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Tether Finanzen: Wie stabil ist USDT?

2 min
Von P
Aktualisiert von Alexandra Kons
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IN KÜRZE

  • Wall Street Journal Artikel wirft Tether finanzielles Fehlverhalten vor.
  • Wall Street Journal behauptet, dass 0,3 % Wertverlust in Tethers Reserven zur Insolvenz führen könnte.
  • Tether bestreitet die Anschuldigungen in einem Blogbeitrag.
  • promo

Liegen dem weltweit größten Stablecoin-Emittent Tether ausreichend Finanzreserven vor? Die Nachrichtenagentur Wall Street Journal behauptete unter anderem, dass ein 0,3 % Wertverlust in Tethers Kapitalreserven das Unternehmen technisch insolvent machen könnte.

Die Debatte um die finanzielle Widerstandskraft von Stablecoins erinnert Investoren an den Zusammenbruch des algorithmischen Stablecoin TerraUSD im Mai 2022, bei dem 40 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren gingen. Das Terra-Debakel führte auch bei Tether zu einer untertägigen Abweichung des vorgesehenen Werts von 1 US-Dollar.

Quelle: coinmarketcap.com

Tether schiebt Datum wichtiger Wirtschaftsprüfung hinaus

Das Wall Street Journal deutete in einem Artikel vom 27. August auf Tethers Versprechen einer Wirtschaftsprüfung hin, die seit 2017 offen ist. Diese Prüfung soll Investoren beweisen, dass der Tether Stablecoin auch genügend Geldreserven besitzt. Ungenügenden Reserven könnten dazu führen, dass Tether-Käufer ihre Stablecoins nicht mehr für 1 US-Dollar (dem ursprünglichen Kaufpreis) verkaufen können.

In einem Blogbeitrag konterte Tether, dass anstelle einer vollständigen Prüfung einzelne Finanzberichte veröffentlicht wurden. Diese Auszüge habe BDO, eine der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, abgezeichnet. Tether CTO Paolo Ardoino betonte zudem, dass BDO “uneingeschränkten Zugang” zu Unternehmensinformationen bekommen hätte. Aus diesem Grund seien Tethers Offenlegungen die transparentesten auf dem Markt, laut Ardoino arbeite das Unternehmen zudem auf eine Wirtschaftsprüfung hin.

Wall Street Journal schätzt Tethers Solvenz als ungünstig ein

Tethers letzte Bescheinigung wies eine Differenz von nur 191 Millionen US-Dollar (0,3 %) zwischen den Passiva und Aktiva auf. Aufgrund dieser Information betonte das Wall Street Journal, dass ein Rückgang von Tethers Vermögenswerte um 0,3 % das Unternehmen insolvent machen könnte. Solch eine Entwicklung würde “das Vertrauen der Anleger verringern und einen Anstieg der Rückzahlungen auslösen”.

Ardoino beharrte darauf, dass solch ein geringer Unterschied bei den Reserven in der gesamten Stablecoin-Branche üblich sei. Seiner Meinung nach beabsichtige das Wall Street Journal, “Tether herauszugreifen und seinen Ruf zu schädigen”.

Über die letzten Monate bewies Tether seine finanzielle Belastbarkeit. So konnte das Unternehmen in diesem Zeitraum “problemlos 16 Milliarden US-Dollar seines Stablecoins zurückkaufen”.

Qualität der Kapitalreserven von Tether in Frage gestellt

Tethers Reserven sind angesichts der Marktdominanz des Stablecoins ein zentrales Thema in der Kryptowelt. Auf der Website von Tether ist zu lesen, dass 79,62 % der Reserven durch Bargeld, Barmitteläquivalente, und sonstige kurzfristige Handelspapiere gedeckt sind. Davon sind 54,57 % Amerikanische Schatzanweisungen, welche vom Wall Street Journal als riskant bezeichnet wurden.

Quelle Tether

Ardoino widersetzte sich dieser Aussage: “Die Annahme, dass 3-monatige US-Schatzanweisungen ein unsicherer Vermögenswert sind, widerspricht völlig der langjährigen Tatsache, dass US-Schatzanweisungen in den letzten Jahrzehnten weltweit der sicherste Vermögenswert gewesen sind.”

Fragen um Stablecoin-Reserven bleiben erhalten

Tether beantwortete in seinem Blogpost Bedenken, die von dem Wall Street Journal aufgebracht wurden. Allerdings können Investoren von der Richtigkeit dieser Angaben erst nach einer unabhängigen Wirtschaftsprüfung überzeugt sein. Tether hat hierfür noch keinen fixen Termin genannt, wodurch eine definite Auflösung über Tethers Reservenstabilität pendent bleibt.

Ungewissheit und mangelhafte Transparenz um das Thema Stablecoins haben auch die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden geweckt. Im Juli 2022 veröffentlichte der Europarat einen Vorschlag für eine Verordnung, welche die europaweite Verwendung von Token beschränkt, die nicht in einer offiziellen EU-Währung denominiert sind. Laut diesen Richtlinien könnten somit die drei wichtigsten Stablecoins (USDC, USDT, BUSD) in Europa verboten werden.

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