Toncoin (TON) ist um mehr als 75 Prozent von seinem Höchststand 2024 gefallen und auch über 65 Prozent vom Hoch des Jahres 2025 entfernt. Investoren machen Telegram dafür verantwortlich, dass etwa zehn Prozent der im Umlauf befindlichen Marktkapitalisierung von TON verkauft wurden.
Analysten sind sich uneinig, wie sich dieser Schritt auswirkt. Zudem ist das Wachstum von Toncoin immer enger mit Nachrichten rund um Telegram verbunden.
SponsoredKritiker geben Telegram die Schuld am schwachen Toncoin-Kurs
Laut einem aktuellen Bericht der Financial Times verkaufte Telegram im Jahr 2025 Toncoin im Wert von über 450 Mio. USD. Diese Information löste eine heftige Diskussion unter Analysten und der Krypto-Community aus.
Schnell gab es Bedenken wegen der Gründe für den Verkauf. Kritiker sagen, dass das Hauptziel darin lag, Telegrams Geschäft zu finanzieren und nicht unbedingt das TON-Ökosystem direkt zu unterstützen. Das wirft zudem Fragen zur langfristigen Wertsteigerung für TON-Inhaber auf.
Einige Investoren meinen, dass diese Verkäufe dazu geführt haben, dass der Kurs von TON kaum gestiegen ist.
Sponsored Sponsored„Heilige Schmolle, kein Wunder, dass TON um 66 Prozent gefallen ist”, sagte Investor 0xGeeGee.
Investor Mike Dudas verglich die Situation mit Pump.fun. Diese Plattform kaufte eigene Token für 225 Mio. USD zurück – ein völlig anderer Ansatz.
Im Bericht der Financial Times steht zudem, dass ungefähr 500 Mio. USD von Telegrams russischen Anleihen wegen westlicher Sanktionen eingefroren sind. Diese Information zeigt, dass Telegram immer noch finanziell mit Russland verbunden ist. Das verstärkte bei Anlegern Zweifel an der finanziellen Unabhängigkeit von Telegram.
Negative Nachrichten rund um Telegram könnten folglich langfristige und deutliche Folgen für den Kurs von Toncoin haben. Bereits zuvor hatte der Telegram-CEO Pavel Durov TON als wirtschaftliches Rückgrat der Telegram-Plattform bezeichnet.
Sponsored SponsoredWas sagen Telegrams Verteidiger?
Als Antwort auf diese Kritik meldete sich Manuel Stotz, Vorstandsvorsitzender von TON Strategy Co (NASDAQ: TONX), zu Wort.
Er betonte, dass Telegram weiter voll hinter der TON-Blockchain steht. Außerdem stellte er klar, dass alle TON-Verkäufe an eine vierjährige Sperrfrist gebunden sind. Der größte Käufer ist TON Strategy Co selbst. Das Unternehmen soll TON langfristig halten, sammeln und staken – und nicht am Markt verkaufen.
Gleichzeitig hat CoinGecko berichtet, dass TON Strategy gerade Verluste macht. Das Unternehmen hält über vier Prozent der gesamten TON-Menge. Die Position ist derzeit über 406 Mio. USD wert, aber um sie aufzubauen, wurden 713 Mio. USD ausgegeben.
SponsoredZur Verteidigung sagte der Autor DamX, dass Telegram durch diese Verkäufe nicht aussteigen, sondern das Ökosystem ausbalancieren wolle. Er meint, wenn Telegram zu viele TON sammelt, würde das die Dezentralisierung behindern. Zudem seien gesteuerte Verkäufe mit Sperrfristen und Bindungen an langfristige Käufer für das System letztlich gesünder.
„Telegram verkauft TON, weil es muss und nicht, weil es aussteigen will. Werbung, Umsatzbeteiligung, die Vergabe und Verbesserung von Nutzernamen, Geschenke, Premium, Stars und andere In-App-Zahlungen laufen auf die eine oder andere Weise über TON. Wenn Telegram wächst, sammelt sich TON durch diese Prozesse automatisch an”, sagte DamX .
Zu der angeblichen finanziellen Verbindung zu Russland widersprach Pavel Durov und sagte, die Information sei nicht korrekt.
Am Ende wird sich zeigen, ob TONs Kurs sich im Jahr 2026 wieder erholt und ob das Vertrauen der Anleger in diesen Altcoin zurückkehrt.