Terra CEO Do Kwon streitet Flucht von Interpol weiterhin ab

IN KÜRZE
  • Terra-Mitbegründer Do Kwon bestritt seine Flucht vor den Strafverfolgungsbehörden auf Twitter.
  • Berichten zufolge erließ Interpol diese Woche eine "Red Notice" gegen Terra-CEO Do Kwon.
  • Der 31-jährige Unternehmer sieht sich mit mehreren Anschuldigungen wegen Betrugs und Verstößen gegen das Wertpapierrecht konfrontiert.
  • promo

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Einen Tag nach Interpols internationalem Ersuchen den Terra-Mitbegründer Do Kwon ausfindig zu machen (Red Notice), wies dieser den Vorwurf, sich vor den Strafverfolgungsbehörden zu verstecken, zurück. Ermittler wollen nun offensichtlich auch Konten einfrieren.

In einer gestrigen Twitter-Unterhaltung behauptete Kwon, er habe “in seinem Wohnzimmer Code geschrieben und keinerlei Anstrengungen unternommen, sich zu verstecken”.

Laut Coindesk Korea haben allerdings indes südkoreanische Fahnder die Börsen OKX und KuCoin kontaktiert, um 3.313 Bitcoin mit einem Wert von 67 Millionen USD einzufrieren. Dieses Vermögen soll aus dem Fonds Do Kwons stammen und am 15. September auf die Börsen überwiesen worden sein. Dies war nur einen Tag, nachdem Do Kwon offiziell von Behörden gesucht wurde.

Kwon bestreitet seine Flucht trotz Red Notice

Auf die Nachfrage nach dem Erlass einer Red Notice gegen ihn, meinte Kwon es gäbe dafür keinerlei Hinweise. Um dies zu untermauern, teilte er im Folgenden einen offiziellen Link zur Liste der von Interpol gesuchten Personen.

Weiter behauptete Kwon: “Ich gehe spazieren und besuche Einkaufszentren. Es ist nahezu unmöglich, niemandem von CT (Crypto Twitter) in den letzten paar Wochen über den Weg gelaufen zu sein.”

Bereits Anfang letzter Woche, als Berichte über die Flucht des Terra-Mitbegründers aufkamen, bestritt er die Anschuldigungen. Diesen Berichten zufolge erließ das Gericht in Seoul einen Haftbefehl gegen Do Kwon und fünf weitere Personen. Währenddessen untersuchte die Staatsanwaltschaft den Terra-Absturz und unternahm Schritte, um die Pässe des Terra-Mitbegründers einzuziehen.

Wenige Wochen nach dem Zusammenbruch von Terra USD und LUNA sah sich der 31-jährige CEO des Stablecoin-Emittenten Terraform Labs mit mehreren Anschuldigungen konfrontiert. Darunter auch Betrug und Verstöße gegen das Wertpapierrecht. Zeitgleich mit den jüngsten kursierenden Berichten über Kwons Flucht aus Singapur scheinen die Behörden ihre Maßnahmen zu verschärfen.

Wie der Mitbegründer von Terraform Labs diesen Monat jedoch in einem Tweet klarstellte, werde er sich gegen die Anschuldigungen wehren: “Wir sind dabei, uns in mehreren Gerichtsbarkeiten zu verteidigen. Bis jetzt halten wir uns dabei an eine extrem hohe Integrität und freuen uns darauf, in den nächsten Monaten die Wahrheit ans Licht zu bringen.”

Terra-Ökosystem nimmt den Marktaufschwung trotz allem mit

Nach Monaten der Marktschwäche erreicht die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptowährungsmarktes laut CoinGecko zurzeit fast eine Billion US-Dollar. In Zuge dessen gewann auch LUNA wieder an Stärke und erholte sich in den letzten 24 Stunden um rund 15 %. Jedoch bewegt sich der Coin weiter in seiner fast zweiwöchigen Spanne zwischen 2,24 US-Dollar und 2,80 US-Dollar. Über die vorangegangenen Wochen hatte Luna einen großen Teil seiner Marktkapitalisierung einbüßen müssen.

Terra Classic USD stieg gestern ebenfalls um mehr als 23 % und wurde zwischen 0,0264 US-Dollar und 0,0346 US-Dollar gehandelt. Auch Luna Classic (LUNC) erholte sich infolge der Einführung einer Binance-Steuer am Montag. Die Börse richtete einen Mechanismus zur Verbrennung aller Handelsgebühren für den Spot- und Marginhandel mit LUNC ein.

Interessanterweise hat sich auch der Meme-Coin JAIL KWON (JKWON) als widerstandsfähig erwiesen und verzeichnete in den vergangenen zwei Wochen einen Anstieg von 125 %. Allein über die letzten Tage stieg der Token um fast 11 %. Doch trotz dieses Sprungs liegt er immer noch 67 % unter seinem Allzeithoch von 0,00122915 US-Dollar.

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