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„Supply Shock“ unter Druck: XRP-Reserven auf Börsen auf 8-Jahres-Tief

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Phil Haunhorst

02 Januar 2026 11:40 CET
Vertrauenswürdig
  • XRP-Bestände auf Börsen auf Tiefstand seit 2018 – Droht 2026 ein Angebots-Schock?
  • Analysten warnen: Unvollständige Reservendaten – kein bullischer Kurseffekt garantiert
  • Liquidität, Nachfrage und XRP-ETF-News: Diese Faktoren sind wichtiger als Börsen-Bestände
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XRP-Reserven auf zentralisierten Börsen (CEX) sind im Jahr 2025 stark gesunken. Zu Beginn des Jahres waren es noch etwa vier Mrd. Token, im Dezember lagen sie nur noch bei etwa 1,6 bis 1,7 Mrd. Das ist der niedrigste Stand seit 2018. Viele fragen sich daher, ob es 2026 zu einem Angebotsschock kommen kann.

Allerdings warnen Analysten, dass niedrige Kontenstände auf Börsen allein nicht sofort einen Preisdruck oder eine dauerhafte Kurserholung bedeuten.

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XRP Bestände auf Börsen sinken – so ungewöhnlich ist der Rückgang

Daten von Glassnode zeigen, dass die Bestände auf Börsen vom 8. Oktober 2025 mit 3,76 Mrd. auf 1,6 Mrd. Ende Dezember gefallen sind. Das sorgt für Diskussionen über eine mögliche kurzfristige Knappheit.

XRP Balance on Exchanges. Source: Glassnode
XRP-Bestand auf Börsen. Quelle: Glassnode

Der starke Rückgang fand zur gleichen Zeit wie die geplante Freigabe von einer Mrd. XRP aus Ripples Verwahrung am 1. Januar 2026 statt.

Allerdings zeigen die Entwicklungen aus der Vergangenheit, dass sinkende Reserven auf Börsen nicht automatisch zu starken Kursanstiegen führen.

Ende 2018 waren die XRP-Reserven ähnlich niedrig, trotzdem fiel der Kurs weiter. Auch Ende 2022 brachte ein starker Reservenrückgang keine Rally, erst ab Ende 2024 stieg der Kurs wieder.

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„Während alle auf den Kurs schauen, passiert die echte Veränderung im Hintergrund… Liquidität wird entfernt. Der Markt wird dadurch dünner, stärker beeinflussbar und reagiert mehr auf Nachfrage”, sagte der Marktanalyst Web3Niels.

Mit anderen Worten: Eine geringere Börsenreserve mindert hauptsächlich den kurzfristigen Verkaufsdruck, schafft aber nicht automatisch neue Nachfrage.

Datenabdeckung und Meldegrenzen bei Börsen

Das Angebotsschock-Narrativ wird zudem durch unvollständige Daten in Frage gestellt. Glassnode, ein bekannter Anbieter von Krypto-Analysedaten, betrachtet rund zehn Börsen. Analyst Leonidas prüfte hingegen 30 Plattformen und fand gegen Ende 2025 etwa 14 Mrd. XRP auf Börsen. Das liegt weit über der oft genannten Zahl von 1,6 Mrd.

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„Das Glassnode-Diagramm zeigt nur Daten von zehn Börsen, und zwar nur von Wallets, die sie diesen Börsen zugeordnet haben… Wer Daten auch von anderen und von solchen Börsen sammelt, die Milliarden XRP halten, erhält ein realistischeres Bild und erkennt besser die Trends”, schrieb Leonidas.

XRP Supply on Exchanges Across 30 Platforms
XRP-Angebot auf Börsen über 30 Plattformen. Quelle: Leonidas auf X

Dieser Unterschied zeigt, dass Daten von nur wenigen Börsen nicht ausreichen. XRP ist sehr liquide, daher können Token schnell auf und von Plattformen verschoben werden. Feste Reservestände sagen also wenig über das tatsächliche Marktverhalten aus.

„XRP, die im Orderbuch zum Verkauf stehen, sind kaum vorhersehbar… Manchmal kann ein Kauf von 10 Mio. USD den Kurs steigen lassen, manchmal bewirkt auch ein Kauf von 100 Mio. USD keinen Anstieg,” schrieb Analyst Vet_X0.

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Die monatliche Freigabe durch Ripple bringt zudem neue Aspekte. Am 1. Januar 2026 wurden eine Mrd. XRP freigegeben. Allerdings kamen davon nur etwa 200 bis 300 Mio. in Umlauf. Gewöhnlich werden nämlich 60 bis 80 Prozent der Token wieder für später gesperrt.

Da diese Freigabe erwartet wurde, werteten sie viele im Markt als „Nicht-Ereignis“ – mit wenig Einfluss auf den Kurs.

Einfluss auf die Nachfrage nach XRP könnten 2026 eher Faktoren wie Zuflüsse durch XRP-ETFs, die Nutzung durch Institutionen und neue Vorschriften in den USA haben. Besonders wichtig könnte dabei das CLARITY-Gesetz werden.

XRP-Kursentwicklung. Quelle: BeInCrypto

Auch wenn die Reserven auf 8-Jahres-Tief stehen, bleibt das Angebot insgesamt sehr beweglich. Ein möglicher Angebotsschock im Jahr 2026 ist folglich keineswegs sicher.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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