Das Blockchain-Analyse-Unternehmen Bubblemaps hat den umstrittenen Memecoin-Insider Hayden Davis mit einer der größten privaten Zuteilungen des PUMP-Token von Pump.fun in Verbindung gebracht.
Das Unternehmen fand heraus, dass eine Davis zugeschriebene Wallet 50 Mio. USDC in den privaten Verkauf investierte und zum Start 12,5 Mrd. PUMP-Token erhielt. Diese Token waren damals etwa 73 Mio. USD wert.
So hat ein Insider Millionen mit Pump.fun verdient
Allerdings verschob die Wallet innerhalb weniger Tage nach dem Start ungefähr 80 Prozent der Token an zentrale Börsen.
Die restlichen Token wurden nach und nach verkauft. Bubblemaps schätzt, dass Davis etwa 15 Mio. USD Gewinn durch diese Trades erzielte.
Diese Entdeckung zeigt, dass Davis nicht nur ein Händler im Pump.fun-Ökosystem war, sondern auch einer der größten frühen institutionellen Investoren.
Seine Zuteilung machte ihn zum zweitgrößten privaten Käufer des PUMP-Token. Private-Investoren bekommen meistens günstigere Preise und haben dadurch Vorteile gegenüber den öffentlichen Käufern.
Folglich konnte Davis wahrscheinlich früh Gewinne sichern, während Kleinanleger später mit starker Kursschwankung konfrontiert waren. Der PUMP-Token stieg nach seinem ICO im Juli 2025 zunächst stark an, ist aber seitdem etwa 75 Prozent vom Höchststand gefallen. Dieses Muster zeigt sich häufig bei Memecoins: Insider steigen oft früh aus.
Mittlerweile ist Davis in der Krypto-Branche bereits umstritten. Er ist Geschäftsführer von Kelsier Ventures, einer Krypto-Firma, die mit mehreren Memecoin-Starts und Skandalen verbunden wird.
Größere Bekanntheit erlangte er durch seine Rolle beim LIBRA-Token, der nach Werbung durch den argentinischen Präsidenten Javier Milei auf mehr als 4 Mrd. USD Marktkapitalisierung stieg, aber innerhalb weniger Stunden einbrach.
Behörden froren danach Wallets und Vermögen ein, die mit Davis verbunden waren, während Betrugsermittlungen liefen. Staatsanwälte in Argentinien forderten sogar eine Red Notice von Interpol, da sie glaubten, er könnte fliehen.
Außerdem gab Davis zu, dass er beim Start mehrerer Promi-Token wie MELANIA und bei politischen Token mitgeholfen hat.
Blockchain-Experten haben festgestellt, dass seine Wallets immer wieder früh Insider-Zuteilungen bekamen und nach dem ersten Hype schnell verkauften.
Nun zeigen die Daten von Bubblemaps, dass Davis auch als großer Insider-Investor bei Pump.fun aktiv war. Dadurch wird seine Rolle vom Memecoin-Ersteller zum Großinvestor auf Launchpad-Ebene erweitert.
Letztlich zeigt der Fall, dass Bedenken wegen Insider-Zugang und Gewinnmitnahmen bei Krypto-Token-Starts weiterhin bestehen.
Regulierungsbehörden und Anleger beobachten weiterhin genau, wie private Zuteilungen den Markt beeinflussen – auch lange nach dem ersten Hype.