Der Kurs von Zcash ist stark gefallen und bestätigt jetzt die bärische, ansteigende Keil-Formation, die sich in den letzten Wochen abgezeichnet hat. ZEC ist deutlich eingebrochen, hat frühere Gewinne verloren und befindet sich nun in einer Korrekturphase.
Obwohl der Rückgang ein wachsendes Abwärtsrisiko zeigt, deuten On-Chain-Daten darauf hin, dass manche Investoren sich gegen einen weiteren Absturz positionieren.
SponsoredZcash-Trader in Schwierigkeiten: Droht jetzt ein Kurseinbruch?
Daten aus dem Derivatehandel zeigen, dass Trader mit Long-Positionen immer stärker unter Druck geraten. Die Liquidations-Heatmap zeigt viele geplante Long-Liquidationen zwischen dem aktuellen Zcash-Kurs und der 430-USD-Marke. Ein Kursrutsch in diesen Bereich könnte erzwungene Schließungen im Wert von rund 28,46 Mio. USD auslösen.
Solche Liquidationen beschleunigen Kursverluste oft. Wenn gehebelte Positionen aufgelöst werden, wechseln Trader meist auf eine bärische Strategie. Dadurch steigt das Interesse an Short-Positionen, was den Abwärtsdruck erhöht, weil immer mehr Short-Kontrakte den Derivatehandel bestimmen.
Falls ZEC in die Nähe der 430-USD-Region kommt, könnte die Stimmung sehr schnell umschlagen. Das steigende Liquidationsrisiko kann Trader dazu bringen, weitere Verluste zu erwarten und daraufhin noch mehr Short-Positionen aufzumachen. So verstärkt sich der bärische Druck.
Anzeichen für Erholung beim Kurs
Trotz des schwachen Kurses zeigen makroökonomische Daten ein gemischtes Bild. Der Chaikin-Money-Flow-Indikator bildet zum Beispiel eine bullische Divergenz. In den letzten zehn Tagen hat der Kurs von ZEC tiefere Tiefs erreicht, aber der CMF-Indikator zeigt höhere Tiefs.
SponsoredDer CMF misst den Kapitalfluss mit Hilfe von Kurs und Handelsvolumen und bewertet, ob eher akkumuliert oder verkauft wird. Ein steigender CMF bei fallenden Kursen deutet darauf hin, dass große Investoren weiter ZEC kaufen. Dieses Muster zeigt, dass größere Halter trotz kurzfristiger Verluste ihre Positionen ausbauen.
Solche Divergenzen können manchmal eine Trendumkehr ankündigen, falls die Märkte insgesamt stabil bleiben. Obwohl es keine Garantie gibt, könnte anhaltende Akkumulation den Verkaufsdruck bremsen. Wenn sich die Marktsituation bessert, kann diese Kapitalzufuhr helfen, den ZEC-Kurs zu stabilisieren oder sogar eine Erholung einleiten.
Bleibt der ZEC-Kurs weiter anfällig?
Beim Schreiben dieses Beitrags notiert ZEC bei etwa 453 USD und ist in den letzten 24 Stunden um rund 9 Prozent gefallen. Der starke Rückgang hat den Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 500 USD gedrückt. Damit wurde das bearische, ansteigende Keilmuster bestätigt, sodass weiterer Abwärtsdruck möglich ist.
Allerdings bleibt auch eine bullische Variante möglich, falls weiter akkumuliert wird. Käufe großer Investoren könnten dazu führen, dass ZEC bei 442 USD abprallt und einen Versuch startet, die Marke von 500 USD zurückzugewinnen. Wird diese Schwelle wieder zum Support, kann die nächste Bewegung Richtung 550 USD gehen und so einen Trendwechsel anzeigen.
Auf der anderen Seite deuten Chart-Projektionen weiterhin auf eine mögliche Korrektur um 27 Prozent hin. In diesem Fall könnte ZEC auf rund 363 USD fallen. Bleibt der Verkaufsdruck hoch, rutscht der Kurs wohl unter die 403-USD-Unterstützung, sodass das bullische Szenario hinfällig wird.