Terra Luna: Zahlreiche Klagen könnten folgen

Aktualisiert von Toni Lukic
IN KÜRZE
  • Die Kanzlei Bragar Eagel & Squire reichte die bisher zweite Sammelklage in den USA gegen Terra ein.
  • Terra und dessen Muttergesellschaft drohen nun weitere rechtliche Schritte in anderen Ländern.
  • Laut dem Community-Mitglied FatManTerra war Terra die ganze Zeit ein "brillant getarnter Betrug".
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Vor kurzem wurde eine neue Sammelklage gegen Terra eingereicht. In der Zukunft werden wohl weitere rechtliche Schritte gegen den Stablecoinanbieter folgen.

Bragar Eagel & Squire kündigte am Sonntag in einer Pressemitteilung an, eine Klage gegen Terra einzureichen. Die Anwaltskanzlei ist auf komplexe Finanzprozesse spezialisiert und vertritt individuelle und institutionelle Anleger in den Bereichen Handelsrecht, Wertpapiere und Derivate.

Bei der Klage handelt es sich um die zweite Sammelklage gegen Terra. Nick Patterson leitete am 17. Juli 2022 über die Kanzlei Scott+Scott die erste Sammelklage ein.

Es ist nicht die letzte Klage, mit der das Terra-Team von Do Kwon rechnen muss. Am Dienstag warnte das Terra-Community-Mitglied FatManTerra das Unternehmen davor, dass inzwischen auch in anderen Ländern als den USA Klagen bevorstehen.

Terra verstieß gegen mehrere Gesetze

Laut Bragar Eagel & Squire verletzte das Unternehmen das Börsengesetz, indem das Unternehmen “einen Plan, ein Schema und eine Handlungsweise” verfolgte, die darauf abzielte, “Kleinanleger zu täuschen” und diese schließlich dazu ermutigte, “Terra-Token zu künstlich überhöhten Preisen zu kaufen”.

Darüber hinaus behauptet die Anwaltskanzlei, dass Terraform Labs (TFL) durch den Verkauf nicht registrierter Wertpapiere gegen das Wertpapiergesetz verletzte. Diese Behauptungen ähneln den Punkten, die Scott+Scott in der Klage vom 17. Juli anführten.

In der Klageschrift von Bragar Eagel & Squire wird außerdem behauptet, dass TFL gegen den Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act (RICO) verstoßen hat und in eine grundsätzlich betrügerische, unehrliche und strafbare Operation verwickelt war. Dies wird organisierte Kriminalität genannt.

Die Kanzlei Bragar Eagel & Squire reichte zudem an diesem Sonntag gegen Alexander Mashinsky und die Celsius Network LLC eine zweite große Klage ein.

Community-Führer unterstützt neue Klagen

Terra und Terraform Labs werden in der Zukunft mit weiteren Rechtsprozessen rechnen müssen, auch wenn die beiden Unternehmen mit zwei Sammelklagen in den USA bereits mehr als genug zu tun haben werden.

Am Dienstag verkündete das leitende Terra-Community-Mitglied FatManTerra, dass, “selbst wenn Terra nicht auf der Suche nach weiteren Problemen ist, die Probleme nunmehr zu ihnen kommen werden”. In einem Twitter-Thread erklärte der ehemalige Anhänger, wie sich seine anfängliche Begeisterung änderte, als das Community-Mitglied mehr über die inneren Abläufe von TFL erfuhr:

“Ich war zutiefst enttäuscht, als ich sah, wie ein System, an das ich wirklich geglaubt hatte – dezentralisiertes Geld, gute Renditen auf Sparguthaben und eine Börse, auf die jeder zugreifen kann – zusammenbrach. Es war ein bittersüßes Ende.”

Terra
Terra: Ein Bild von BeInCrypto.com

FatManTerra war anfangs noch der Meinung, dass “Terra von einem böswilligen Akteur angegriffen worden war und man nichts hätte tun können”.

FatManTerra behauptete weiter, dass “TFL das Chai-Volumen auf der Blockchain gefälscht hatte, um Terra die Illusion einer realen Nachfrage erschaffen. Die Firma Jump hatte UST im Jahr 2021 heimlich gerettet, obwohl die Firma wusste, dass das System nicht nachhaltig war. TFL und Hashed hatten das Anchor-Volumen manipuliert, um eine künstliche Stabilität zu kreieren.”

Mit diesen Informationen kam FatManTerra dann zu dem Schluss, dass “Terra die ganze Zeit über ein brillant getarnter Betrug war”.

Das Community-Mitglied, das bei der Organisation der Teilnahme an der Scott+Scott-Klage hilft, erklärt nunmehr, dass weitere rechtliche Schritte in anderen Ländern eingeleitet werden sollen.

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