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Bewirken 4 % Inflation einen Anstieg des Krypto-Marktes?

2 min
Von Martin Young
Übersetzt Martin Young
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IN KÜRZE

  • Die US-Zentralbank erhöht möglicherweise das Inflationsziel von 2 auf 4 %.
  • Dem CEO von Circle zufolge wirkt sich eine höhere Inflation langfristig positiv auf den Krypto-Markt aus.
  • Er bezeichnete die aktuelle Situation als "historisch einzigartig".
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Zentralbanken setzen Inflationsziele fest, um die Inflation unter Kontrolle zu halten. Die aktuellen ökonomischen Turbulenzen sorgen möglicherweise dafür, dass die Zentralbanken diese Ziele nach oben anpassen müssen. Das wiederum wäre schlecht für den Wert von Fiatwährungen, aber langfristig gesehen positiv für Kryptowährungen.

Jahrelang schafften es die Banken im Rahmen ihrer Geldpolitik, die vorgegebene Inflationsrate bei oder unter 2 % zu halten. Die Regierungen waren in der Lage, ihre Schulden zu kontrollieren und ein ökonomisches Gleichgewicht herzustellen.

Während der Finanzkrise 2008 änderte sich das Spielfeld jedoch gewaltig. Investmentbanken verursachten die Krise, weil sie ungesunde Kredite ausgaben – und profitierten gleichzeitig davon. Satoshi Nakamoto erschuf die Kryptowährung Bitcoin als Reaktion auf die negativen Konsequenzen, die mit dem diesem unausweichlichen Kollaps verbunden waren. Bitcoin ermöglicht es nämlich den Menschen, sich vor den Banken zu schützen, da für die Transaktionen keine dritte Partei zum Einsatz kommt.

Nun wiederholt sich das finanzielle Fiasko. Diesmal gerät allerdings die Inflation außer Kontrolle: Die Zentralbanken sind gezwungen, auf eine neue Situation zu reagieren.

FED hebt Inflationsziel an: Ein historischer Moment für Krypto

Jahrelang waren 2 % das angestrebte Inflationsziel der US-Zentralbank. Wie die Wirtschaftszeitung The Economist letzte Woche in einem Artikel schrieb, hebt die FED das Inflationsziel möglicherweise bald von 2 auf 4 % an. Jeremy Allairs, der CEO von Circle, twitterte den nachfolgenden Artikel als Reaktion auf ein Angebot des Krypto-Liquiditätsanbieters Cumberland und erklärte, was diese neue Normalität für den Krypto-Markt bedeutet.

Dem Economist-Artikel zufolge verschafft eine Anhebung des Inflationsziels auf 4 % den Banken einen größeren Handlungsspielraum. Die Zentralbank kann damit nicht nur einen zusätzlichen Gewinn für den Staatshaushalt generieren, sondern auch einen Ausweg aus der drohenden disinflationären Krise schaffen.

Die Anhebung der Inflationsziele ist jedoch auch ein gefährliches Unterfangen. Denn die Anhebung führt möglicherweise zu einem Vertrauensverlust der Bevölkerung, die diesen Schritt als eine Lockerung der Geldpolitik interpretieren könnte. Darüber hinaus führt die Inflation zu Ungleichheit auf der Welt. Inflationsgeschützte Investitionen sind laut dem Economist für die meisten Menschen nämlich nicht verfügbar.

In Zeiten wie diesen fließt das Kapital tendenziell in Vermögenswerte, die an Wert gewinnen. Das sind diesmal wie in der Vergangenheit wohl reale Vermögenswerte wie Immobilien oder Rohstoffe. Cumberland bezeichnete das aktuelle makroökonomisch Szenario jedoch als historisch einzigartig. Denn jetzt gibt es eine neue Anlageklasse, die für fast alle Menschen verfügbar ist: Krypto.

Werden Kryptowährungen profitieren?

Das Narrativ, Kryptowährungen seien ein Inflationsschutz, verlor in diesem Jahr immer mehr an Bedeutung. Der Krypto-Kurse verhielten sich wie die Kurse auf den Aktienmärkten und verzeichneten in 2022 überwiegend rote Zahlen. Marktzyklen dauern jedoch normalerweise einige Jahre an. Langfristig gesehen wirkt sich eine hohe Inflation also womöglich immer noch positiv auf die Preise von digitalen Assets aus.

Cumber zufolge handelt es sich bei Krypto mehr um einen Schutz gegen Entwertung als vor einem Schutz gegen Inflation:

“Aber eine anhaltende, tolerierte Inflation ist nur eine andere Form der Entwertung von Fiat-Währungen – ein Hintergrund, vor dem Kryptowährungen spektakulär abschneiden.”

Schaut man sich beispielsweise die Entwicklung des Krypto-Markts Argentinien an, dann sieht man, wie die “inflationsschützende” Eigenschaften von Kryptowährungen wirken.

Auch in anderen Ländern, wie der Türkei oder Venezuela, erweist sich Bitcoin und Krypto als Schutz vor der Inflation. In all diesen Ländern crashten die Fiat-Währungen, während die Krypto-Preise in der jeweiligen Landeswährung stark anstiegen sind.

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Martin Young ist ein erfahrener Kryptowährungsjournalist und Redakteur mit über 7 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über die neuesten Nachrichten und Trends im Bereich der digitalen Vermögenswerte. Seine Leidenschaft ist es, komplexe Blockchain-, Fintech- und makroökonomische Konzepte für ein Mainstream-Publikum verständlich zu machen.   Martin wurde in führenden Finanz-, Technologie- und Krypto-Publikationen vorgestellt, darunter BeInCrypto, CoinTelegraph, NewsBTC, FX Empire und...
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