Der Vorsitzende von BitMine, Tom Lee, sagte, der Aktienmarkt habe seinen Tiefpunkt erreicht und rechnet mit einer Rallye zurück zu den Allzeithochs.
Lee teilte seine Einschätzung in einem Interview mit CNBC. Er sagte, dass die aktuelle Kursentwicklung und die Entspannung im Krieg auf eine Erholung hindeuten.
Widerstandsfähigkeit im Krieg: Zeichen für den Tiefpunkt am Aktienmarkt
Lee wies auf die Handelswoche vergangene Woche als einen wichtigen Wendepunkt hin. Aktien entwickelten sich stabil, auch als der Krieg schlimmer wurde und die Ölpreise stiegen. Das bezeichnete er als gute Voraussetzung.
„Ich glaube, der Tiefpunkt ist erreicht, weil die vergangene Woche eine Phase war, in der der Krieg schlimmer wurde und der Ölpreis zunahm, aber die Aktienkurse nicht gefallen sind“, sagte Lee.
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Mit ersten Entspannungssignalen sagte Lee zudem, „Aktien befinden sich jetzt auf dem Weg zurück zu den Allzeithochs“.
„Ich denke, wir erreichen vielleicht das Niveau von 7300, das wir für dieses Jahr erwartet haben“, prognostizierte er.
Lee ergänzte, dass der Markt bereits einen rollierenden Bärenmarkt erlebt habe: Zuerst waren Energie und Finanzwerte im vergangenen Jahr betroffen, anschließend in diesem Jahr die „Mag-7“ und die Softwarebereiche. Daher haben ungefähr 70% der S&P 500-Unternehmen bereits einen Bärenmarkt verarbeitet.
Vor diesem Hintergrund meint er, dass mögliche Sommerpausen weniger stark ausfallen könnten als befürchtet, vor allem da der Index bereits um 8% zurückgegangen ist.
„Ich denke, es steht noch ein Inflationsschock bevor. Meiner Ansicht nach breitet sich die Stärke auf mehr Aktien aus. Die Anleger kaufen verstärkt US-Aktien, da die USA in dieser Kriegsphase ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen haben. Außerdem verdienen US-Unternehmen in Kriegszeiten mehr Geld. Die Entwicklung bringt aber mit sich, dass weitere US-Aktien steigen“, fügte er hinzu.
BeInCrypto berichtete außerdem, dass die Saisonalität eine positive Aussicht für Aktien zeigt. In den vergangenen 25 Jahren erzielte der MSCI World Index in 75% der Fälle im April positive Renditen und einen durchschnittlichen Monatsanstieg von 2,0%, der stärkste aller Monate im Kalender.
Diese Entwicklung wird zu einem großen Teil von US-Aktien bestimmt, die rund 70% des Index ausmachen. Der S&P 500 zeichnet ein ähnliches Bild: Seit 1928 lag der durchschnittliche Gewinn im April bei 1,3%, was den Monat zum zweitbesten des Jahres macht, direkt hinter dem Juli.