Assets on Blockchain – Interview mit Max Kops

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IN KÜRZE
  • Max Kops stieg bereits mit 17 in Mining Business ein

  • MLM ist einfach ein Werkzeug

  • "Es ist gut, dass der Hype vorbei ist"

  • promo

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Max Kops ist ein junger Unternehmer und Autor. Mit seinem jüngsten Buch “Assets on Blockchain” möchte er die digitale Revolution aus verschiedenen Perspektiven erläutern.



Im Interview spricht Max Kops von seinen persönlichen Erfahrungen und darüber wie man vielversprechende Projekte von Scam unterscheiden kann.



Digitale Assets und Tokenisierung

BeInCrypto: Im Sommer letzten Jahres haben Sie das Buch Assets on Blockchain veröffentlicht. Was erwartet den Leser?

Max Kops: Was Security Tokens sind, ist sehr einfach zu erklären: Eine digitale, über eine Blockchain verwaltete Repräsentation für einen beliebigen Wert. Zum Beispiel Immobilien, Unternehmensanteile, Gold oder Diamanten. Besonders spannend ist, bestehende Assets (Werte) digital abzubilden und sie damit vielen Leuten anzubieten – bei Unternehmensanteilen ähnlich wie beim Crowdfunding. Hinzu kommt, dass diese Werte sehr einfach übertragen werden können. In der Zukunft mit ein paar Smartphone-Klicks und nicht länger per Notarvertrag.

Nun aber das Problem: Die Tokenisierung von Werten und Unternehmen wird meiner Meinung nach ein gigantischer Markt, der aber erst in einigen Jahren praktikabel sein wird. Deshalb habe Ich sechs Monate an Schreibarbeit investiert, um mit dem Buch Assets on Blockchain all das verfügbare Wissen zu Tokenisierungen und Security Token Offerings zusammenzutragen. In dem Buch finden Leser Informationen zu all den verschiedenen Sichtweisen wie technischen Elementen, rechtlichen Fragestellungen und dem Business-Kontext. Damit sind wir einzigartig und heben uns von Speziallektüren ab, die nur ein Themengebiet isoliert betrachten.

Unser Ziel ist: Jeder sollte diese Technologie in wenigen Tagen verstehen und anwenden können – ohne vorab auf Berater, Anwälte oder Plattformen angewiesen zu sein. Genau dasselbe Ziel verfolgt die Assets on Blockchain Academy: Hier bilden wir Leute gezielt zu Experten aus und zertifizieren sie, um mehr Transparenz und Vertrauen zu schaffen.

Wie Max Kops auf die Blockchain kam

BeInCrypto: In Ihren noch relativ jungen Jahren haben Sie bereits eine beeindruckende Karriere im Blockchain-Bereich hinter sich. Wie sind sie zu dem Thema gekommen und was können wir tun, um mehr junge Menschen für Blockchain-Technologie zu begeistern?

Max Kops: Als Ich 17 Jahre alt war, begann ich, Bitcoins im Schlafzimmer meines Vaters zu minen. Das war faszinierend, denn bei vielen interessanten Themen, Projekten oder Gründungen wurde mir damals als Minderjähriger gesetzlich ein Strich durch die Rechnung gemacht. Ich erkannte daher schnell, wie genial dieses System ist: Jeder kann sich an einem dezentralen Netzwerk beteiligen und es betreiben.
Nachdem ich selbst technisch mit der Technologie gearbeitet hatte, begann ich, Anderen die Blockchain-Technologien näher zu bringen. Als Journalist, Buchautor von nun vier Büchern und Startup-Analyst mit einem Fokus auf Blockchain-Startups.

MLM und Scams

BeInCrypto: Auf Ihrer Webseite warnen Sie vor den vielen Betrugsmaschen, die im Bereich der Kryptowährungen zirkulieren. Wie kann man seriöse Projekte von Betrugsmaschen unterscheiden und was können wir tun, um Leute, die sich für Blockchain-Investments interessieren besser aufzuklären?

Max Kops: Das ist schwierig zu pauschalisieren – dennoch folgen viele Betrugsmaschen demselben Schema. Begriffe wie “passives Einkommen” wecken bei mir im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Blockchain schnell Misstrauen. Grundsätzlich gilt, sich die Frage zu stellen: Ist das möglich, oder klingt es zu gut, um wahr zu sein. Die zweite Frage, die ich mir stelle: Welches Interesse verfolgt der Anbieter und ist er qualifiziert, die Dienstleistung zu erbringen? Gerade im Mining-Bereich finden viele Betrugsmaschen statt und Anbieter verkaufen Dienstleistungen, obwohl sie selbst nie einen Miner physisch in der Hand gehalten haben.

Die Ethik eines Werkzeugs

BeInCrypto: Multi-Level-Marketing (MLM) scheidet die Geister. Einige halten es für die Vertriebsart der Zukunft. In der Vergangenheit wurden allerdings viele unseriöse Krypto-Projekte durch MLM bekannt. Ist diese Vertriebsstruktur automatisch eine rote Flagge, oder ist es denkbar, dass sie in der Zukunft auch für seriöse Projekte eingesetzt wird?

Max Kops: Ein Messer ist von Natur aus nicht gut oder schlecht – das kommt auf die Verwendung an. In meinem gesamten Leben habe ich nicht eine einzige positive Erfahrung mit MLM-Systemen gemacht. Viele Systeme investieren mehr Ressourcen in den aggressiven Vertrieb statt in das eigentliche Produkt.
Zum Zwecke meiner eigenen Recherchen habe ich Gespräche mit Betreibern oder Mitarbeitern dieser Systeme geführt. Wenn mir jemand allerdings einen Vertriebstermin anbietet (also aktiv dafür arbeitet) und mir in diesem Vertriebstermin erzählt, dass er seit Jahren nicht mehr arbeite, weil er vom passiven Einkommen lebe und es mir deshalb verkaufen wolle, ist keine große Transferleistung notwendig, um die perfide Masche zu erkennen.

Ich freue mich sehr, dass der Hype um Kryptowährungen um das Jahr 2018 vorbei ist. Jetzt geht es nicht mehr um falsche Versprechungen und das schnelle Geld, sondern um wirkliche und langfristige Mehrwerte. Genau das verstehe ich als meine Aufgabe, sicherzustellen. Mit Assets on Blockchain dafür zu sorgen, dass das Wissen einfach zugänglich ist und durch zertifizierte Experten mehr Transparenz geschaffen wird.

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