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Solana-Chef widerspricht Buterins „Ossification“-Plan – Ständige Upgrades versprochen

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Geschrieben von
Oluwapelumi Adejumo

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Redigiert von
Phil Haunhorst

19 Januar 2026 11:00 CET
  • Solana Labs-Chef Anatoly Yakovenko: Blockchains müssen sich ständig weiterentwickeln, um nicht zu veralten
  • Yakovenko präsentiert Solana als schnelle Chain mit ständigen Upgrades, dezentraler Community und KI-gestützter Entwicklung
  • Diese Sicht steht im Gegensatz zu Buterins Vision für Ethereum, das Protokoll nach Erreichen wichtiger technischer Meilensteine dauerhaft in einen selbstlaufenden Zustand zu versetzen.
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Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko hat erklärt, dass Blockchain-Protokolle sich ständig „weiterentwickeln“ müssen, um zu überleben.

Am 17. Januar hat Yakovenko auf der Social-Media-Plattform X geschrieben, dass das Fortbestehen eines Netzwerks eng mit seiner Fähigkeit zur Weiterentwicklung verbunden ist.

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Yakovenko: So verändert KI die Zukunft von Solana

Er meint, dass eine Blockchain nicht veralten darf. Dafür muss sie sich ständig verändern und an die Bedürfnisse von Entwicklern und Nutzern anpassen.

„Um nicht zu sterben, muss man immer nützlich sein. Das wichtigste Ziel von Protokoll-Änderungen sollte also sein, ein Problem für Entwickler oder Nutzer zu lösen. Das heißt aber nicht, jedes Problem zu lösen. Man muss sogar zu den meisten Problemen Nein sagen“, schrieb er.

Yakovenko beschreibt zudem eine Zukunft, in der Solana nicht mehr von einer einzelnen Person oder einem festen Kernteam abhängig ist. Stattdessen sollen Protokoll-Verbesserungen von einer vielfältigen und dezentralen Community ausgehen.

Interessant ist, dass Yakovenko meint, künstliche Intelligenz könnte zukünftig eine zentrale Rolle für die schnelle Entwicklung des Netzwerks spielen. KI könnte zum Beispiel bei der Verwaltung und beim Programmieren helfen.

„LLM kann eine SIMD-Spezifikation so exakt erstellen, dass LLM sicherstellen kann, dass sie vollständig und eindeutig ist und sie auch sofort umsetzen kann. Der einzige Engpass bleibt die Einigung und das Testen im Testnetz“, behauptete er.

Durch diesen Ansatz könnte sich das Netzwerk schneller und besser selbst anpassen, als es Teams aus Menschen allein schaffen könnten.

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Yakovenkos Aussagen sind zudem eine direkte Antwort auf eine neue Strategie von Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin.

Buterin hat zum Beispiel kürzlich das Konzept des „Walkaway-Tests“ vorgestellt. Damit meint er einen Zeitpunkt, an dem das Ethereum-Netzwerk dauerhaft ohne die ursprünglichen Entwickler weiterlaufen kann.

Nach dieser Vision soll Ethereum „versteinen“. Damit entsteht der Wert vor allem daraus, dass das Protokoll dauerhaft stabil bleibt und nicht mehr auf neue Funktionen setzt.

Buterin erkennt an, dass Ethereum sich kurzfristig weiterentwickeln muss. Trotzdem will er das Protokoll später festschreiben, sobald bestimmte technische Hürden geschafft sind.

Zu diesen Hürden zählen unter anderem vollständiger Schutz gegen Quantencomputer, ausreichende Skalierbarkeit und eine verlässliche Speicherstruktur.

Diese unterschiedlichen Meinungen zeigen deutlich zwei separate Wege für den Kryptomarkt.

Buterins Roadmap positioniert Ethereum als sicheres und stabiles Abwicklungssystem, das auf Sicherheit und Unveränderbarkeit setzt, damit die Community Vertrauen hat.

Yakovenkos Strategie macht Solana hingegen zu einer Technologie-Plattform mit hohem Wachstumspotenzial. Solana legt Wert auf Geschwindigkeit und schnelle Anpassung, um im Wettbewerb mehr Marktanteile zu bekommen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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