Wie Wahlsysteme auf Blockchain-Basis das Wählen revolutionieren können

3 min
Aktualisiert von Toni Lukic
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IN KÜRZE

  • Wahlen auf Blockchain-Basis können Wahlbetrug verhindern.
  • Ein japanisches Startup soll ein Blockchain-basiertes elektronisches Wahlsystem mit Benutzer-ID entwickeln.
  • Concordium ist die erste dezentralisierte Blockchain, die eine Identifizierung auf Protokollebene möglich macht.
  • promo

Die Blockchain-Wahl wäre eine gute Sache für die Wahlen der Zukunft. Denn nach den zahlreichen Skandalen rund um Wahlmaschinen auf der ganzen Welt könnte die Blockchain-Technologie das Wählen deutlich sicherer machen.

Ein japanisches Startup erhielt vor kurzem einen Entwicklungszuschuss für die Entwicklung eines Blockchain-basierten elektronisches Wahlsystems mit einer integrierten Benutzer-ID. Das bedeutet hoffentlich, dass Skandale in Verbindung mit Wahlmaschinen bald der Vergangenheit angehören.

Diese Woche wurde PHI Inc. in Japan von der Concordium Foundation mit dem “Free and Open Grant” ausgezeichnet. Der Zuschuss soll die Entwicklung eines innovativen Projekts zur elektronischen Stimmabgabe unterstützen. Das Projekt trägt den Namen “GoVote” und soll auf der Concordium-Blockchain laufen.

Das Wahlsystem des PHI-Teams war jedoch ursprünglich nicht für Wahlen konzipiert, sondern wurde für die Stimmabgabe in einer dezentralen autonomen Organisation (DAO) entwickelt. GoVote kann überall dort verwendet werden, wo Stimmen abgegeben werden, um Entscheidungen zu treffen, wie zum Beispiel bei Hauptversammlungen von Online-Communitys. Aber jetzt wird das größere Bild noch deutlicher, denn durch Blockchain-Abstimmungen lassen sich Wahlskandale bei nationalen Wahlen verhindern. Und man muss nicht einmal das Haus verlassen, um zu wählen.

Blockchain, Digital ID
Digitale Identität – Ein Bild von BeInCrypto.com.

Die Idee der elektronischen Stimmabgabe ist jedoch nicht neu, denn man arbeitet schon seit Jahrzehnten an elektronischen Wahlmaschinen. Jedoch kam es oft zu Kontroversen, die ihnen zum Verhängnis wurden.

Blamagen mit Wahlmaschinen

Für die peinlichste Wahlmaschinen-Nummer müsste Irland eigentlich eine NFT-Trophäe erhalten. Die irische Regierung gab im Jahr 2002 insgesamt 61 Millionen US-Dollar für elektronische Wahlmaschinen aus und versprach, dass die elektronische Stimmabgabe und Auszählung Zeit und Geld sparen würden. Leider entwickelte es sich zu einem peinlichen Fiasko.

Das Hauptproblem dieser Geräte war nämlich, dass sie sehr leicht zu manipulieren waren. Außerdem war es nach der Stimmabgabe nicht möglich, einen Ausdruck der abgegebenen Stimme zu bekommen. Das bedeutet, dass keine doppelte Überprüfung der Stimmen möglich war.

Als 2009 beschlossen wurde, die Geräte zu verschrotten, hatte Irland bereits über 4 Millionen US-Dollar für die Lagerung ausgegeben. Letztendlich wurden die 7.500 Geräte abgeholt und für rund 11 US-Dollar pro Stück recycelt. Was für ein gigantischer Reinfall.

Trumps Probleme mit Wahlautomaten

Niemand betreibt so viel Aufwand, wenn es um Wahlen geht, wie die USA. Es ist ein Zirkus von epischem Ausmaß, und die Wahlmaschinen-Saga war nur ein Teil davon. Bei den letzten Wahlen kritisierte der scheidende Präsident Donald Trump den Einsatz des elektronischen Wahlsystems und behauptete, dass es ihn Millionen von Stimmen gekostet habe.

Donald Trump, Twitter
Quelle: Twitter

Die Geräte lieferte Dominion Voting Systems und es gab mehrere Berichte darüber, dass das Unternehmen Verbindungen zu Trumps politischen Gegnern habe. So seien Stimmen für Trump durch versteckte Software-Codes gelöscht oder zu Biden-Stimmen umgewandelt worden. Darüber hinaus gab es Probleme mit der Identifizierung der Wähler und einige andere Behauptungen.

Blockchain
Quelle: Dominion Voting Systems

Die wahre Geschichte hinter den Dominion-Wahlmaschinen werden wir wohl nie erfahren. Aber es ist offensichtlich, dass das größte Problem die mangelnde Authentizität ist. Denn jede Art von elektronischen Wahlsystemen sollte in der Lage sein, Identitäten sicher zu überprüfen und gleichzeitig die Privatsphäre des Wählers zu schützen. Und genau dies ist das Alleinstellungsmerkmal der Blockchain-Technologie.

Blockchain-Wahlen

PHI arbeitet mit dem Team der Concordium-Blockchain zusammen, die Spezialisten für Identitätsmanagement sind. So wird die Anonymität der Stimmen und die Fälschungssicherheit der Wahlergebnisse gewährleistet. Concordium, mit Sitz in der Schweiz, ist eine nachhaltige und wissenschaftlich erprobte Blockchain auf Basis des Web 3.0. Sie ist außerdem die erste dezentralisierte Blockchain, die eine Identifizierung auf Protokollebene möglich macht. Diese Identitätsschicht schützt die Privatsphäre bei Transaktionen und kommt gleichzeitig der gesetzlichen Rechenschaftspflicht nach.

Lone Fønss Schrøder ist Geschäftsführerin von Concordium. Sie erklärt, dass Online-Wahlen seit langem im Gespräch sind und immer mehr an Bedeutung gewinnen.

“Obwohl es die Technologie schon seit geraumer Zeit gibt, existieren immer noch große Bedenken bezüglich der Anfälligkeit dieser Systeme. Durch die Blockchain-Technologie können diese Herausforderungen jedoch überwunden werden.”

Lone Fønss Schrøder

Takashi Oka, Mitbegründer von PHI, fügt an, dass PHI das erste Team in Japan sei, welches einen Zuschuss der Concordium-Stiftung erhielt. Er erklärt: “Das PHI-Team will eine Brücke zwischen dem Web 2.0 und dem Web 3.0 aufbauen und somit einen großen Beitrag zur Entwicklung des Blockchain-Sektors leisten. “Der langsame Fortschritt bei der Nutzung der öffentlichen Blockchain durch Unternehmen hängt damit zusammen, dass die regulatorischen Anforderungen sehr hohe Hürden darstellen. Auf Concordium lassen sich jedoch Anwendungen mit einer ID-Funktion entwickeln, um sowohl Identitäten zu überprüfen als auch für Datenschutz zu sorgen.”

Während das Blockchain-Wahlsystem eine glänzende Zukunft verspricht, sehen wir aber leider immer noch keine akzeptablen Politiker am Horizont. Gibt es dafür vielleicht auch eine dApp?

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Nicole Buckler
Nicole Buckler arbeitet seit über 25 Jahren als Redakteurin und Journalistin und schreibt aus Sydney, Melbourne, Taipei, London und Dublin. Nicole kaufte Bitcoin im Jahr 2013, weil ihr gesagt wurde, sie könne damit Yogastunden in Dublin bezahlen. Sie hasste Yoga, behielt aber Bitcoin.
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