Bitcoin (BTC) ist am 14. April über 76.000 USD gestiegen, nachdem das Bureau of Labor Statistics Produzentenpreise für März gemeldet hatte, die deutlich unter den Schätzungen der Wall Street lagen.
Diese Daten bedeuteten eine deutliche Umkehr gegenüber den vergangenen Monaten, in denen die Großhandelsinflation überraschend hoch war. Dies führte zu einem Anstieg der Risiko-Assets und ließ den Bitcoin-Kurs eine wichtige institutionelle Marke überschreiten.
März-PPI unter allen Erwartungen
Der Produzentenpreisindex für Endnachfrage stieg im März um 0,5 % gegenüber dem Vormonat, weniger als die Konsensprognose von 1,1 %. Der Kern-PPI, bei dem Lebensmittel und Energie nicht berücksichtigt werden, legte nur um 0,1 % zu, erwartet wurden 0,4 %.
Im Jahresvergleich lag der PPI bei 4,0 %, erwartet wurden 4,6 %. Der Kernwert erreichte 3,8 % und blieb ebenfalls unter der Prognose von 4,1 %.
Dieses Verfehlen der Erwartungen folgte auf zwei aufeinanderfolgende hohe Werte im Januar und Februar, die Stagflationssorgen an den internationalen Märkten und im Kryptobereich verstärkt hatten.
Energie trug hauptsächlich zu dem weiteren Preisanstieg bei. Endnachfrageenergiepreise erhöhten sich um 8,5 %, wobei Benzin allein um 15,7 % stieg. Gleichzeitig fielen Lebensmittelpreise um 0,3 %, und Waren ohne Lebensmittel und Energie erhöhten sich nur um 0,2 %.
Bitcoin stieg über die 75.000-USD-Marke und erreichte ein Tageshoch von 76.038 USD. Zum Zeitpunkt dieses Artikels lag der Bitcoin-Kurs bei 75.335 USD, was einem Anstieg von fast 5 % in den letzten 24 Stunden entspricht.
Bitcoins von Strategy erstmals im Plus
Der Kursanstieg ist für mehr als nur Spot-Trader relevant. Der Bitcoin-Kurs überstieg mit 76.038 USD Strategy’s Durchschnittspreis von etwa 75.580 USD je Coin. Damit ist die gesamte Bitcoin-Position des Unternehmens erstmals seit Ende März wieder profitabel.
Strategy hält etwa 780.897 BTC und ist damit der größte institutionelle Halter von Bitcoin. Die Aktie des Unternehmens (MSTR) legte während dieser Handelssitzung um 6,97 % auf 141,58 USD zu. Das Bitcoin-Reservevermögen beträgt inzwischen mehr als 58,9 Milliarden USD.
Das Unternehmen hatte auch während der Volatilität im April weiter gekauft. Zwischen dem 1. und dem 5. April wurden 4.871 BTC zu einem Durchschnittspreis von 67.718 USD je Coin hinzugefügt.
Diese Taktik des Nachkaufens bei Rücksetzern senkte die durchschnittlichen Kosten pro Coin und sorgte dafür, dass das Portfolio schneller wieder Gewinne erzielen konnte.
Trader richten den Blick nun auf den Einzelhandelsumsatzbericht am Mittwoch und auf bevorstehende Kommentare der US-Notenbank. Hier erhoffen sie sich Hinweise darauf, ob der Trend einer niedrigeren Großhandelsinflation auch bei Verbraucherpreisen und Zinsen sichtbar wird.
Wenn sich der CPI im März wie der PPI nach unten entwickelt, könnte es deutlich mehr Argumente für einen Kurswechsel der US-Notenbank zur Jahresmitte geben.





