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War der Monero (XMR) Gründer ein Interpol-Informant? Riccardo Spagni reagiert auf neue Vorwürfe

3 min
Von Shraddha Sharma
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IN KÜRZE

  • Der Monero-Gründer Riccardo Spagni weist die Behauptung zurück, er sei ein Interpol-Informant gewesen.
  • Auf Twitter behauptet der Krypto-Influencer James Edwards, dass Spagni sich als Informant für Interpol geoutet habe.
  • Der XMR-Gründer war auf der Flucht vor Betrugsvorwürfen in Südafrika, bevor er 2021 in den Vereinigten Staaten festgenommen wurde.
  • promo

Der Monero Gründer Riccardo Spagni weist Behauptungen zurück, er sei ein Informant für Interpol und andere staatliche Behörden gewesen. Anschuldigungen zufolge soll er diesen geholfen haben, XMR zurückzuverfolgen.

Der Krypto-Influencer James Edwards behauptete in einem Thread, dass Spagni sich als Informant von Interpol outete, nachdem ihn US-Marshals in Auslieferungshaft genommen hatten.

Ist der XMR-Gründer ein Interpol-Informant?

In einem Tweet vom 20. März 2023 teilte James Edwards mehrere Berichte aus dem Jahr 2021. Auf der Grundlage von diesen schlussfolgert er, der Monero Gründer Riccardo Spagni sei möglicherweise ein Interpol-Informant. Er erklärte:

“Die Beweise deuten stark darauf hin, dass er ihnen half, Monero nachzuverfolgen.”

Riccardo “Fluffypony” Spagni wurde im August 2021 in den Vereinigten Staaten festgenommen. Zuvor wurde mehrerer Verbrechen beschuldigt, der er seit 2009 begangen haben soll. Aufgrund von mehreren Betrugsvorwürfen floh er aus seiner Heimat in Südafrika.

Sein ehemaliger Arbeitgeber Cape Cookies wirft Spagni Betrug durch das Fälschen von Rechnungen vor. Gerichtsunterlagen zufolge soll sich der Monero-Gründer so zwischen Oktober 2009 und Juni 2011 fast 100.000 US-Dollar beschaffen haben.

Edwards begründete einiger seiner Argumente mit diesem Fall. Der Anwalt von Spagni ließ den Prozess verschieben und nannte die mit der COVID-Pandemie verbundenen Risiken als Grund, um die Auslieferung von Südafrika aufzuschieben.

Edwards zufolge flohen Spagni und seine Frau vor der Anhörung im März 2021 aus Südafrika. “Merkwürdigerweise” hielt die beiden ihre Angst vor dem Virus zwar davon ab, nach Südafrika – nicht aber davon, auf die Bermuda Inseln und dann in die USA zu reisen.

Bezüglich der Anfragen von Interpol an Spagni, digitale Vermögenswerte zu verfolgen, schreibt Edwards:

“Ich habe @mymonero (ein von @fluffypony gegründetes Projekt) als “Wallet” entlarvt, welches Gelder gestohlen und Nutzer (massenweise) deanonymisiert hat.”

Der Krypto-Influencer nutzte bemerkenswerterweise ChatGPTs GPT-4, um einige dieser Schlüsse zu ziehen.

Neben einigen weiteren Influencern retweetete der Autor und Analyst Nassim Nicholas Taleb retweetete die Behauptungen. Der “Black Swam”-Autor behauptet, dass seine Behauptung, jede Bitcoin-Transaktion könne zurückverfolgt werden, zutreffend sein könnte, wenn sich Moneros oberster Verantwortlicher als Interpol-Informant entpuppt.

Monero Gründer weist Vorwürfe zurück

Der Monero-Gründer reagierte auf die Anschuldigungen von James Edward und bezeichnete ihn als hirntot. In Bezug auf die Anschuldigungen erklärte er weiter:

“Dieser Nonsense-Post kommt nicht überraschend, schließlich handelt es sich um einen bekannten Scammer.”

Außerdem machte er sich über den Influencer lustig, weil er ChatGPTs GPT-4 benutzte, um die Berichte zu “analysieren”. Zudem dementierte der Monero-Gründer alle Behauptungen und versicherte:

“Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich mit einer Strafverfolgungsbehörde, einer Regierung, einer Einzelperson, einer Regierungsbehörde, einem Unternehmen oder JEMANDEM getroffen und/oder ihnen geholfen, Monero zu verfolgen.”

Des Weiteren bestärkte er die kryptografischen Eigenschaften von Monero und erklärte, er könne der Regierung deshalb nicht mit einem privilegierten Zugang helfen, wie Edward behauptet:

“Ich habe keinen privilegierten Zugang zu Moneros Code, GitHub Repo, Webseite, Twitter-Account, DNS-Einträgen, gespendeten Geldern oder irgendetwas anderem.”

Spagni bestätigte zwar die Aussage in Edwards Thread, Interpol habe ihn um seine Hilfe geben. Allerdings habe er “nie nachgehakt”, wobei genau sie Hilfe brauchten:

“Sie haben nie mit irgendwelchen Details geantwortet, sie haben sich nie gemeldet und mir gesagt, worum sie mich eigentlich gebeten haben. Es könnte nicht einmal etwas mit Monero zu tun gehabt haben, ich habe buchstäblich keine Ahnung, worum es ging.”

Nach Angaben von Crunchbase gründete Spagni Monero im Jahr 2014 und registrierte das Projekt dann in Australien. Im August letzten Jahres fand zudem ein Hardfork statt, bei dem der Coin mehrere Privatsphärenupgrades erhielt. Zudem sollen Spekulationen zufolge Monero-Entwickler für einen Angriff auf den Konkurrenten Zcash verantwortlich sein.

XMR Kurs Chart
XMR Kurs Chart Quelle: BeInCrypto

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels wird der XMR Preis bei 152 US-Dollar gehandelt. In dieser Woche lieferte der Kurs bsiher eine eher moderate Performance ab.

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Maximilian Mußner
Maximilian Mußner machte sich Anfang 2018 im Markt für Freizeit und Kulturdienstleistungen selbstständig und begann im Oktober 2018 mit dem Handel von Kryptowährungen. Mitte 2019 gründete er dann ein Startup-Unternehmen in diesem Marktsegment - bis ihn März 2020 der erste Corona-Lockdown traf. Um diesen zu überbrücken, widmete er sich vollständig dem Trading im Krypto-Bereich - mit Erfolg. Im November 2020 begann er dann als Copywriter bei BeInCrypto und unterstützte das damals noch recht...
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