US-Haushalte haben heute einen größeren Anteil ihres Nettovermögens im Aktienmarkt investiert als je zuvor in der modernen Geschichte.
Der Anteil liegt bei 25,63% des gesamten Nettovermögens der Haushalte. Damit wird der Rekordwert während der Dotcom-Blase von 19,56% sowie der Höchststand von 22,01% aus dem Jahr 1968 übertroffen.
Der Anteil von Aktien am Haushaltsvermögen hat sich seit dem Tiefpunkt während der Finanzkrise 2008 bei 8,77% fast verdreifacht. Wird der Anteil an den Finanzvermögenswerten gemessen, zeigt die FRED-Auswertung für das vierte Quartal 2025 einen Anteil von 47,1%.
Doch warum ist dies besorgniserregend? Alle wichtigen US-Indizes sind 2026 gesunken. Der Nasdaq Composite führt die Verluste mit einem Rückgang von 5,84% seit Jahresbeginn an.
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Der S&P 500 hat um 4,0% nachgegeben, der Russell 1000 ist um 3,93% gesunken, und der Dow Jones Industrial Average verlor 3,24%.
Der Ausverkauf wird durch den Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran zusätzlich verschärft. Dies hat die Energiemärkte beeinträchtigt und das Vertrauen der Investoren erschüttert.
Angesichts der Rekordbeteiligung an Aktien ist der Rückgang nicht nur für einzelne Portfolios ein Problem. Es ist auch ein gesamtwirtschaftliches Thema. Die Konsumausgaben machen aktuell etwa 69% des US-Bruttoinlandsprodukts aus.
„Eine deutliche Korrektur bei Aktien könnte einen starken Rückgang bei den Ausgaben auslösen, besonders bei einkommensstarken Haushalten, die einen wichtigen Teil des Konsums ausmachen”, schrieb The Kobeissi Letter .
Auch Goldman Sachs äußerte diese Sorge in einer Mitteilung. Das Unternehmen schätzt, dass ein 10%-Rückgang der Aktienkurse, wenn er bis zum zweiten Quartal anhält, das BIP-Wachstum um 0,5 Prozentpunkte verringern könnte.
Daher hätten Kurskorrekturen angesichts der Rekordbeteiligung am Aktienmarkt besonders starke Folgen. Ob sich diese Marktphase durch eine sanfte Landung oder eine deutlichere Neubewertung entspannt, hängt unter anderem davon ab, wie lange die geopolitischen Unsicherheiten die Märkte belasten.
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