Die Märkte verändern sich, Ängste nehmen zu und Bitcoin folgt einem angespannten globalen Rhythmus. Wegen geopolitischer Spannungen und spekulativen Händlern, die Millionen verdienen, steht der erste Coin unter Druck. Er schwankt zwischen einer Seitwärtsbewegung und plötzlichen, starken Kursbewegungen.
Krypto-News des Tages: Politische Krisen und Marktangst erschüttern Bitcoin-Kurs
Bitcoin ist am Dienstag vor Börsenöffnung in den USA stark gefallen und setzt damit einen turbulenten Start ins Jahr 2026 fort. Grund dafür sind geopolitische und makroökonomische Sorgen.
Der erste Coin verlor 1,7 Prozent und lag bei etwa 67.600 USD. Damit folgte er den schwachen Aktien-Futures. Die Nasdaq-100-Kontrakte sanken um 0,9 Prozent und die S&P-500-Kontrakte gingen um 0,6 Prozent zurück. Das deutet auf einen schwächeren Start an der Wall Street hin.
SponsoredDie Verbindung des Bitcoin-Kurses zu riskanten Technologiewerten ist in den letzten Monaten stärker geworden. Deshalb reagiert Bitcoin immer empfindlicher auf risikoscheues Verhalten im Aktienmarkt.
„Anleger werden vorsichtig, weil die Spannungen um Iran steigen, die wirtschaftlichen Folgen von KI neu diskutiert werden und Unsicherheit wegen möglicher Zinssenkungen der US-Notenbank nach aktuellen Inflationsdaten herrscht”, berichtete Walter Bloomberg auf X.
Das schwierige Umfeld hat zu anhaltenden Abflüssen aus US-gelisteten Bitcoin-ETFs geführt. Allein letzte Woche zogen Anleger 360 Mio. USD ab. Damit gab es die vierte Woche in Folge Nettomittelabflüsse.
Die Mischung aus geopolitischen Unsicherheiten, ETF-Abflüssen und Rückgängen bei gehebelten Positionen hat Bitcoin um mehr als 50 Prozent vom Oktober-Hoch 2025 bei 126.000 USD gedrückt.
„Analysten sehen nun 60.000 USD als wichtige kurzfristige Unterstützung. Kommt es zu weiteren negativen Überraschungen, könnten die Kurse sogar wieder auf 50.000 USD zurückfallen”, so Walter weiter.
Das passt zu einer aktuellen Prognose von Galaxy Digital: Forschungsvorstand Alex Thorn sieht Bitcoin auf dem Weg zum 200-Wochen-Durchschnitt bei etwa 58.000 USD.
Sponsored SponsoredGleichzeitig gibt es eine Stimmung wie zuletzt im Bärenmarkt 2022. Nur 55 Prozent des Bitcoin-Angebots sind aktuell im Gewinn; etwa zehn Mio. BTC werden mit Verlust gehalten.
Außerdem zeigt der Fear and Greed Index von CryptoQuant extreme Vorsicht an – der Wert liegt bei zehn und damit deutlich im Bereich „extreme Angst“.
Schatten-Shorts und sichere Häfen: So reagiert die Krypto-Welt auf das Risiko
Die Nervosität im Markt wächst wegen vieler aggressiver Short-Positionen. Berichten zufolge hat ein eher unbekannter Trader sieben Mio. USD verdient, indem er mehrere Krypto-Assets shortete – darunter 3,7 Mio. USD bei Ethereum und 1,45 Mio. USD bei ENA.
Obwohl dieser Trader größtenteils anonym ist, zeigt er, wie fortschrittlich und mutig die Spekulanten im Markt geworden sind, wenn es um Wetten auf fallende Kurse geht.
Auch das Verhalten der breiten Anleger zeigt einen Wandel hin zu Sicherheit. Eine Umfrage unter weltweiten Fondsmanagern der Bank of America (BofA) im Februar ergab, dass Gold aktuell als überfülltester „Trade“ gilt: 50 Prozent der Manager setzen auf Gold. Die großen US-Tech-Aktien (Nvidia, Alphabet, Apple, Amazon, Microsoft, Meta und Tesla) wurden von 20 Prozent der Befragten genannt und belegen Platz zwei.
Diese Vorliebe für klassische Absicherungen zeigt die wachsende Angst der Finanzmärkte. Trotz der aktuellen Unsicherheit solltest du aber nicht überstürzt handeln. Die Geschichte von Bitcoin zeigt, dass es nach starken Rückschlägen oft Phasen der Seitwärtsbewegung gibt, bevor die langfristigen Trends weitergehen.
Doch die Mischung aus geopolitischen Brennpunkten, Abflüssen bei ETFs, konzentrierten Short-Positionen und extremen Angst-Werten deutet darauf hin, dass die Volatilität anhalten könnte.
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