Der Kurs von Solana (SOL) baut gerade dasselbe Chartmuster auf, das ihn Anfang des Jahres bereits etwa 21% nach unten gedrückt hat. Jetzt taucht es direkt bei 74 USD wieder auf.
Diesmal sieht die Struktur jedoch schwächer und weniger symmetrisch aus. Zudem geben On-Chain-Daten eine Warnung, die es im Frühjahr nicht gab. Die nächsten Sessions entscheiden, ob Käufer die Serie durchbrechen können.
Solanas Doppel-Top kehrt bei abnehmendem Volumen zurück
Beim Kurs von Solana bildet sich ein Doppel-Top aus. Das ist ein bärisches Muster, bei dem der Kurs zweimal ein ähnliches Hoch erreicht und sich danach nicht weiter steigert. Die Abwärtsbewegung dazwischen dient als Nackenlinie. Die beiden Hochs entstanden um den 15. Juli und den 22. Juli, das Zwischentief an der Nackenlinie war etwa am 17. Juli.
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Das Muster entsteht bei sinkendem Kaufvolumen, was aus Sicht vieler Trader ein bärisches Signal ist. Grund dafür ist, dass weniger Käufer jeden Anstieg im Kurs abstützen. Ähnlich war es auch im Frühjahr: Das Doppel-Top entstand von Mitte März bis 11. Mai ebenfalls bei fallendem Volumen und zog einen Kursrückgang von etwa 21% nach sich.
Aus einer analytischen Perspektive liegt die Nackenlinie bei etwa 73 USD. Ein klarer Bruch würde einen Rückgang von rund 7% in den Bereich von 67 USD anzeigen. Das Risiko eines weiteren Kursrückgangs besteht, solange die Kursentwicklung von Solana unterhalb der 79-USD-Zone bleibt. Unterhalb von 79 USD bleibt die Gefahr weiterer Tops bestehen.
Die Veränderung der Netto-Token-Positionen an Börsen, also der Zu- und Abfluss von Token, zeigt, wie stark die Parallele zur Entwicklung im Frühjahr ist. Damals war der Wert besonders negativ, lag Mitte März bei etwa 8 Millionen SOL und entspannte sich bis 11. Mai auf rund 5,4 Millionen.
Aktuell bewegen sich bei diesem Top deutlich geringere Mengen: von etwa 0,2 Millionen SOL Mitte Juli bis rund 0,9 Millionen am 22. Juli. Die deutlich kleineren Werte deuten auf einen schwächeren Verkaufsdruck hin, was erklären könnte, warum das Muster weniger symmetrisch wirkt.
Die geringere Verkaufsbereitschaft oder eher das verstärkte Kaufen ist jedoch nur die halbe Geschichte.
Langfristige Halter weichen vom Muster aus dem Frühjahr ab
Die HODL Waves-Metrik zeigt, wie lange jede SOL-Einheit bereits nicht bewegt wurde. Besonders wichtig ist dabei der Bereich von einem bis zwei Jahren, da dieser die Überzeugung von Haltern misst, die auch bei Volatilität nicht verkaufen.
Im Frühjahr blieb der Anteil in dieser Bandbreite relativ stabil bei etwa 15,9%. Das zeigte, dass langfristige Halter in der Schwächephase nicht verkauften. Jetzt ist der Wert von circa 15,7% Mitte Juli auf 15,17% am 28. Juli gesunken.
Der stetige Rückgang legt nahe, dass diese Halter während der Ausbildung des Musters ihre Positionen verringern, was im Frühjahr nicht zu beobachten war. Offenbar reagieren sie damit auf die aktuelle Situation, statt sie zu antizipieren. Daher bleibt der Kurs maßgeblich für die weitere Entwicklung.
Solana-Kursmarken, die das Doppel-Top entscheiden
Der Solana-Kurs liegt jetzt bei etwa 73 USD, knapp über der Basis des Musters bei 72 USD. Ein Tagesschlusskurs unter dieser Marke würde das Doppel-Top bestätigen. Außerdem würde das die erwartete Bewegung von rund 7% nach unten in Richtung 67 USD anzeigen. Sollte der Verkaufsdruck anhalten, wäre auch die Unterstützung bei 60 USD möglich.
Für bullische Investoren bleibt das Risiko des Doppel-Tops bestehen, solange SOL unter 78,92 USD (der bereits erwähnten 79-USD-Zone) notiert. Ein Tagesschluss über 81 USD und idealerweise über 84 USD würde das Muster kurzfristig ungültig machen und den Spielraum für weitere Anstiege wieder öffnen.
Da dieses Muster weniger symmetrisch ist und bei geringeren Börsenflüssen entsteht, könnte ein Ausbruch nach unten weniger stark ausfallen als der Rückgang um 21% im Frühjahr. Dennoch bleibt das Risiko weiterer Kursverluste bestehen, weil die Unterstützung der langfristigen Halter schwächer wird. Daher hängt die Solana-Kurs-Prognose an einer entscheidenden Marke.
Der Bereich bei 72 bis 73 USD stellt die entscheidende Linie dar. Sie trennt ein gescheitertes Doppeltop von einem bestätigten Ausbruch nach unten in Richtung 67 USD.









