Digitale Anlageprodukte im Krypto-Bereich starten mit viel Schwung in das Jahr 2026. Das zeigt, dass Anleger sich weiter weg vom Bitcoin und eher ausgewählten Altcoins zuwenden.
Laut den neuesten Zahlen von CoinShares lagen die weltweiten Zuflüsse in Krypto-Fonds 2025 bei 47,2 Milliarden USD. Damit wurde der Rekord von 48,7 Milliarden USD aus 2024 knapp verfehlt. Dennoch sorgen diese Werte für rege Aktivitäten am Markt zu Jahresbeginn.
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Im aktuellen CoinShares-Bericht steht, dass das neue Jahr mit starker Nachfrage startete. Am Freitag, 2. Januar 2026, gab es 671 Millionen USD Zuflüsse. Damit stiegen die gesamten wöchentlichen Zuflüsse auf 582 Millionen USD, trotz einiger Abflüsse zur Wochenmitte.
Wie schon zuvor war die USA die wichtigste Quelle für Investitionen. Allerdings kehrten sich die Trends in Deutschland und Kanada um: Deutschland verbuchte 2,5 Milliarden USD an Zuflüssen, Kanada 1,1 Milliarden USD. Dies zeigt, dass die weltweite Annahme größer wird. In der Schweiz wuchsen die Zuflüsse ebenfalls leicht. Dort flossen 775 Millionen USD, was ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Besonders spannend ist, dass Altcoins weiterhin im Fokus der Anleger stehen. Ethereum war führend und holte 12,7 Milliarden USD an Zuflüssen im letzten Jahr. Das ist ein Anstieg von 138 Prozent zum Vorjahr. Auch XRP legte mit plus 500 Prozent auf 3,7 Milliarden USD zu. Solana stieg sogar um 1.000 Prozent auf 3,6 Milliarden USD.
Im Vergleich dazu sanken die Zuflüsse bei anderen Altcoins um 30 Prozent im Jahresvergleich. Das zeigt, dass Anleger sich vor allem auf die stärksten Token konzentrieren.
Sogar Memecoins, die seit November 2024 schwach waren, zeigen nun wieder erste Anzeichen für ein Comeback. Analysten von CryptoQuant heben aktuelle Gewinne einiger großer Coins hervor. Das könnte für spekulative Anleger ein Signal sein.
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Währenddessen bleiben die Bitcoin-Zuflüsse zurück und fielen um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 26,9 Milliarden USD. Produkte, die auf Short-Bitcoin setzen, bleiben eine Nische. Hier beträgt das Gesamtvolumen nur 105 Millionen USD.
Dennoch hat sich der Bitcoin-Kurs stark erholt. Nach einigen Short-Liquidierungen und geopolitischen Ereignissen – etwa US-Angriffen auf Venezuela – sprang der Kurs am Wochenende von 89.000 auf 93.300 USD. Fachleute betonen, dass Bitcoin seit Jahresbeginn 6 Prozent zugelegt hat. Allerdings wurden solche Gewinne an Wochenenden oft am Montag wieder abgegeben. Somit bleibt offen, ob der Aufschwung zum Jahresanfang 2026 wirklich trägt.
Die Stimmung am Markt ist weiterhin vorsichtig optimistisch. Daten aus der Chain zeigen eine der größten Wal-Ansammlungen seit über zehn Jahren. Die Indikatoren zum Schwung bei Bitcoin und Ethereum verbessern sich nach einer langen Schwächephase.
Vor allem Ethereum zeigt eine stabile Ausrichtung im Chart. Händler peilen zuerst 3.250 USD an. Später könnte sogar das Hoch vom 11. Dezember bei 3.450 USD erreicht werden.
Der Beginn von 2026 zeigt, dass sich der Markt im Wandel befindet. Anleger verlagern ihr Kapital scheinbar auf ausgewählte Altcoins und Chancen mit hoher Überzeugungskraft. Sie gehen zugleich beim Bitcoin weiter vorsichtig vor.
Die Mischung aus starken Zuflüssen zu Jahresbeginn, geballtem Interesse an Altcoins und vorsichtigem Kursverlauf deutet darauf hin, dass die ersten Wochen von 2026 für die Aufstellung der Anleger in den kommenden Monaten wichtig sein werden.
Während sich die Ströme digitaler Vermögenswerte weiter verschieben, beobachtet die Community genau, ob Bitcoin seine Spitzenposition zurückerobern kann – oder ob Altcoins die Richtung der Krypto-Story in diesem Jahr bestimmen.