Die Winklevoss-Zwillinge haben in einer Woche Bitcoin (BTC) im Wert von 130 Millionen USD auf die Hot Wallets von Gemini übertragen. Das Unternehmen Arkham Intelligence, das Blockchain-Daten analysiert, stuft diese Transaktionen als Vorbereitung für einen Verkauf ein.
Cameron und Tyler Winklevoss haben Gemini, eine US-basierte Krypto-Börse, gegründet. Sie kauften BTC früh mit Geld aus ihrer Facebook-Einigung über 65 Millionen USD.
Warum das wichtig ist:
- Diese Überweisungen sind ein weiterer Schritt in der mehrjährigen Reduzierung ihrer BTC-Position. Sie besaßen 2014 noch 108.000 BTC, heute sind es schätzungsweise 8.700 BTC.
- Große Verkäufe von Walen über Hot Wallets auf Börsen erhöhen kurzfristig den Verkaufsdruck auf den Bitcoin-Kurs. Das passiert in einem bereits volatilen Marktumfeld.
- Frühe Bitcoin-Halter, die ihre Positionen auflösen, deuten oft auf Gewinnmitnahmen in der Nähe wichtiger Marktphasen hin und beeinflussen dadurch die Stimmung der Community.
- Geballter Verkaufsdruck aus einem einzigen Wallet-Cluster bei 71.000 USD BTC prüft, wie viel Nachfrage bei diesen Kursen tatsächlich besteht.
Das sind die Details:
- Arkham Intelligence meldete am 10. März, dass die Zwillinge in der Vorwoche BTC im Wert von 130 Millionen USD auf Gemini-Hot-Wallets geschickt hatten, „vermutlich zum Verkauf“.
- Am 6. März kennzeichnete auch Crypto Crib eine weitere Überweisung von 1.750 BTC (damals etwa 128 Millionen USD) auf die Hot Wallet von Gemini.
- Arkham schätzt, dass die Zwillinge noch BTC im Wert von 764 Millionen USD halten und insgesamt 1,8 Milliarden USD Gewinn aus ihrer Position erzielt haben.
- Der Bitcoin-Kurs beträgt 71.057 USD zum Zeitpunkt dieser Meldung am 10. März 2025.
Der Überblick:
- Die Winklevoss-Brüder hielten früher fast ein Prozent der im Umlauf befindlichen BTC. Ihr Anteil ist inzwischen um über 92 Prozent gesunken.
- Große Verkäufe von frühen Investoren treten oft am Ende eines Bullenmarkts auf. Solche Muster gab es bereits in den Jahren 2017 und 2021.
- Analyse-Plattformen wie Arkham ermöglichen heute fast in Echtzeit Einblicke in das Verhalten von Walen und verringern so den Informationsvorsprung gegenüber normalen Händlern deutlich.