Strategy, das früher MicroStrategy hieß, steckt weiterhin in einem andauernden Bärenmarkt fest. Das Unternehmen von Michael Saylor hat Schwierigkeiten, wieder Schwung zu bekommen, denn der Aktienkurs entwickelt sich ähnlich wie der Bitcoin-Kurs nach unten.
Wenn der Bitcoin-Kurs fällt, folgt meistens auch der Kurs von Strategy. Das zeigt die starke Schwankung und verdeutlicht, wie empfindlich der Kurs auf Stimmungen rund um digitale Werte reagiert.
SponsoredMSTR startet bullisch durch
Vor etwa einer Woche zeigte der Chaikin Money Flow eine bullische Divergenz zum Kurs. Während MSTR ein tieferes Tief erreichte, zeigte der CMF einen höheren Wert. Diese Divergenz deutete darauf hin, dass trotz fallender Kurse mehr Kapital einfließt. Das spricht für gezielte Käufe unter der Oberfläche.
Dies zeigte sich kurzfristig daran, dass der MSTR-Kurs am Freitag und Montag rund 20 Prozent stieg. Dennoch bleibt das technische Gesamtbild unsicher. Große Indikatoren sind weiterhin bärisch, und ein dauerhafter Anstieg hängt davon ab, ob der Bitcoin-Kurs wieder überzeugt.
Schafft die überverkaufte Aktie ein Comeback wie 2022?
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich seit November 2025 nahe des überverkauften Bereichs. Eine kurze Erholung kam im Januar, bevor der RSI letzte Woche wieder unter 30 fiel. Ein Wert unter 30 zeigt oft eine überverkaufte Lage an und das deutet oft auf technische Erholungen hin.
So eine Situation gab es auch im Mai 2022. Damals stieg der MSTR-Kurs nach dem Überverkauf um 123 Prozent. Das passierte, obwohl der Bitcoin-Kurs ungleichmäßig verlief. Anleger sahen Strategy damals als eigene Aktie mit einer eigenen Wachstumsstory.
Der aktuelle Marktzyklus unterscheidet sich jedoch deutlich. Die Unternehmensstrategie von Strategy ist jetzt stark an die Bitcoin-Strategie gekoppelt. Dadurch spiegelt die Nachfrage nach MSTR-Aktien mehr und mehr die Stimmung in Bezug auf den Kauf von Bitcoin wider.
MSTR legt sich auf den Bitcoin-Kurs fest
In früheren Korrekturphasen bewegte sich der MSTR-Kurs manchmal unabhängig vom Bitcoin-Kurs. Während früherer Überverkaufsphasen erholte sich die Aktie sogar, wenn Bitcoin schwächer wurde. Das zeigte das Vertrauen der Anleger in die Softwarebranche von Strategy und deren finanzielle Stärke.
Heute zeigen die Zahlen eine engere Verbindung zwischen MSTR und der Entwicklung des Bitcoin-Kurses. Seit November 2025 sorgt der stetige Rückgang beim Bitcoin-Kurs auch für sinkende Strategy-Aktien. Deshalb sehen immer mehr Investoren die Aktie als ein Produkt, das eng mit Bitcoin verbunden ist, und nicht mehr als ein rein technisches Unternehmen.
Folglich hängt die Zukunft von Strategy jetzt sehr stark davon ab, wie sich Bitcoin entwickelt. Stabilisiert sich der Bitcoin-Kurs oder wird stärker gesammelt, könnte auch MSTR wieder steigen. Bleibt der Kryptomarkt jedoch länger schwach, könnte die Bärenphase bei der Aktie trotz interner Kaufpolitik anhalten.
Saylor bleibt bullisch
Michael Saylor, der Gründer von Strategy, sieht den Rückgang des MSTR-Kurses gelassen. In einem Interview mit CNBC betonte Saylor, das Unternehmen sei von den Bitcoin-Kursverlusten nicht wirklich betroffen. Er sagte, dass die Schwankungen zwar ein Problem sind, aber diese Schwankungen dazugehören. Er stellte klar, dass das Unternehmen weiter Bitcoin kauft statt zu verkaufen.
„Wir werden nicht verkaufen. Stattdessen glaube ich, dass wir für immer in jedem Quartal Bitcoin kaufen werden”, sagte Saylor.
Deshalb wird Strategy wahrscheinlich weiterhin Bitcoin kaufen und MSTR wird dem Kurs folgen, bis sich der Markt bei einem der beiden deutlich verändert.
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Der MSTR-Kurs liegt derzeit bei etwa 133 USD und bewegt sich nahe am Bereich um 137 USD. Das entspricht dem 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement. Diese Zone ist wichtig für den weiteren Verlauf. Ob der Kurs steigt oder fällt, hängt vor allem davon ab, ob der Bitcoin-Kurs stabil bleibt und wie die Stimmung am gesamten Krypto-Markt ist.
Wenn die bärische Stimmung bleibt, könnten die letzten Gewinne schnell wieder verloren gehen. Ein Rückgang unter 122 USD, also das 0,786-Fibonacci-Level, könnte einen Rückgang auf 104 USD bedeuten, was das Februar-Tief ist. Bei weiteren Verkäufen liegt die nächste Unterstützung bei etwa 83 USD.
Auf der Oberseite liegt das nächste Erholungsziel bei etwa 157 USD. Wird dieses Niveau zurückerobert, könnten die jüngsten Verluste ausgeglichen und die technische Struktur verbessert werden. Wenn Saylor an der Bitcoin-Strategie und dem weiteren Aufbau festhält, kann die anhaltende Verpflichtung außerdem erneutes Interesse von Investoren wecken. Das könnte die Erholung der MSTR-Aktie zusätzlich unterstützen.