Beeinflussen OpenSea-NFT-Bots die Auktionen?

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IN KÜRZE
  • Auf OpenSea wird momentan de größten Teil der Ethereum-Transaktionsgebühren generiert.

  • Bots scheinen die NFT-Auktionen zu manipulieren.

  • Die Ethereum-Gas-Preise sind auf den höchsten Stand seit Mai 2021 angestiegen.

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Auf dem NFT-Marktplatz OpenSea ist in den letzten Monaten viel passiert. Die Auktionen und Verkäufe trieben die Gas Fees in die Höhe. Es hat jedoch den Anschein, dass hier etwas Fragwürdiges im Gange sein könnte.

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Die NFT-Plattform OpenSea hat inzwischen Uniswap als größten Nutzer von Ethereum gemessen an der Zahl der Netzwerktransaktionen verdrängt. Laut Etherscan hat der NFT-Marktplatz in den letzten 24 Stunden Gebühren in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar eingenommen. Wir haben bereits darüber berichtet, dass OpenSea und andere NFT-Plattformen inzwischen am meisten Ethereum verwendet bzw. geburned haben.

Laut Ultrasound.money burnte OpenSea seit dem Start des EIP-1559 in der vergangenen Woche fast 1.900 ETH bzw. 6 Millionen US-Dollar in Form von Transaktionsgebühren.

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Bots manipulieren NFT-Auktionen

OpenSea ist ein Marktplatz, auf dem NFTs in Auktionen für Investoren in Sekundärmärkten weiterverkauft werden können. Es sieht so aus, als ob Bots das Auktionssystem manipulieren, wie eine aktuelle Untersuchung von The Defiant zeigt. Es wurde beobachtet, dass Aufträge von Ethereum-Wallets anscheinend in einem überraschenden Ausmaß storniert werden. Mehr als ein Viertel der letzten tausend Transaktionen mit einem OpenSea-Vertrag wurden storniert.

Der Branchen-Researcher Mike Dudas sprach über die Bots in einem Tweet vom 10. August 2021:

„Die Bots sind im Moment dabei, Opensea zu überlisten, indem sie unter dem Mindestpreis der Stücke bieten und dann die Gebote stornieren, sobald sie akzeptiert wurden, jedoch bevor sie dann tatsächlich ausgeführt werden. Dadurch werden die Preise für Reihen und Editionen immer weiter nach unten gezogen, bis sie zuschlagen und dann die umgekehrte Methode verwenden, um den Preis nach dem Aufkauf wieder nach oben zu treiben.“

Einem bekannten Solidity-Entwickler zufolge sehen die Bots, ob jemand ihr Gebot annimmt, und ziehen es dann zurück, indem sie das Gebot stornieren, sodass das Gebot nicht angenommen wird. „Das macht die Nutzer frustriert und verzweifelt, und sie versuchen es erneut, aber diesmal zu einem niedrigeren Preis“, so der Entwickler gegenüber The Defiant.

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Zu lösende Probleme

In dem Bericht steht außerdem, dass viele Nutzer Fehler meldeten, weil eine Ausführung rückgängig gemacht wurde. Laut OpenSea sind die Fehler meistens darauf zurückzuführen, dass ein Objekt gesperrt oder nicht übertragbar ist. Die Stornierung von Geboten ist allerdings nicht kostenlos. Die explodierenden Gaspreise könnten das gesamte Auktionssystem unbrauchbar machen, wenn Bots die Auktionen manipulieren. In dem Bericht steht auch, dass der NFT-Space als dezentralisierte Möglichkeit für Künstler geschaffen wurde, in dem sie ihre digitalen Werke an begeisterte Sammler vermarkten können, und „nicht als ein Ort, an dem einfache Bots den Preis manipulieren“.

Owen Fernau, der den Artikel verfasst hat, kam zu dem Schluss:

„Mit den Gerüchten über Bots, die im Umlauf sind, Nutzern, die sich über langsame Rendering-NFTs und langsame Antwortzeiten auf Support-Tickets beschweren, sowie acht zu besetzenden Engineering-Positionen, hat OpenSea eine Menge Probleme zu lösen.“

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels waren die durchschnittlichen Gaspreise auf etwa 20 US-Dollar angestiegen. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai 2021.

Übersetzt von Maximilian M.

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Martin schreibt seit zwei Jahrzehnten über Cybersicherheit und Infotech. Er hat bereits Handelserfahrung und ist seit 2017 aktiv in der Blockchain- und Kryptoindustrie tätig.

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