XRP hatte es im Jahr 2026 bisher schwer und ist seit Jahresbeginn um fast 25% gefallen.
Der XRP-Kurs fiel Anfang Februar auf bis zu 1,16 USD, konnte sich jedoch wieder etwas erholen und erreichte Mitte März kurzzeitig 1,60 USD, bevor er auf das Niveau von 1,40 USD zurückkehrte.
Krypto erholt sich trotz Iran-Krise überraschend, XRP bleibt zurück
Um einzuschätzen, wohin sich XRP als Nächstes entwickelt, muss der Einfluss des Iran-Kriegs berücksichtigt werden. Der Krieg hat fast alle Assetklassen stark beeinflusst.
Während der S&P 500 im letzten Monat um 4,9% gefallen ist, konnten große Krypto-Vermögenswerte überraschend zulegen. Der Bitcoin-Kurs ist um 8,3% gestiegen, während Ethereum in den vergangenen 30 Tagen 14,4% gewonnen hat.
Ein echter Ausreißer im Kryptomarkt war Hyperliquid (+48%). Diese Plattform hat sich am Wochenende, wenn traditionelle Märkte geschlossen sind, als wichtig für die Kursfindung etabliert.
Die rund um die Uhr geöffneten Märkte der Plattform sind für Trader besonders nützlich, die auf den Ölpreis spekulieren, welcher durch den Krieg sehr volatil geworden ist.
Derweil blieb XRP zurückhaltend. Der Coin konnte im gleichen Zeitraum nur einen moderaten Kursanstieg von 1,8% verzeichnen.
Seit Beginn des Konflikts am 28. Februar schwankte der XRP-Kurs zwischen 1,32 USD und 1,60 USD und bewegte sich meist zwischen 1,35 USD und 1,45 USD. Die Kursentwicklung war recht uneinheitlich; ein klarer Trend ist bisher nicht erkennbar.
Kryptowährungen gelten als risikoreiche Assetklasse. Nach herkömmlicher Einschätzung wäre daher mit fallenden Kursen im Krieg zu rechnen. Obwohl die positive Entwicklung überrascht, sollten Sie beachten, dass der Kryptomarkt weiterhin auf Nachrichten rund um den Krieg reagiert.
Beispielsweise stieg der Bitcoin-Kurs innerhalb weniger Stunden von 68.500 USD auf 71.500 USD, nachdem US-Präsident Donald Trump am Montag eine mögliche Deeskalation des Konflikts angedeutet hatte.
Kurzfristig sind daher die größten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und XRP weiterhin besonders sensibel gegenüber Meldungen zum Iran-Krieg.
Angesichts der schwer vorhersehbaren Situation wird der Kryptomarkt weiterhin sehr schwierig einzuschätzen sein. Dies gilt besonders für XRP, da hier aktuell keine klare Kursrichtung vorliegt.
XRP-Kursprognose: Kommt ein Anstieg über 2 USD noch dieses Jahr?
Um eine andere Perspektive zu erhalten, werfen wir einen Blick auf die algorithmische XRP-Prognose von CoinCodex, die positive Kursentwicklung für die kommenden Monate vorhersagt.
Laut Prognose dürfte XRP im Juni einen Höchstwert von 1,68 USD erreichen, was einem Anstieg um 19% gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht.
Für einen späteren Zeitraum sagt CoinCodex sogar noch stärkere bullische Bewegungen voraus. Im Oktober soll XRP ein lokales Hoch von 2,21 USD erreichen.
Das wäre ein Anstieg um 56% im Vergleich zum aktuellen Kurs von XRP.
Obwohl diese Prognose insgesamt positiv ist, wird nicht erwartet, dass XRP im nächsten Jahr an sein Allzeithoch von 3,92 USD herankommt.
Aktuelle XRP- und Ripple-News
Als Nächstes betrachten wir aktuelle fundamentale Entwicklungen rund um XRP und Ripple, die als potenzielle bullische Auslöser gelten könnten, sofern wieder positives Sentiment in den Kryptomarkt zurückkehrt.
Ripple testet Stablecoin-Handel in Singapur-Sandbox
Ripple testet derzeit einen neuen Ansatz für internationale Handelsfinanzierungen mit dem Stablecoin RLUSD. Ziel ist es, die bislang langsamen und manuellen Abläufe der Branche durch automatisierte Prozesse zu ersetzen.
Gemeinsam mit dem Supply-Chain-Technologie-Unternehmen Unloq nimmt Ripple an der von Singapurs Zentralbank unterstützten BLOOM-Initiative teil.
Im Rahmen dieses Pilotprojekts automatisiert die Plattform von Unloq die Zahlungen. Gelder werden sofort freigegeben, sobald festgelegte Bedingungen wie der Versandnachweis erfüllt sind, wobei für die Abwicklung der Transaktionen RLUSD auf der XRP-Blockchain verwendet wird.
Dieser Ansatz unterstreicht Ripples zunehmenden Fokus auf institutionelle Infrastruktur, weniger auf Retail-Anwendungen. Durch die Aufnahme in eine Sandbox der Monetary Authority of Singapore erhält Ripple zudem regulatorische Anerkennung für seine Stablecoin-Lösung.
Evernorth setzt auf XRP-Treasury-Modell, trotz Marktschwäche
Evernorth Holdings treibt weiterhin Pläne für einen Börsengang mittels SPAC-Fusion voran, obwohl auf Krypto-Treasury-Unternehmen sinkende Bewertungen und ein nachlassendes Investoreninteresse zukommen.
CEO Asheesh Birla sagt, dass die aktuellen klaren Regeln und die Bereitschaft institutioneller Investoren den idealen Zeitpunkt für einen Start bieten. Das Unternehmen hat einen großen XRP-Bestand, dieser ist jedoch momentan nicht realisiert, weil der Kurs zuletzt gefallen ist.
Statt nur Zugang zu XRP anzubieten, sieht sich Evernorth als Komplettlösung, die Verwahrung, Regeltreue und Sicherheit für institutionelle Investoren übernimmt. Zudem plant das Unternehmen, durch seine Bestände Erträge zu erzielen, um die Reserven zu erhöhen.
Trotz der stagnierenden Treasury gibt es weiterhin starke Zuflüsse in XRP-ETFs, was auf anhaltende Nachfrage hinweist. Birla betont, dass Größe und aktive Teilnahme am Ökosystem darüber entscheiden, welche Unternehmen mit Treasury bestehen bleiben.
Ripple sichert sich australische Lizenz, regulatorische Präsenz wächst
Ripple stärkt seine Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum und strebt eine australische Finanzdienstleistungslizenz (AFSL) an, indem es eine lokale Einheit übernimmt.
Diese Lizenz würde Ripple ermöglichen, in Australien vollständig regulierte grenzüberschreitende Zahlungsdienste anzubieten, einschließlich aller Aspekte von Registrierung und Regeltreue bis hin zu Liquiditätsmanagement und finaler Abwicklung.
Ripple baut seine Aktivitäten in Brasilien deutlich aus, um ein umfassendes Angebot für Finanzinstitute bereitzustellen. Dazu gehören unter anderem Zahlungsdienste, Verwahrung, Treasury-Management und Brokerage.
Das Unternehmen plant auch, eine Lizenz als Anbieter von virtuellen Vermögenswerten zu beantragen. So möchte Ripple seine Strategie, den Fokus auf Regeltreue zu legen, in einem der fortschrittlichsten Finanzmärkte Lateinamerikas weiter stärken.