US-Präsident Donald Trump hat ein KI-generiertes Bild von sich gepostet, wie er mit Intel (INTC)-Aktien handelt — von 20 USD bis 95 USD. Dazu schrieb er auf Truth Social, er habe mit Aktien „Hunderte Milliarden Dollar” verdient.
Es ist bereits das zweite Mal, dass Trump genau diesen Bildstil teilt. Ein fast identischer Beitrag aus dem September zeigte, wie Intel von 20 USD auf 30 USD steigt, nachdem die Regierung eine Beteiligung von 9,9% am Chiphersteller erworben hatte.
Trumps Intel-Aktien-Muster
Diesmal stimmen die Zahlen nahezu mit der Realität überein. Die Aktien von Intel Corporation (INTC) schlossen am 4. September bei 95,80 USD, zwei Tage später erreichten sie 95,89 USD. Damit hat sich der Kurs im Vergleich zum 52-Wochen-Tief von 24,05 USD nahezu vervierfacht.
Der wiederholte Beitrag passt zudem zu einem weiteren Muster. Eine Untersuchung von CNN ergab, dass Trump in 21 Unternehmen investierte, kurz bevor er positive Beiträge zu ihnen auf Truth Social postete.
Laut Offenlegungen beim U.S. Office of Government Ethics (OGE) bauten Konten, die mit Trump in Verbindung stehen, Positionen bei Intel und Dell Technologies (DELL) auf, bevor er beide lobte. Die Dell-Aktie ist seitdem in diesem Jahr um mehr als 300% gestiegen.
Ein ähnlicher Beitrag zu SpaceX (SPCX) im August wurde ebenfalls kritisch betrachtet. Spätere Daten zeigten jedoch, dass der Kursanstieg bereits im vorbörslichen Handel begann. Dadurch besteht kein direkter Zusammenhang mit Trumps Beitrag.
Präsidiale Aktien-Postings in sozialen Netzwerken
Präsidenten dürfen im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesbeamten Aktien handeln, solange sie im Amt sind. Trump hat seine Vermögenswerte auch nicht in einen blinden Trust gelegt, daher kann er jederzeit sehen, was seine Verwalter kaufen oder verkaufen. Experten für Ethik sagen, dass dieses Vorgehen mögliche Interessenkonflikte übriglässt, denen andere Amtsträger nicht ausgesetzt sind.
Der republikanische Senator Josh Hawley unterstützte im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Demokraten einen Gesetzentwurf, um sowohl den Aktienhandel im Kongress als auch durch Präsidenten zu verbieten. Trump wehrte sich deutlich dagegen und stellte dies als Angriff eines jungen Senators und nicht als echten Ethik-Vorstoß dar.
Eine Analyse von CNN zeigt jedoch, dass das umgekehrte Muster selten ist. Die meisten der tausenden offengelegten Transaktionen von Trump wurden nicht durch eine entsprechende Meldung auf Truth Social gefolgt. Zudem gibt es keine direkten Beweise, dass die Beiträge seine Entscheidungen beim Aktienhandel beeinflusst haben.
Die Beteiligung der Regierung an Intel in Höhe von 9,9%, gekauft zum Kurs von 20,47 USD je Aktie im August 2025, ist nun auf dem Papier ein Mehrfaches des ursprünglichen Werts wert. Gleichzeitig stehen die präsidialen Beiträge zu Aktiengewinnen weiterhin in der Kritik von Ethik-Experten.









