US- und israelische Militärangriffe auf den Iran haben bei einem Händler auf einem dezentralen Krypto-Wettmarkt einen Verlust von 6,5 Mio. USD ausgelöst. Zugleich brachten die Angriffe anderen Händlern Gewinne in Höhe von Hunderttausenden USD Gewinn.
Iran-Bombardement sorgt für Gewinne im sechsstelligen Bereich und 6,5-Mio.-USD-Verlust auf Polymarket
Die finanziellen Folgen auf der dezentralen Wettplattform Polymarket zeigen, wie schnell sich Kapital durch geopolitische Wetten verschieben kann.
Die Blockchain-Analyse zeigt: Ein einzelner Trader mit dem Pseudonym “anoin123” hat alles verloren – das waren mehr als 6,4 Mio. USD.
Der Trader hatte immer wieder sehr große Wetten abgeschlossen. Er glaubte nicht, dass Präsident Donald Trump direkte militärische Angriffe gegen die Islamische Republik anordnen würde.
Als Raketen Teheran und andere iranische Städte trafen, wurden diese Wetten wertlos.
Umgekehrt brachte die Eskalation ein paar Polymarket-Nutzern Gewinne. Ein Trader namens “Vivaldi007”, der ab dem 8. Februar auf einen gemeinsamen Angriff setzte, erzielte insgesamt 385.000 USD Gewinn.
Der Trader hatte aber bei früheren Wetten Geld verloren, weil frühere Stichtage ohne Zwischenfall verstrichen. Erst bei den Angriffen am Samstag konnte der Gewinn erzielt werden.
Zudem wird eine Transaktion besonders genau beobachtet. Es geht um eine Kryptowallet mit dem Namen „Roeyha2026“.
Laut der Analyseplattform Lookonchain wurde die Wallet elf Stunden vor Beginn der Angriffe aufgeladen. Der anonyme User setzte 50.000 USD darauf, dass es vor dem 1. März einen US-Angriff gegen den Iran geben würde.
Diese Wette brachte fast 100.000 USD ein. Das sorgt in der Community für Diskussionen, ob hier geheime Militärinformationen für Insiderhandel genutzt wurden.
Solche Wetteinsätze kommen zu einer Zeit, in der Regulierungsbehörden in den USA ihre Haltung zu Prognosemärkten ändern. Im letzten Jahr hat die Trump-Regierung eine kryptofreundliche Umgebung geschaffen – dadurch konnten diese Plattformen wachsen.
Allerdings sehen immer mehr US-Gesetzgeber mit Sorge, dass mit globalen Konflikten und durch Insiderwissen im Verteidigungsbereich Gewinne erzielt werden.
Deshalb arbeiten US-Politiker wie Senator Chris Murphy an Gesetzen, um diese dezentralen Wettplattformen einzuschränken.