Zerohash, ein Anbieter von Blockchain-Infrastruktur, hat beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen Antrag auf eine nationale Trustbank-Lizenz gestellt. Damit reiht sich das Unternehmen in eine wachsende Liste von Krypto-Firmen ein, die eine bundesweite Lizenzierung anstreben.
Stephen Gardner, der Chief Legal and Compliance Officer von Zerohash, sagte, dass der Lizenz-Antrag ein logischer Schritt für das Unternehmen ist.
Warum ist das wichtig?
- Eine nationale Trustbank-Lizenz erlaubt es einer Institution, als Trustbank in den gesamten USA zu arbeiten.
- Mit dieser Lizenz kann man Treuhandtätigkeiten, die Verwahrung von Vermögenswerten und Abwicklungsdienste anbieten. Allerdings dürfen Institute mit dieser Lizenz keine Einlagen annehmen oder Kredite vergeben. Sie sind zudem nicht durch die Einlagensicherung FDIC abgedeckt.
- Immer mehr OCC-Genehmigungen für Kryptofirmen zeigen, dass sich die Krypto-Infrastruktur stärker in Richtung bundesweiter Regulierung bewegt.
Die Details:
- Wird der Antrag genehmigt, kann Zerohash sein Angebot im Rahmen der bundesweiten Regeln weiter ausbauen.
- Schon mehrere Firmen aus dem digitalen Anlagebereich sind ähnliche Wege gegangen. Einige von ihnen haben bereits eine vorläufige Genehmigung bekommen.
- Crypto.com erhielt im Februar eine vorläufige OCC-Genehmigung. Ripple, Circle, Paxos und Fidelity erhielten ähnliche Genehmigungen im Jahr 2025.
- Zusätzlich bekam BitGo im Dezember 2025 die vollständige OCC-Genehmigung.
- Die Tochterfirma von World Liberty Financial stellte einen Antrag im Januar 2026, um die World Liberty Trust Company, National Association zu gründen.
Das große Bild:
- Traditionelle Bankengruppen haben die Vergabe von Trustbank-Lizenzen an Krypto-Firmen kritisiert.
- Der Bankenverband der USA äußert Bedenken, dass eine weitere Öffnung der Trust-Lizenz – besonders für Unternehmen, die keine klassischen Treuhanddienste anbieten – unklar machen könnte, was eine Bank eigentlich ist, und so zu möglicher Regulierungsflucht führen könnte.