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KI-Agenten sollten die Blockchain-Ökonomie revolutionieren – warum ist das gescheitert?

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Geschrieben von
Nhat Hoang

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Redigiert von
Phil Haunhorst

11 Februar 2026 10:00 CET
  • x402-Transaktionen brechen um über 90 Prozent ein – Analysten bleiben langfristig bullisch
  • On-Chain-Daten entlarven Hype: Kaum Nachfrage nach KI-Agenten-Zahlungen weltweit
  • Infrastruktur-Tools mit Potenzial – Marktstimmung drückt derzeit x402-Ökosystem-Bewertungen
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Da sich Blockchain-Technologie und künstliche Intelligenz immer mehr verbinden, sollte x402 – ein Standard, mit dem KI-Agenten automatisierte Zahlungen auf der Blockchain ausführen können – eigentlich ein Tor zur neuen Agenten-Blockchain-Ökonomie sein.

Allerdings zeigen neue Daten, dass das Transaktionsvolumen bei x402 stark gesunken ist. Dadurch gibt es Zweifel, ob der frühere Hype schon wenige Monate nach dem schnellen Aufstieg verschwunden ist.

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x402-Transaktionen brechen um über 92 Prozent ein

Ein Bericht von Artemis zeigt, dass die Idee der x402-„Agenten-Zahlungen“ momentan vielleicht eher ein Wunschtraum als Realität ist. Tools wie OpenClaw, Moltbook und spezielle Agenten-Wallets verbreiten sich zwar schnell in den sozialen Netzwerken und der Entwickler-Community. Aber die On-Chain-Daten erzählen eine andere Geschichte.

x402-Transaktionen nach Kette. Quelle: Artemis.
x402-Transaktionen nach Kette. Quelle: Artemis.

Im Dezember 2025 gab es bei x402 durchschnittlich etwa 731.000 Transaktionen pro Tag. Im Februar 2026 waren es nur noch rund 57.000 täglich. Damit ist die Zahl der Transaktionen um mehr als 92 Prozent zurückgegangen.

Die Diagramme von Artemis zeigen diesen Rückgang deutlich bei Netzwerken wie Base, Polygon PoS und Solana.

Lucas, ein Experte für On-Chain-Zahlungen bei Artemis, hat das genauer analysiert. Er stellte fest, dass vor allem der Bereich „Infrastruktur & Utilities“ stark eingebrochen ist und die Hauptursache für den Rückgang ist.

x402-Transaktionen nach Kategorie. Quelle: Artemis.
x402-Transaktionen nach Kategorie. Quelle: Artemis.

Die Aktivitäten bei Diensten wie x402secure.com, agentlisa.ai und pay.codenut.ai sind um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Solche Plattformen sind wichtige Infrastruktur-Brücken, damit Agenten reibungslos und zuverlässig x402-Zahlungen nutzen können. Doch die Nachfrage ist bisher kaum vorhanden.

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„Das Wichtigste ist: Diese Tools, Apps und Interfaces zeigen, was möglich ist und wohin die Reise geht. Aber die Nachfrage gibt es jetzt noch nicht“, sagte Lucas.

Trotz der schwachen Zahlen glauben viele Analysten weiterhin an eine gute Zukunft für die agentenbasierte Ökonomie.

Diese Anzeichen deuten auf einen bevorstehenden Boom der Agenten-Ökonomie hin

Wenn man weiter in die Zukunft blickt, gehen Analysten davon aus, dass KI-Agenten unabhängige wirtschaftliche Akteure werden. Diese Agenten könnten eigenständig handeln, eigene Entscheidungen treffen, Transaktionen ausführen und Werte schaffen – ohne ständige Kontrolle durch Menschen.

Analystin Stacy Muur nennt drei wichtige Hinweise, die für diese Entwicklung sprechen:

  • Das OpenClaw-Framework hat über 180.000 Sterne auf GitHub bekommen. Das zeigt das große Interesse der Community. Es handelt sich um einen quelloffenen, autonomen KI-Assistenten, der Wallets überwachen, Airdrops automatisieren und an Prognosemärkten teilnehmen kann.
  • Moltbook – das erste soziale Netzwerk nur für KI-Agenten – hat fast 2,5 Millionen Agenten.
  • ERC-8004 – ein neuer Token-Standard für dezentrale KI-Agenten – steht kurz vor dem Start im Ethereum-Mainnet. Damit rückt diese Vision näher an die Wirklichkeit.

Aus Sicht von Investoren haben die gelisteten Projekte im x402-Ökosystem bei CoinGecko jedoch bisher keinen auffälligen Kursanstieg gezeigt. Die gesamte Marktkapitalisierung im Bereich liegt über 6,7 Mrd. USD. Chainlink (LINK) macht davon aber mehr als 6 Mrd. USD aus. Die meisten anderen Projekte haben eine Marktkapitalisierung unter 100 Mio. USD.

Allgemeiner Verkaufsdruck am Markt und Angst sorgen aktuell dafür, dass viele Anleger die positiven Grundlagen des x402- und KI-Agenten-Ökosystems übersehen. Bei besserer Marktstimmung könnten diese Faktoren aber vielleicht schon bald neue Krypto-Projekte mit Milliardenwert hervorbringen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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