Ein Mann aus Maryland wurde wegen Computerbetrugs und Geldwäsche angeklagt, weil er im Jahr 2021 die dezentrale Kryptowährungsbörse Uranium Finance gehackt haben soll. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, durch zwei Angriffe insgesamt mehr als 50 Millionen USD in Kryptowährungen gestohlen zu haben.
Laut Pressemitteilung soll Jonathan Spalletta, 36 Jahre alt und aus Rockville, Maryland, am 8. April 2021 „eine täuschende Abfolge von Transaktionen mit dem Smart Contract von Uranium durchgeführt” haben.
Dadurch konnte er deutlich mehr Kryptowährung einziehen, als eigentlich erlaubt war. Beim ersten Angriff soll er etwa 1,4 Millionen USD abgezogen haben. Spalletta sagte gegenüber einer Person:
„Ich habe vor ein paar Wochen einen Krypto-Raub von 1,5 Millionen USD gemacht. Es gab einen Fehler in einem Smart Contract, und ich habe ihn ausgenutzt. Krypto ist sowieso nur falsches Internet-Geld.”
Anschließend soll Spalletta die Börse erpresst haben, sodass er etwa 386.000 USD als angeblichen „Bug-Bounty” behalten durfte, um einer Strafverfolgung zu entgehen.
Am 28. April nutzte er nach Angaben der Behörden einen weiteren Fehler im Smart Contract der Plattform aus, durch den es möglich war, mehr Kryptowährung von einem Pool abzuheben, als vorgesehen war.
Durch diesen Angriff wurden 26 einzelne Liquiditätspools betroffen, wobei Spalletta etwa 53,3 Millionen USD in verschiedenen Kryptowährungen erbeutete. Uranium Finance stellte den Betrieb wegen dieses massiven Verlustes ein.
„Wie behauptet, hat Jonathan Spalletta wiederholt Smart Contracts gehackt, um Millionen an Geld anderer Menschen für sich selbst zu stehlen und hat dabei eine Kryptowährungsbörse zerstört”, sagte US-Staatsanwalt Jay Clayton.
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Laut den Ermittlern wusch Spalletta die gestohlenen Gelder durch eine komplexe Abfolge von Transaktionen mit Kryptowährungen. Zudem verwendete er den Krypto-Mixer Tornado Cash und kaufte anschließend seltene Sammlerstücke sowie antike Münzen.
Bundesbeamte beschlagnahmten im Februar 2025 rund 31 Millionen USD in Kryptowährungen bei Spalletta. Spalletta stellte sich am Montag den Behörden und ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft. Die Anklage wird von der Abteilung für komplexen Betrug und Cyberkriminalität geführt.
„SPALLETTA, 36, aus Rockville, Maryland, ist wegen einer Anklage wegen Computerbetrugs angeklagt, die mit einer Höchststrafe von zehn Jahren Haft geahndet werden kann, sowie wegen einer Anklage wegen Geldwäsche, für die bis zu 20 Jahre Haft drohen”, heißt es in der Pressemitteilung.
Die Anklage erfolgt, während Angriffe weiterhin eine ständige Gefahr darstellen. Die Diebstähle rund um Krypto überstiegen im Jahr 2025 insgesamt 4 Milliarden USD, was einem Anstieg von 34% gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie PeckShield berichtet. Schwachstellen in Smart Contracts machten einen wichtigen Teil dieser Verluste aus.
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