US-Spot-Bitcoin (BTC) Exchange-Traded Funds (ETFs) meldeten am 2. Juli Nettozuflüsse in Höhe von 221,72 Millionen USD. Es war der erste positive Tag für Bitcoin-ETF-Zuflüsse seit dem 12. Juni, wie die Daten von SoSoValue zeigen.
Im aktuellen Wochenbericht von Glassnode, veröffentlicht am Montag, wird Bitcoin als in einer Konsolidierungsphase beschrieben. Das Unternehmen sieht den Verkaufsdruck an den Spotmärkten nach Wochen starker institutioneller Rückgaben als nachlassend an.
Bitcoin-ETF-Zuflüsse beenden eine 10-tägige Nettoabfluss-Phase
Laut SoSoValue beendeten die Daten vom 2. Juli eine 10-tägige Serie von Nettoabflüssen, welche die Fonds seit Mitte Juni belastete. Das gesamte Nettovermögen lag nach dieser Umkehr bei 74,37 Milliarden USD, nachdem es Anfang Mai noch über 100 Milliarden USD betrug.
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Das Ausbleiben weiterer Rückgaben beendet eine schwierige Zeit. Spot-Bitcoin-ETFs verloren innerhalb von zwei Monaten fast 9 Milliarden USD durch Nettoabflüsse, was den stärksten institutionellen Rückzug seit dem Start der Produkte im Januar 2024 darstellt.
Die Kursentwicklung am Montag zeigte die gegensätzlichen Kräfte am Markt. Der Bitcoin-Kurs rutschte unter 62.000 USD, nachdem Strategy, der größte institutionelle Halter von Bitcoin, eine Veräußerung bekanntgab. Innerhalb von drei Stunden stieg der Preis jedoch um über 2.300 USD auf rund 63.643 USD zum Zeitpunkt des Schreibens.
Die schnelle Erholung setzt die Rallye der vergangenen Woche in Richtung 62.000 USD fort, nachdem der Bitcoin-Kurs am 25. Juni ein Tief bei etwa 58.200 USD erreicht hatte. Diese Talsohle liegt etwa 54 % unter dem Hoch vom 6. Oktober 2025 bei 126.080 USD. Der aktuelle Rückgang ist damit deutlich schwächer als die Rückgänge von 77 % bis 84 %, die die Zyklen 2018 und 2022 abschlossen.
Glassnode sieht Konsolidierung, da Verkaufsdruck nachlässt
Im Market Pulse Report für die Woche 28 argumentiert Glassnode, dass sich der Markt von einer Phase aggressiver Verkaufstätigkeit in Richtung Gleichgewicht bewegt.
„Der Bitcoin-Markt zeigt derzeit Anzeichen einer strukturellen Stabilisierung, gekennzeichnet durch den Übergang von aggressiver Verteilung hin zu einem Zustand des Gleichgewichts.”
Derivativesdaten untermauern diese Entwicklung. Das Open Interest für Futures ist gestiegen, und die Finanzierungskosten für Long-Positionen liegen über den historischen Werten, was auf eine erneute bullische Nachfrage hindeutet. Gleichzeitig lässt eine moderate 25-Delta-Options-Skew darauf schließen, dass die Nachfrage nach Absicherung gegen fallende Kurse nachlässt.
Auch die Aktivität auf der Blockchain zeichnet ein ähnliches Bild. Die Anzahl aktiver Adressen und das Transfervolumen nehmen zu, und der durchschnittliche ETF-Investor ist wieder im Gewinn. Langfristige Halter geben dem Markt weiterhin Stabilität, auch wenn sie teils unrealisierte Verluste aufweisen.
Allerdings verweist das Unternehmen auf den wachsenden Anteil von spekulativem „Hot Money”, also kurzfristiges und preissensibles Kapital, das oft stärkeren Bewegungen vorausgeht. Die Kursschwankungen rund um die Veröffentlichung von Strategy am Montag passen zu diesem Muster, wobei die Volatilität steigt, obwohl die Profitabilität ebenfalls zunimmt.
Sinkende Stablecoin-Liquidität belastet die Erholung
Dennoch untermauern nicht alle Indikatoren das positive Bild der Erholung. Das Analyseunternehmen CryptoQuant hebt insbesondere die rückläufige Liquidität bei Stablecoins hervor.
„Die Marktkapitalisierung von USDC und USDT ist in den vergangenen 30 Tagen um -3,6 % bzw. -2 % gesunken. Insgesamt sehen wir, dass diese Verlangsamung bereits seit November 2025 besteht”, schrieb CryptoQuant.
Stablecoins stellen die wichtigste Liquiditätsreserve für Käufe von Kryptowährungen dar. Eine seit November 2025 bestehende Abschwächung könnte daher den ETFs Folgekaufkraft entziehen.
Ohne frisches Kapital, das in das System einfließt, besteht das Risiko, dass der 2. Juli nur eine eintägige Atempause und kein echter Wendepunkt war.
Anhaltende Zuflüsse in den nächsten Sessions würden zeigen, ob die Nachfrage von institutionellen Haltern tatsächlich zurückgekehrt ist. Zurzeit hängt der längerfristige Bitcoin-Ausblick davon ab, ob sich die Konsolidierung nach oben auflöst, bevor sich die Liquidität weiter verknappt.









