unrealized Profit/Loss (NUPL) für kurzfristige Halter bleibt weiter im Kapitulationsbereich. NUPL vergleicht den aktuellen Solana-Kurs mit dem durchschnittlichen Kaufpreis und zeigt, ob Halter im Gewinn oder Verlust sind.
Am 5. Februar lag der kurzfristige NUPL bei etwa −0,95, was auf große Verluste hindeutet. Beim anschließenden Anstieg besserte sich der Wert auf −0,69, fiel danach nach dem erneuten Rückgang aber wieder auf etwa −0,76. Das zeigt, dass viele der letzten Käufer weiterhin im Minus stehen und vermutlich zögern werden, direkt zu verkaufen.
Das erklärt, warum kurzfristige Halter momentan nicht verkaufen und als wichtige Stütze gelten. Das heißt aber nicht, dass sie den Kurs bei weiteren Verlusten verteidigen oder dauerhaft halten werden.
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Da vor allem spekulativ gekauft wird, ist die Struktur des Solana-Kurses gerade sehr wichtig.
Der Kurs von Solana hat bereits die Widerstandszone bei rund 89 USD verloren. Die nächste wichtige Unterstützung liegt bei etwa 75 USD. Diese Zone ist psychologisch bedeutend und könnte kurzzeitig den Kurs für neue Käufer bestimmen. Zudem liegt sie in der Nähe eines Bereichs, in dem Käufer nach der Korrektur am 6. Februar vermutlich wieder verstärkt eingestiegen sind.
Wenn Solana über 75 USD bleibt, könnten kurzfristige Trader weiterhin ihre Positionen verteidigen und den Kurs stabil halten. Allerdings ist diese Unterstützung schwach, da kein starker langfristiger Kaufdruck besteht.
Schließt eine 12-Stunden-Kerze klar unter 75 USD, könnte das eine neue Verkaufswelle auslösen. Viele neue Käufer wären dann tiefer im Minus, was die Angst im Markt steigen lässt. Sollte die 75-USD-Unterstützung nicht halten, könnten kurzfristig sogar Kurse bei 66 USD und 59 USD folgen.
Auf der anderen Seite bleibt eine Erholung schwierig. Solana muss zunächst wieder die 89 USD zurückgewinnen, um neuen Schwung zu bekommen.
Deutlich besser wird die charttechnische Lage erst oberhalb von 106 USD.