Sonic Labs hat USSD gestartet. Das ist ein netzwerkeigener US-Dollar-Stablecoin, der auf der Infrastruktur von Frax Finance basiert. Er ist 1:1 durch US-Staatsanleihen gedeckt, die mit Produkten von BlackRock, Superstate und WisdomTree verbunden sind.
Das Unternehmen sagt, USSD soll die Hauptquelle für stabile Liquidität im Sonic-Ökosystem sein. Zudem ist eine plattformübergreifende Ausgabe von mehr als zwölf Blockchains aus möglich.
Neuer USD-Stablecoin stärkt die DeFi-Ökonomie von Sonic
Der Start ist wichtig, weil Sonic seine finanzielle Basis neu aufbauen möchte, während sein eigener S Token weiterhin unter Druck steht.
Daten von CoinGecko zeigen, dass der S Token kürzlich am 28. Februar 2026 ein Allzeittief von 0,03684 USD erreicht hat. Seit dem Höchststand von über 1,00 USD im Januar 2025 ist der Kurs stark gefallen.
USSD soll als Kern-US-Dollar innerhalb der Sonic-Chain funktionieren.
Laut Sonic können Nutzer USSD im Verhältnis 1:1 gegen zugelassene Vermögenswerte wie USDC, USDT, PYUSD, USDB, BUIDL und USTB ausgeben. Zudem soll die Rücklösung von USSD über verschiedene Chains durch die Frax-Infrastruktur funktionieren.
Sonic gibt an, dass der Token durch kurzfristige US-Staatsanleihen gestützt wird, die in regulierten Strukturen gehalten werden, und nicht durch einen algorithmischen Mechanismus.
Das ist ein wichtiger Unterschied. In der Vergangenheit musste sich Sonic bereits für seine Stablecoin-Pläne verantworten. Besonders die früheren Diskussionen über ein algorithmisches Dollar-Modell führten 2025 zu Kritik.
Mit USSD verfolgt Sonic einen vorsichtigeren Ansatz. Der Token ist an durch Staatsanleihen abgesicherte Reserven gekoppelt und wird eher als Schicht für Liquidität und Abwicklung dargestellt und nicht als Produkt mit hoher Rendite.
Dennoch bleibt die große Frage, ob USSD die Perspektive für Sonic grundsätzlich verändert.
In den letzten Strategie-Updates erklärte Sonic, zentrale Produkte sollen künftig den Wert über Rückkäufe, Tokenverbrennungen und Anreize für das Ökosystem an das Netzwerk zurückführen.
USSD passt in dieses Modell, weil die Erträge aus den Reserven das Netzwerk langfristig unterstützen sollen.
Trotzdem behebt der Start allein das Hauptproblem von Sonic nicht. Neue Daten aus der Chain zeigen zuletzt niedrige Gebühren und nur wenig Handelsaktivität. Das deutet darauf hin, dass der Markt weiterhin echte Belege für den Nutzen neuer Produkte erwartet.
Bis jetzt sieht USSD weniger nach einer eigentlichen Trendwende aus, sondern vielmehr nach Sonics nächstem Versuch, nach Monaten mit schwachem Kurs eine stärkere Grundlage aufzubauen.