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Werden die USA Zinsen auf Stablecoins verbieten? Senat diskutiert neues Gesetz

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Leonard Schellberg

13 Januar 2026 12:30 CET
  • USA wollen Zinsen auf Stablecoins verbieten – nur aktive Nutzung bleibt erlaubt.
  • Banken könnten profitieren, während Krypto-Plattformen an Attraktivität verlieren.
  • Das neue Gesetz bringt Klarheit für DeFi, Token-Einordnung und Marktstruktur.
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Ein neuer Gesetzesentwurf in den USA stellt die Nutzung von Stablecoins auf den Prüfstand: Künftig sollen Zinsen nur noch bei aktiver Nutzung erlaubt sein. Diese Regelung könnte Krypto-Plattformen benachteiligen und klassischen Banken einen Vorteil verschaffen.

Oft sprechen die Schlagzeilen vor allem über die Regeln für DeFi und die Einordnung von Token. Allerdings gibt es auch eine kleine, aber wichtige Änderung, die kaum bemerkt wurde.

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Neues US-Krypto-Gesetz: Stablecoin-Zinsen werden begrenzt – Banken profitieren

Der Gesetzentwurf könnte den Wettbewerb zugunsten von traditionellen Banken beeinflussen, indem er passive Erträge auf Stablecoins einschränkt.

Im aktuellen Entwurf steht, dass Firmen keine Zinsen allein dafür zahlen dürfen, dass jemand Stablecoin-Guthaben hält. Stattdessen sind Belohnungen nur erlaubt, wenn sie an die aktive Nutzung des Kontos gebunden sind. Das bedeutet:

  • Staking
  • Bereitstellung von Liquidität
  • Transaktionen
  • Hinterlegung als Sicherheit oder
  • Mithilfe bei der Netzwerkverwaltung.

In der Praxis könnte das für viele Nutzer, die vorher passive Erträge ähnlich wie bei Bankguthaben bekommen haben, zu Hindernissen führen. Allerdings behalten die Banken weiterhin die Möglichkeit, Zinsen auf Einlagen zu zahlen.

„Die Banken haben diesmal vielleicht beim Stablecoin-Zins gewonnen“, meinte Eleanor Terrett, Moderatorin von Crypto in America, und verwies dabei auf Seite 189 des Entwurfs.

Der Zeitplan sorgt für Druck: Die Senatoren haben nur 48 Stunden Zeit, um Änderungsanträge einzubringen, bevor am Donnerstag die Beratung beginnt. Darum ist das Endergebnis noch offen.

Wenn die neue Regel bleibt, könnte sie Krypto-Plattformen für Kleinanleger weniger attraktiv machen. Zugleich könnten diese Nutzer aber zu DeFi-Angeboten oder Banken wechseln.

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Einfach gesagt: Diese Regel könnte Innovationen behindern, ohne Probleme wie frühere Stablecoin-Depegs anzupacken, die ursprünglich solche Zins-Angebote nötig gemacht hatten.

Klare Regeln für Token und DeFi: So bringt das Gesetz Innovation und Kontrolle ins Gleichgewicht

Das Gesetz behandelt neben Regeln für Erträge auch Fragen zur Marktstruktur, Token-Einordnung und Kontrolle von DeFi. Interessant ist, dass Token wie XRP, SOL, LTC, HBAR, DOGE und LINK ähnlich wie BTC und ETH bei ETFs behandelt werden. Dadurch könnten große Kryptofirmen weniger Aufwand mit Vorschriften haben und Anleger mehr Klarheit bekommen.

Im Gesetz steht auch ein Kompromiss, der Entwickler von Software schützt und das Risiko von „Regulierungsarbitrage“ zwischen DeFi und TradFi verringert. Das war bisher ein Streitpunkt zwischen Branche und Banken.

DeFi-Protokolle müssen laut Entwurf klare Regeln einhalten, damit keine Schlupflöcher entstehen und Gesetze für Wertpapiere und Rohstoffe eingehalten werden. Gleichzeitig sind Entwickler, die nicht die Kontrolle haben, vor zu großer Verantwortung geschützt.

Senatorin Cynthia Lummis, die sich für Krypto einsetzt, sieht in der Veröffentlichung einen wichtigen Schritt.

„Das Digital Asset Market Clarity Act wird die Klarheit bringen, die nötig ist, damit Innovationen in den USA bleiben und Verbraucher geschützt werden“, sagte sie. Sie bittet ihre Kollegen, die Fortschritte im Ausschuss trotz geleisteter Kompromisse nicht infrage zu stellen.

Das Gesetz baut unter anderem auf vorherigen Vorschlägen wie dem Lummis-Gillibrand-Rahmen auf. Es ist mehr als nur eine regulatorische Roadmap – es kann das Krypto-System in den USA leise verändern.

Begrenzen die USA die passiven Erträge bei Stablecoins, bleibt das klassische Bankmodell erhalten. Gleichzeitig werden Nutzer aber motiviert, aktiver an DeFi- oder Governance-Prozessen teilzunehmen.

Dieses Spannungsfeld könnte das Verhalten von Kleinanlegern beeinflussen und das Verhältnis zwischen Krypto-Plattformen und Banken in Zukunft neu gestalten.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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