XRP steht unter Druck, verliert fast sechs Prozent in den letzten 24 Stunden und kämpft um die 2-USD-Marke, während sich der bärische Schwung verstärkt. Die Freigabe von 1,02 Milliarden XRP (ca. 1,02 Milliarden USD) aus Ripples Treuhandkonto hat Bedenken hinsichtlich eines Überangebots geschürt, da die Token auf operative Wallets verschoben wurden – ein mögliches Verkaufsignal.
Gleichzeitig ist die Netzwerkaktivität seit Mitte März um 87 Prozent eingebrochen, und technische Indikatoren wie DMI und EMA-Linien deuten auf ein wachsendes Abwärtsrisiko hin. Schwache Trendstärke und nachlassende Nachfrage könnten XRP an der Verteidigung wichtiger Unterstützungsniveaus hindern – es sei denn, ein neuer Katalysator belebt die bullische Stimmung.
Ripple-Wallet-Aktivität schürt Ängste vor Überangebot
Onchain-Daten zeigen, dass Ripple 500 Millionen XRP (ca. 1,02 Milliarden USD) aus seinem Treuhandkonto freigegeben hat.
- Die Token wurden von der „Ripple (27)“-Treuhandadresse zu zwei operativen Wallets („Ripple (12)“ und „Ripple (13)“) transferiert.
- Diese Bewegung deutet darauf hin, dass die Token für Vertrieb oder Verkauf bereitgestellt werden könnten.
- Das Treuhandkonto hält zwar noch weitere 500 Millionen XRP, doch große Transfers in zugängliche Wallets erhöhen oft die Angst vor Verkaufsdruck.
Falls Ripple einen Teil der Token absetzt, könnte dies den XRP-Kurs kurzfristig belasten.

Technische Analyse: DMI zeigt bärische Signale
Das DMI-Diagramm von XRP sendet alarmierende Signale:
- ADX (Trendstärke): Stark gefallen von 42,45 auf 26,68 – ein Zeichen schwächer werdender Dynamik.
- +DI (bullisches Momentum): Rückgang von 22 auf 12,91 – weniger Kaufinteresse.
- -DI (bärischer Druck): Anstieg von 15,64 auf 27,43 – verstärkte Verkaufsaktivität.
Diese Verschiebung, kombiniert mit der Token-Freigabe, deutet auf weitere Abwärtsbewegungen hin – es sei denn, die Nachfrage steigt schnell.
XRP-Netzwerkaktivität bricht um 87 Prozent ein
Die Netzwerkaktivität von XRP erreichte im März Höchststände, mit 1,22 Millionen aktiven Adressen (7-Tage-Durchschnitt) am 18. März. Doch seitdem:
- Aktive Adressen sanken auf 158.000 – ein Rückgang um 87 Prozent in weniger als drei Wochen.
- Dies deutet darauf hin, dass der März-Hype ereignisgetrieben war und keine nachhaltige Nutzung widerspiegelt.

Warum aktive Adressen wichtig sind
- Hohe Aktivität: Signalisiert starkes Nutzerinteresse und kann Kursrallyes unterstützen.
- Starker Rückgang: Zeigt nachlassende Nachfrage und erhöhten Verkaufsdruck.
Der aktuelle Einbruch könnte den XRP-Kurs weiter belasten, falls kein neuer Impuls folgt.
XRP vor kritischer Weichenstellung – 1,90 USD als Schlüsselzone
Die EMA-Struktur von XRP bestätigt den anhaltenden Abwärtstrend:
- Kurzfristige Durchschnitte liegen weit unter langfristigen – klassisches bärisches Muster.
- Ein Fall unter 1,90 USD könnte den Weg zu 1,77 USD ebnen.
Bullisches Szenario: Widerstand bei 2,06 USD entscheidend
Sollte XRP eine Trendwende schaffen, könnte es:
- Den Widerstand bei 2,06 USD testen.
- Bei einem Durchbruch auf 2,22 USD zusteuern.

Fazit: XRP steht am Scheideweg – entweder stabilisiert es sich über 1,90 USD, oder der Abwärtstrend beschleunigt sich. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.
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